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Die Frequenzen [Gebundene Ausgabe]

Clemens J. Setz
2.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

22. September 2009
Dies ist die Geschichte von Walter, dem Sohn eines Architekten mit Einfluss. Er will Schauspieler werden oder will es nur sein Vater? Walter bekommt seine Chance, als ihn Valerie, eine Psychotherapeutin, die bessere Tage gesehen hat, engagiert, um in Gruppensitzungen fiktive Patientenrollen zu spielen. Doch er geht zu sehr in seiner Rolle auf. Dies ist die Geschichte von Alexander. Er ist Altenpfleger, ein junger Mann mit ausufernder Phantasie, die sich im Schatten einer einsamen Kindheit entwickelt hat. Alexander kündigt seinen Job, und er will seine Freundin loswerden, um mit Valerie zusammenzuleben. Doch die wird eines Tages brutal zusammengeschlagen Nach Söhne und Planeten, seinem Debüt, das ihm einhelliges Lob der Kritik einbrachte, legt Clemens J. Setz ein Werk vor, das alle Erwartungen sprengt: atemberaubend kraftvoll, bunt, sprachgewaltig und zart.

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Die Frequenzen + Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes: Erzählungen + Söhne und Planeten: Roman
Preis für alle drei: EUR 53,30

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 714 Seiten
  • Verlag: Residenz; Auflage: 2. Aufl. (22. September 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3701715157
  • ISBN-13: 978-3701715152
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 14 x 5,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 322.448 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Was dieses Buch unter seinen Zeitgenossen so außergewöhnlich und diesen Autor zu einer großen Hoffnung der deutschsprachigen Literatur macht, ist seine überscharfe Optik und die verblüffende Phantasie des Ausdrucks.« (FAZ, Richard Kämmerlings)

»Ganz sicher ist "Die Frequenzen" poetischer, lustiger und schräger, als das meiste, was man sonst zu lesen bekommt.« (Tobias Lehmkul, Süddeutsche Zeitung)

Erzählt wird in hinreißend virtuoser Mischung und ausgewogener Abstimmung von Elementen der Groteske, der Satire, ironisch, traurig, melancholisch, auch lachend. Metaphern in Menge rollen auf dich zu wie eine Steinlawine, Sprach- und Wortwitz des Autors mit höchstem Intelligenzquotienten durchsetzen jede Seite. (Oberösterreichische Nachrichten) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Über den Autor

Clemens J. Setz wurde 1982 in Graz geboren. Seit 2001 studiert er an der dortigen Universität Mathematik und Germanistik. Er ist Obertonsänger, Übersetzer und Gründungsmitglied der Literaturgruppe Plattform. Zahlreiche seiner Gedichte und Erzählungen wurden in Zeitschriften und Anthologien veröffentlicht. 2008 wurde er beim Bachmann-Wettbewerb mit dem Ernst-Willner-Preis ausgezeichnet.

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27 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein Overkill... 20. Dezember 2010
Von Loisl
Format:Gebundene Ausgabe
... an Adjektiven, Gerundien, Metaphern, Vergleichen und Personifizierungen, mit denen Banalitäten bis zum Bersten aufgeblasen werden! Man könnte meinen, der Autor hätte versucht, sein Stilmittellehrbuch aus dem Germanistik-Studium komplett in jedem einzelnen seiner Sätze unterzubringen. Viele eigentlich gute sprachliche Ideen, die an anderer Stelle sinnvolle Verwendung hätten finden können, werden hier völlig wirkungslos verpulvert.

Erschwerend hinzu tritt das weitgehende Fehlen einer Handlung. Es scheint manchmal, als würde der Autor einfach verschiedene Gedankenfragmente aneinander kleben, die ihn in diversen schlaflosen Nächten wach gehalten haben. Einige Figuren, ja ganze Kapitel haben für die Geschichte keinerlei Relevanz.

Ein aus meiner Sicht völlig überbewerteter und sprachlich überfrachteter Roman, den ich zwar zu Ende gelesen haben, da er zumindest stellenweise ganz unterhaltsam war, den ich aber danach sofort günstigst weitergegeben habe, was mir bei Büchern grundsätzlich sehr schwer fällt. Von Kafka (wie im Klappentext behauptet wird) hat dieses Buch nun wirklich gar nichts!
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Grazer Ohrgeräusche 7. Januar 2010
Von Th. Leibfried TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Nicht immer treffen die Nominierungen für große Buchpreise meinen literarischen Geschmack. Ohne auf Autoren und konkrete Werke einzugehen, kann ich mich ab und an nicht gegen den Eindruck erwehren, dass Unleserlichkeit eines der Positivkriterien bei der Auswahl zum Beispiel für den Deutschen Buchpreis ist. Dennoch verfolge ich interessiert von Jahr zu Jahr Longlist und Shortlist und entscheide mich für den einen oder anderen Titel.

Von der Shortlist des Buchpreises 2009 habe ich nun als erstes den Roman "Die Frequenzen" des österreichischen Jungschriftstellers Clemens J. Setz gelesen. Ein unter dem Strich erstaunliches Werk, das mich neugierig warten lässt auf weitere Werke des Autors. Der labyrinthischen Struktur des Romans, die etliche Handlungs- beziehungsweise Personenstränge miteinander verflicht, ist beim Lesen gut zu folgen. Unterstützt wird das Lesen durch unterschiedliche Erzählperspektiven der beiden Hauptfiguren. So wählt Setz bei Alexander Kerfuchs die Ich-Perspektive, was bei mir den Eindruck verstärkt, dass gerade in dieser Person eine Menge Autobiographisches steckt. Die Ereignisse um Walter Zmal dagegen werden vom allwissenden Erzähler beschrieben. In den vielen kurzen Kapiteln stehen weitere Wesen im Mittelpunkt: die Partnerinnen und Väter der beiden Protagonisten, Gerald, ein kleiner Nachbarjunge von Alexander, sowie dessen Vermieter, Herr Steiner. Und Uljana, der streunende Hund von Valerie, einer Psychotherapeutin, Arbeitgeberin von Walter und Freundin von Alexander. Und nicht zu vergessen erscheint der Autor selbst als namenslose Figur im Roman.

Immer gelingt es Setz die Erzählstränge gekonnt zusammen zu führen, auf durchaus amüsante Art und Weise. Eine klare Stärke in der Erzählkunst von Setz. Ein schwächeres Element scheinen mir die Dialoge zu sein. Im Vergleich zu angelsächsischen Autoren haben deutschsprachige Schriftsteller es noch nicht geschafft, den Dialog als lobenswertes Hauptelement ihrer Werke zu etablieren. (Man verzeihe mir die Verallgemeinerung und ich freue mich über Gegenbeispiele, gerne als Kommentar.) Verzichten hätte ich persönlich auf die Innenperspektive von Uljana, dem herumstreunenden Hund. Das wirkt auf mich fehlplatziert.

Die Kritik an den sprachlichen Bildern erscheint mir für den ersten Teil des Romans gerechtfertigt. Setz übertreibt es in den ersten Kapiteln ein wenig im Schaffen von Assoziationen, findet dann jedoch glücklicherweise zurück zu einer Schreibweise, die nicht mehr unnötig überbordet.

Insgesamt ein empfehlenswerter Roman von einem vielversprechenden, erst 27 Jahre alten Autor. Ein Buch, das aber auch noch Raum lässt für eine weitere Entwicklung und mich die Augen offen halten und warten lässt auf weitere Werke. Schade, dass es bisher noch keine Rezension zu seinem Erstlingswerk "Söhne und Planeten" gibt.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Eine Enttäuschung 29. Mai 2012
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
In erster Linie dienen die Rezensionen hier bei Amazon dazu, potentiellen Käufern eine Hilfe zu sein. Also vorweg: Dieser Roman ist schlecht. Er ist es wirklich. Ich verstehe, dass es Bücher gibt, die mir nicht, aber anderen dafür um so besser gefallen. Hier kann ich mir bestenfalls (mit viel Phantasie !!!) ein "geht so" vorstellen. Die 5-Sterne Rezensionen sind mir schleierhaft; und, nein, ich bin kein neidischer Germanistikstudent (aber auch kein Freund oder Verwandter). Man muss es so hart sagen: das handlungsarme Buch besteht zu einem großen Teil der 700 Seiten aus einer Aneinanderreihung von Stilblüten.

Einige wurden hier bereits zitiert. Mein persönlicher Favorit: "Die Schaukel hing immer noch von einem Ast des Nussbaumes, der schon seit vielen Jahren außer Betrieb war. Ein großes Geschwür wuchs auf seinem Hals und raubte ihm die Luft. Kleine Singvögel sprangen verwirrt von Ast zu Ast und zerbrachen sich den Kopf darüber, ob und wie dem Baum noch zu helfen war."

Soso, die kleinen Vögelchen also, wer hätte das gedacht. Und, nein, das ist keine hohe Kunst, die ich nicht verstehe. Das ist einfach nicht gut. Was mir aber noch viel negativer auffiel, ist die mangelnde Bescheidenheit des Autors. Ok, er hatte mit dem affektierten Jott in Clemens J. Setz schon einen schweren Stand. Aber wenn ich dann Sätze wie den folgenden lese, die einzig und allein dazu dienen, dem Leser die umfangreiche Bildung des Autors vorzuführen, hört es bei mir auf: "Eines Morgens, nach einem merkwürdigen orientalischen Traum, in dem er die Füße des großen Aristotelesübersetzers und -kommentators Averroes mit einer roten Feder kitzelte, bis dieser schließlich das Gleichgewicht verlor, hatte Walter entschieden, dass er seine Zuneigung nicht mehr zu gleichen Teilen unter den Geschlechtern aufteilen würde." Von diesen Einsprengselns gibt es noch mehr.

Wie kann dieses Buch auf die Shortlist des Buchpreises gelangen? Proporz, waren die anderen Bücher der Longlist noch schwächer? Ich weiss es nicht. Ich weiss nur, dass ich dieses Buch (nach viel zu langer Zeit) irgendwann weggelegt habe.
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