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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Netter Schmöker,
Von Muschelkalk (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die Friesenrose (Gebundene Ausgabe)
Ostfriesland hat sich bisher ja nicht unbedingt als Schauplatz für historische Romane hervorgetan, allein deswegen hat mich das Buch neugierig gemacht.Die Friesenrose heißt Inken und muß während der napoleonischen Besatzung von ihrer Heimatinsel Borkum fliehen. Helfen tut ihr dabei der schwarzlockige Schmugglerkönig Cirk. Man ist sich erst einmal spontan unsympathisch, dann aber doch recht schnell ineinander verliebt, bis Inken guten Grund hat, an Cirks Aufrichtigkeit zu zweifeln. Während er auf Weltreise geht, mausert sie sich zur erfolgreichen Geschäftsfrau... Das Buch ließ mich etwas ratlos zurück. Einerseits ist Ostfriesland nämlich ein ganz wunderbarer und bisher weit unterschätzter Schauplatz für historische Romane. Da gluckst das Moor, da rauscht das Meer, da weht der Wind, da tanzen die Wolken über den Himmel, und man möchte eigentlich gleich seine Sachen packen und hinfahren. In dieser Hinsicht hat mir das Buch gut gefallen. Angenehm fand ich auch die Art und Weise, wie die Autorin ihr Wissen über Tee und die ostfriesisch-französische Geschichte unaufdringlich vermittelt. Andererseits hat mich das klischeebeladene Romanpersonal sehr bald genervt - der dunkle Cirk, der natürlich ein paar düstere Geheimnisse mit sich herumschleppt und Inken, eine weitere rothaarige Heldin in einer langen Reihe rothaariger Heldinnen historischer Romane, die neben ihrer geschäftlichen Begabung auch sonst ein Muster positiver Eigenschaften ist. Ein Beispiel: Böse Menschen überfallen Sumi, die chinesische Exotin in Emden- Inken hingegen freundet sich vollkommen vorurteilsfrei sofort mit ihr an. Das ist sehr nett, und Sumis blumige Sprache ist einer der Pluspunkte des Buches, Inkens Charakter wäre aber sehr viel interessanter geworden, hätte auch sie erst einmal gegen das eine oder andere Vorurteil ankämpfen müssen. Verhalten und Sprache der Akteure wirken häufig zu modern, an anderen Stellen dann aber auch wieder unnötig schwülstig, insbesondere, wenn Cirk und Inken miteinander plaudern: "Dieses Haus nimmt einem jegliches Zeitgefühl, und doch habe ich mich niemals gegenwärtiger gefühlt als hier und heute." - "Wir werden den Augenblick leben, Inken. Für uns braucht die Zeit nicht wichtig zu sein." Insgesamt ein netter Schmöker mit Lerneffekt, aber kein Volltreffer. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Das Buch zum Tee,
Von die Hüttis (Stuttgart) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die Friesenrose (Gebundene Ausgabe)
Toller historischer Roman, mit ausgewogener Mischung aus Spannung und Geschichte. Wie üblich bei Jutta Oltmanns spielt er im Ostfriesland der Vergangenheit. Schlüssige Story, interessante Charaktere, geschickt verknüpfte Handlungsstränge, rundum ein gelungenes Werk.Wer immer schon mal wissen wollte, wie es kam, dass der Tee für die Ostfriesen so wichtig wurde und warum sie sich deshalb sogar mit Napoleons Mannen anlegten, erhält hier die Antwort dazu. Eine gute Mischung realistisch ausgeschmückter fiktiver und historischer Personen, verwoben mit echten historischen Begebenheiten, Gebräuchen und anschaulicher Darstellung des Ostfrieslands in turbulenten vergangenen Zeiten. Also, wer Tee-Freund ist und historische Romane mag ist hier friesen-goldrichtig: Und wer noch kein Friesenrose-Service hat könnte versucht sein, sich jetzt unbedingt noch eins zu zulegen. Ich denke nun ernsthaft darüber nach, da ich ja jetzt auch endlich weiß, wie die Ostfriesen zu diesem Dekor aus einer Thüringer Manufaktur kamen. Das Tempo des Buches erscheint mir etwas ruhiger als die vorherigen Oltmanns Romane ("Die Schattensucherin" oder "Die Rückkehr des Kreuzfahrers"), aber es liest sich gut und bleibt spannend bis zum Schluss. Ich freue mich schon auf den nächsten Roman der Autorin, auch als Nicht-Ostfriesin! Unbedingt beachten: beim Lesen kriegt man Tee-Durst. D.h. das Buch sollte am besten mit einem guten Bünting verschenkt werden. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Lese- und Teegenuss pur,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Friesenrose (Gebundene Ausgabe)
Ein Meisterwerk! Dieses Buch hat einfach alles, was einen guten Roman auszeichnet. Er ist spannend, von der ersten bis zur letzten Seite.Der Einfallsreichtum der Autorin, aber auch die spürbar gute Recherche, machen dieses Werk zu einem Lesegenuss! Die wunderbare Sprache unterstützt den Inhalt des Romans vorzüglich. Er beschreibt Ostfriesland im Jahre 1810, unter der Fremdherrschaft der Franzosen. Die Menschen begehren auf, gegen die 'Franzmänner' und die Handelsverbote. Wohl kaum ein Leser wird sich dem Schicksal von Inken Hinderks, der weiblichen Hauptfigur, und Cirk, der männlichen Hauptfigur, entziehen können. Ich habe mit Inken gefiebert, gelitten, das Meer gerochen und Tee getrunken. Der Tee, heutzutage das populärste Getränk der Erde, ist das Thema schlechthin und es ist phantastisch zu lesen, wie er, von China über die Holländer und Engländer und dann auch über die Ostfriesen schließlich bis in die entferntesten Winkel ihres geliebten Ostfrieslands Einzug hielt und was diese ungewöhnlichen Menschen dafür auf sich nahmen. In meinen Ohren hörte ich 'Kluntje' knistern und Erinnerungen an meine Kindheit, mit viel Tee, trieben mich in ein Teegeschäft. Es musste ein guter Tee her und dazu Kluntje oder auch Kandis. Beim Lesen der Friesenrose habe ich die Zeit vergessen und zwischendrin meine vollkommen vernachlässigte Teekultur kultiviert. Ich freue mich auf das nächste Buch der Autorin. 'Das Geheimnis der Inselrose' erscheint im März 2010 und wird der Friesenrose mit Sicherheit in Nichts nachstehen! Martina Jansen Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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