Von den Mönchen zu lernen heißt auch die Gesamtheit eines Gartens wieder zu umfassen, ihn verstärkt auch als eine Oase der Stille und Spiritualität zu erfahren."
Gärten sind Seelenlandschaften. Im Garten ruhen wir uns aus. Selbst bei der Arbeit an ihm und mit ihm, weil er ein Mikrokosmos allen Werden und Vergehens ist. Der Garten ist die Welt im Kleinen, im Geschützten eine Oase der Geborgenheit, er lehrt uns in wessen Händen letztendlich das Geschick des Gärtners liegt...
Das Buch gibt viele Tipps und bietet Anregungen für Gestaltungselemente und die eigene spirituelle "Arbeit" im Garten.
Geistige und körperliche Arbeit, die schweigend verrichtet wird, gilt den Ordensleuten ohnehin als eine Fortsetzung des Gebetes.
Ein kleiner Teich, ein leise plätschernder Bach macht den Klostergarten zu jeder Zeit zu einem Ort von Ent-Spannung und Konzentration zugleich.
In dem Buch werden Beispiele christlicher Blumen- und Pflanzensymbolik erklärt (z.B. Zeder als immergrüner Baum als Gleichnis der Unsterblichkeit).
Die Pflanzen des "Kräutergarten" werden benannt: Anis, Brunnenkresse, Petersilie, Sellerie, Hauswurz, Rainfarn usw.
Der Aufbau der Gärten war in seiner Grundform Quadratisch und unterteilte sich auch bis hin zu den Beeten in Quadrate oder Rechtecke.
Die Pflanzen des "Gemüsegarten" werden beschrieben, mit den guten und schlechten Nachbarn, sowie den Einzelgängern.
Ferner folgen Tipps zu den Jahreszeiten und was da zu tun ist. Die Bauernregeln werden erwähnt (Wenn es an Allerheiligen schneit, halt deinen Pelz bereit).
Es folgen kurze Texte zu den heiligen Gärtnern wie Hildegard von Bingen, Albertus Magnus und Walahfrid Strabo, sowie Mendels Gesetze der Vererbung.
21 Heilpflanzen wie Salbei als Alleskönner, Brennnessel, Holunder, Wermut, Beinwell usw. werden in ihrer Wirkung erklärt.
Es folgt der Duftgarten zum Meditieren.
Einige Tipps aus dem Buch:
- Pro Beet wurde jeweils nur eine Pflanze angesät.
- zum kühlen von Wein empfiehlt es sich ausgehöhlte Kürbisse zu verwenden
- Salbei und Thymian rund um das Beet halten Schnecken fern
- Gegen Pilzkrankheiten: Ackerschachtelhalm-Tee
- Düngen für stark zehrende Pflanzen: Brennnessel-Jauche
- unbewaffnete Gartenpolizei: Ameisen, Blindschleiche, Igel, Florfliegen
- gegen Mäuse: Steinklee
Zitate aus dem Buch:
"Weise gehen in den Garten" Rabindranath Tagore
"Nur der Schweigende hört"
"Die Ros ist ohn`warum, sie blühet, weil sie blühet, sie acht 'nicht ihrer selbst, fragt nicht, ob man sie siehet"
"Die wichtigste Aufgabe der Antiken Medizin war nicht, Krankheit zu heilen, sondern die Kunst des Gesunden Lebens zu lehren."
"Wer um sich herum im Chaos versinkt, ist auch in Gedanken und in seiner Seele durcheinander"
"Mein Sohn, arbeite täglich nur so viel, als dein Körper, wenn du liegst, Raum einnimmt, und so wird deine Arbeit allmählich voranschreiten, und du wirst dabei nicht verzagt sein."