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5.0 von 5 Sternen
Endlich mehr Wahrheit, 11. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Die Göttin und ihr Heros (Broschiert)
Die Autorin beschreibt hier drei große Bereiche, welche vom Patriarchat vereinnahmt und teilweise unterdrückt wurde: Die Göttinnenmythen, Märchen und Sagen.
Sie beschreibt erst einmal die Geschichte der jeweiligen Sache, z.B. das Märchen Schneewittchen und dann erläutert sie deren matriarchalische Hintergründe.
Immer und immer wieder sind mit beinahe die Augen herausgefallen, als ich erkennen musste, wie sehr die alten Geschichten heute verändert wurden und den Frauen somit genommen.
Mit diesem Buch legt die Autorin einen wichtigen Stein zu der Ganzwerdung der Frau und ich kann es nur empfehlen. Denn neben der Entschleierung der ureigenen Geschichten des Matriarchats, zeigt sie immer wieder parallelen zu der Matriarchalischen Geschichte.
Für jede Frau ein Muss.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Göttin und ihr Heros, 24. Oktober 2009
Die Göttin und ihr Heros ist ein wissenschaftlich präzises und hervorragendes Werk in der Matriarchatsforschung und Religionsgeschichte. Wir befinden uns historisch derzeit keineswegs auf einem Höhepunkt des Feminismus, um so mehr jedoch in einer gesellschaftlichen Gegenwart, in der Menschen aus allen Schichten und Altersgruppen zunehmend nach Sinnfindung und einer neuen Form von Spiritualität zur psychischen Stabilisierung suchen. Kriege, neuer religiöser Fundamentalismus, die globale Umweltkatastrophe, die gesamte globale Komplexität bedürfen einer neuen und kreativen Herangehensweise, die sowohl vernunftsgebunden als auch geprägt ist von einer empathischen Haltung gegenüber der Erde und uns Menschen. Diese Art und Weise des Denkens wird eine Notwendigkeit für Frauen und Männer werden, um Lösungen für unsere nächsten Generationen zu entwickeln. Literatur wie diese kann helfen aufgrund historischen Wissenszuwachs neue Einsichten und Impulse zu schaffen, solche Ziele zu erreichen. In Zeiten, wo das "Sakrileg" von Dan Brown Bestseller ist, ist es doch angebracht , dass wir uns mal wieder mit seriöser Forschung und Erkenntnissen auseinaandersetzen, wenngleich auch Browns Literatur sicherlich "Elfenbeinturmthemen" unters Volk bringt.
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6 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
methodisch schlecht gemacht, 21. Februar 2007
Die Diskussion um das Matriarchat scheint mittlerweile zu einer Diskussion um die Auslegung von Mythen geworden zu sein.
Göttner-Abendroth umreißt ihre Hermeneutik mit der Feststellung: "Ich deute Mythologie sozialhistorisch [?] Mythologie wird von mir als Ausdruck komplexer gesellschaftlicher Praxis ernst genommen und damit zur reichen Informationsqulle über den Aufbau und die Denkweise archaischer Gesellschaften."
Dies gelte allerdings nicht mehr in "von herrschenden Schichten überlagerten Gesellschaften", worunter sie vermutlich die meisten nicht-matriarchalen Mythen versteht.
Göttner-Abendroth nimmt die Mythen, wenn ich sie richtig verstehe, nicht für bare Münze, sondern versucht, aus ihnen allgemeine Muster herauszuarbeiten, die wiederum Rückschlüsse auf die soziale Stellung der Frau zulassen sollen. Sie selbst spricht von dem "Strukturschema matriarchaler Mythologie", das einerseits ein sehr differenziertes Weltbild enthalte und andererseits "das Muster aller analogen Vorstellungswelten um den Erdball".
Dieses Strukturschema ist grob gesagt ein "Dreierschema, in das sich alle Details einbetten lassen". In ihm erscheine eine Göttin in drei Personen: junges Mädchen, erwachsene Frau und Greisin. Für die Autorin handelt es sich dabei um eine Urform der Dreifaltigkeit.
Das zweite (unwichtigere) Dreierschema bezieht sich auf den "Heros", den männlichen Teil, der ebenfalls in den Geschichten auftaucht, aber der Frau zugeordnet sei.
Das Hauptproblem des Buches sehe ich darin, dass die Autorin nicht deutlich macht, was sie gerade begründet und was sie voraussetzt: z.B. deutet sie die Liebschaften der Aphrodite als "patriarchal deformierte" Darstellung. Sie sagt aber nicht, woher sie die ursprüngliche Fassung kennt, die sie dann ausführlich darlegt. Und das ist kein Einzelfall: wann immer auch nur ein Symbol für den Himmel, die Unterwelt, Entstehen und Wiedergeburt oder einfach die Zahl 3 auftaucht, ist das für sie eine Spur des Matriarchats. Was nicht ins Schema passt, ist patriarchale Deformation. Tatsächlich passen die meisten ihrer angeführten Mythen ausgesprochen schlecht zu ihrem "Strukturschema" und man wird den Eindruck nicht los, als verwende die Autorin sie als Symbol-Steinbruch für ein Matriarchat, das sie bereits zu kennen glaubt. Die Beispiele wirken daher oft sehr gewollt.
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