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Die Gärten von Bloomsbury.
 
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Die Gärten von Bloomsbury. [Broschiert]

Joke J. Hermsen , Thomas Hauth
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 603 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe; Auflage: 1., Aufl. (15. August 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3404922263
  • ISBN-13: 978-3404922260
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,6 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 734.467 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Im Jahr 1925 reist die junge Martha nach London, um das Schicksal ihres Vaters zu ergründen. Bald taucht sie ein in den wilden Sog der Roaring Twenties und trifft auf die Bloomsbury Group, der auch Virginia Woolf und T. S. Eliot angehören. Doch dann erfährt sie, dass ihr Vater nicht in den belgischen Schützengräben getötet wurde, sondern als Mitglied einer pazifistischen Bewegung in Haft geriet.

Über den Autor

Joke J. Hermsen, geboren 1961, studierte in Amsterdam und Paris Literaturwissenschaft und Philosophie. Neben Tätigkeiten als Dozentin und Journalistin arbeitet sie heute hauptsächlich als Schriftstellerin und Philosophin. Nach zahlreichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen – unter anderem wurde sie mit dem Jan Hanlo Essay prijs ausgezeichnet – publizierte sie 1998 ihren ersten Roman Het dameoffer. Der große Durchbruch als Romanautorin gelang ihr 2000 mit Die Gärten von Bloomsbury, das bis an die Spitze der niederländischen Best-sellerliste gelangte und ihr erstes auf Deutsch erscheinendes Buch ist. Joke J. Hermsen lebt abwechselnd in Amsterdam und im französischen Joany. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Der Roman verbindet die Suche der jungen Holländerin Martha nach ihrem Vater, der im ersten Weltkrieg verschollen ist, mit der Darstellung der Londoner Bloomsbury Gruppe der 20er und 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Diese bestand aus einer Gruppe von Künstlern und Intellektuellen um Virginia Woolf und ihre Schwester, die Malerin Vanessa Bell. Die Zeit wird lebendig bis hin zu Kontakten nach Paris zu den berühmten Buchläden von Sylvia Beach und Adrienne Monnier. Die Fortschritte in Marthas Suche sind spannend zu verfolgen. Darüber hinaus ist das Buch ein Muss für alle Virginia Woolf Begeisterten, selbst wenn Virginia Woolf nicht die Hauptfigur der Gärten ist. Hermsen zeichnet sie feinfühlig und realistisch, als Schriftstellerin, als Schwester, als Ehefrau, als Tante. Einen weiteren Handlungsstrang stellt das Schicksal von T.S. Eliot's begabter Ehefrau Vivien dar, deren literarische Karriere (und nicht nur diese) in dieser Beziehung zerbrauch. So informativ wie ein literarisches Seminar, aber wesentlich spannender ist dieses Buch! Wie es Martha weiter ergeht, verrate ich hier nicht. Schade dass die anderen Romane von Hermsen noch nicht ins Deutsche übersetzt sind.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ich habe mich auf die Lektüre dieses Buches gefreut. Da die Primärliteratur zu den Bloomsburys oft ein wenig trocken ausfällt und ich sie doch schon gut kenne mag ich gerne Sekundär- oder fiktionale Bücher dazu lesen. Doch wie wurde ich enttäuscht.

Es entsteht nun beim Lesen von Die Gärten von Bloomsbury der Eindruck, daß die Autorin sehr, sehr viel über T. S. Eliot und die Bloomsburys gelesen hat und nun krampfhaft versucht in einem eigenen Stil die Fakten in eine dünne Geschichte einzuweben. Denn dünn ist die Geschichte der Holländerin Martha die ins Leben des T. S. Eliot, der Woolfs und so einiger anderer hauptsächlich weiblicher Schriftsteller hineinsehen darf, auf jeden Fall. Außerdem werden biografische Fakten aus nicht ersichtlichen Gründen - Lytton Strachey war nie mit Dora Carrington verheiratet, wie am Anfang des Buches behauptet - verändert. Da fragt man sich, ob noch mehr Fiktion um der Fiktion willen ist. Eliots extremes Verhalten, o.k. die Verwirrtheit seiner Frau ist bekannt, doch alles wirkt so aus Schnipseln die man sich angelesen hat zusammengesetzt.
Und dann noch schnell eine Begegnung Marthas mit einem schüchtern winkenden Gandhi in London miteingebaut, ewig Eliots Gedichte zitiert, die Schrecken des 1. Weltkrieges miteingeflochten (die Autorin sagt selbst im Anhang dass die Person des Billy Prior anderswo entliehen ist), Marthas Affäre mit einem reichen jüdischen Niederländer, ungewollte Schwangerschaft, der aufziehende zweite Weltkrieg.

Und als der Autorin dann in dem oft mehr als schleppend zu lesenden Roman nichts mehr einfiel, muss die arme Virginia in ihrer Verwirrtheit über Seiten herhalten. Banalpsychologie, alles wirkt wie aus den Werken der "verwendeten" Schriftsteller abgeschrieben. Alles hat so eine Schwere.

Wenn man nichts über T. S. Eliot und die Bloomsburys weiß mag die Lektüre dieses Buches vielleicht interessant sein. In allen anderen Fällen sollte man die Finger davon lassen, denn man wird sich nach dem Lesen unweigerlcih fragen: wozu wurde es geschrieben, was sollte das. Es ist noch nicht einmal Eliot- und Bloomsbury kritisch, es ist schlicht banal. Ein ehrlicher romantischer Reisser ohne Eliot und Woolf wäre da um einiges erquickender gewesen.
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Von Regine
Format:Broschiert
Ich brauchte sehr viele Seiten, um mit dem Buch "warm" zu werden. Vor allem am Anfang waren die vielen verschiedenen Namen und Handlungsstränge verwirrend. Später fand ich die Schilderungen, was T.S. Eliot und Virginia Woolf betraf, wirklich fesselnd, zumal ich, wie ich zugeben muss, kaum Vorkenntnisse hatte. Die eigentliche Hauptperson des Romans, die Holländerin Martha, langweilte mich jedoch. Die Geschichte ihres verschwundenen Vaters wird zwar immer mal wieder aufgegriffen, aber zusehends halbherzig, eher so, als ob die Autorin sich ab und zu an ihn erinnert hätte. Die Figur der Martha bleibt blass und uninteressant. Nicht sie, die eigentliche Hauptperson des Buches, bildet das Gerüst, sondern die historischen Personen sind es. Von daher hätte sie im Grunde auch ganz wegbleiben können. Das Buch ließ sich trotz aller Kritik flüssig lesen und weckte in mir zumindest den Wunsch, mehr über Virginia Woolf und Vivian Eliot zu erfahren.
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