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Die Fremde: Roman
 
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Die Fremde: Roman [Taschenbuch]

Sándor Márai , Heinrich Eisterer
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 208 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: 3 (Dezember 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492248446
  • ISBN-13: 978-3492248440
  • Originaltitel: A Sziget.
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,8 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 211.944 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Sándor Márai
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Die Wiederentdeckung des Sándor Márai als großer europäischer Autor des 20. Jahrhunderts geht weiter. Nach Die Glut ist Die Fremde bereits das 14. seiner Werke, das neu aufgelegt wird. Und auf den ersten Blick erscheint es typisch für den Ungarn mit dem melancholischen Blick, der so gerne und gekonnt Leben an schicksalhaften Wendepunkten beschreibt. An einem solchen befindet sich auch Viktor Askenasi, binokeltragender, feiner Herr aus Paris, dem die eigene bürgerliche Existenz plötzlich abhanden kommt. Von heute auf morgen verlässt der 47-jährige Professor Frau und Kind, um mit einer Tänzerin ein unstandesgemäßes Verhältnis einzugehen. Doch auch diese Leidenschaft bringt keine Erfüllung: "Er lebte ruhig und geduldig, lange Monate hindurch, in fremden Zimmern, Auge in Auge mit einer Fremden, in der kläglichen Maske des alternden Liebhabers, in einer unbestimmbaren Umgebung, und lauerte auf das Zeichen, den geheimnisvollen Schlüssel, mit dessen Hilfe das üppige Geflecht der vielen Bilder und Figuren mit einem Mal Sinn bekommen würde."

Viktor Askenasis sich zur Verzweiflung steigernde Suche nach dem Sinn endet in Dubrovnik. Auf Anraten seiner Freunde ist er allein dorthin gereist, um wieder zu sich zu finden. Stattdessen kommt es zur endgültigen Zerstörung und zu einem motivlosen Mord an einer fremden Frau im Hotel. Spätestens an dieser Stelle drängt sich dem Leser der Vergleich mit einem Roman der Weltliteratur auf, in dem auch die Absurdität des menschlichen Daseins in einem Mord kulminiert. Und auch Márais Roman hieße passenderweise Der Fremde, denn dieser Riss durchs Dasein, diese Fremdheit den Menschen und der Gesellschaft gegenüber ist das alles überstrahlende Gefühl, das den eleganten Pariser Herrn letztendlich ins Verderben treibt.

Wer hat sich da also vielleicht von wem inspirieren lassen? Nun, Márais Roman ist 1934 erschienen, acht Jahre vor dem berühmten Werk Albert Camus'. Und wenn auch auf sprachlich ganz unterschiedliche Weise, skizzieren doch beide den gleichen existentialistischen Grundkonflikt auf intensive und beeindruckende Weise. Professor Askenasi und Camus' kleiner Büroangestellter Meursault sind trotz ähnlicher Fragen ans Dasein zwar völlig unterschiedliche Menschen. Doch am Ende unterwerfen sich beide "der zärtlichen Gleichgültigkeit der Welt" und begegnen ihrem Untergang mit einem Lächeln. --Christian Stahl -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

»Márai kann die zerstörerische Kraft der Liebe mit einer gnadenlosen Faszination beschreiben.« Elmar Krekeler, Die Literarische Welt

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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Viktor Askenasi, Professor für orientalische Sprachen, gerät in einen Strudel aus Obsession, Besessenheit und Wahnsinn, als er die Tänzerin Eliz kennen lernt. Obwohl gefangen zwischen den Polen einer konventionellen Ehe und der vorgeblichen Leidenschaft für Eliz, keimt in ihm die Hoffnung, endlich das lang gesuchte, vollkommene Glück gefunden zu haben. Doch schon bald zerbricht diese Illusion und voller Hass auf sich und die gesellschaftlichen Konventionen reist er nach Ragusa zur Erholung. Dort eskaliert die Situation. Seine Gedanken kreisen immer mehr um seine vermeintliche Verstrickung in bourgeoise Regeln, die ihn unentrinnbar festhalten wie die klebrigen Fäden eines Spinnennetzes. Er steigert sich mehr und mehr in düstere Selbstreflektionen, die darin gipfeln, dass er sich selber Verletzungen beibringt, nur um überhaupt noch etwas zu empfinden. Unaufhaltsam ergreift ihn der Wahnsinn, der ihn letztendlich zu einem Mord treiben wird.

Der Titel „Die Fremde“ ist irreführend, gaukelt er uns doch eine Liebesgeschichte vor. Treffender wäre „Das Fremde“, da dies das eigentliche Thema des Buches ist. Askenasi weilt in der Fremde, genauer gesagt in Paris und macht auch in der Fremde Urlaub. Egal, welches Reisebüro er betritt, mit untrüglichem Instinkt werden ihm immer die abgelegenen Feriendomizile angeboten, wo sich dem Interessierten die Chance bietet, das fremde Land noch in seiner Ursprünglichkeit kennen zu lernen. Diese Gelegenheit nimmt er jedoch nie wahr sondern vergräbt sich hinter seinen wissenschaftlichen Studien, statt das reale Leben zu erkunden und dort das Glück zu finden, welches er vergeblich hinter den Buchrücken sucht.
Seine Frau bleibt im fremd und auch Eliz vermag er nicht zu ergründen. Seine Gefühlswelt, anfänglich als gefestigt und als sichere Bastion vor dem Ungewissen geschildert, bricht Stück für Stück auseinander wie die Mauern von Jericho. Immer größer wird die Diskrepanz zwischen seinen Wünschen und den vermeintlichen und tatsächlichen Regeln, den Erwartungen, die die bürgerliche Gesellschaft an ihn stellt.
Fremd ist ihm auch, seine Gefühle zu artikulieren. Weder seinen Freunden noch seiner Frau gegenüber ist er in der Lage, seine Gefühle, Ängste und Zweifel zu artikulieren. Er führt lange innere Monologe, die aber keineswegs zur Erhellung beitragen und dazu führen, dass sich sein Geist langsam um nachtet.
Marai bleibt unsichtbar hinter dem Protagonisten und seinem Leid verborgen. Nie hat man das Gefühl, dass er Partei ergreift oder seine Figur zu rechtfertigen versucht. Selbst als Askenasi einen Mord begeht, bleibt Marai dieser Erzählhaltung treu und vermeidet, in Allgemeinplätze zu verfallen. Weder Schuldzuweisungen, fadenscheinige Entschuldigungen oder Reue werden thematisiert sondern vielmehr die inneren Kämpfe eines Mannes in mittleren Jahren, der bei der Suche nach seinem persönlichen Glück die Gelegenheiten übersieht, die, statt zu einem tragischen Ende, zu einem goldenen Weg geführt hätten.

Charles Brauers Stimme passt perfekt zu den Lebensdaten von Askenasi und auch die leichte, sensible Vortragsweise, in die sich gelegentlich ein zweifelnder Unterton mischt, vermag den Hörer über die gesamte Dauer der ungekürzten Lesung zu fesseln. Die Ausstattung des Hörbuches vermag nicht zu überzeugen. Außer einem nichts sagenden Booklet enthält der Juwel-Chase nur noch die CDs.

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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Verzweiflung und Wahnsinn 1. Oktober 2005
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Victor Askenasi ist eine Kapazität im Fachbereich Orientalistik. Viele Jahre hat er als Professor an der Sorbonne gelehrt und ein großbürgerliches Leben geführt. Die Affäre mit der Tänzerin Eliz hat ihn offenbar aus der Bahn geworfen. Freunde und seine Ehefrau Anna befürworten eine Reise, die ihn an die dalmatinische Küste verschlägt. Dort gelingt es ihm allerdings nicht zu sich und seinem bürgerlichen Leben zurückzufinden. Er wird immer gereizter, will sich im Grunde nicht nur der Konventionen, sondern wohl auch seinem bisherigen Leben entledigen. Victor hält innere Monologe, rebelliert und begeht im Wahn einen Mord. Der Sprachwissenschaftler zerbricht daran, dass er die Sprache seines Lebens nicht zu deuten vermag und letztlich das Glück, das er offenbar sucht, nirgendwo finden kann. Askenasi versucht das Fremde , das ihn quält und zum Wahnsinn treibt, zum Schweigen zu bringen und tötet daraufhin eine ihm völlig fremde Frau. Durch diese absurde Tat gerät er schließlich restlos in den Zustand des Wahnsinns. Ein beklemmender , irritierender Roman, dessen großes Thema die Verzweiflung eines Menschen an sich selbst ist. Der Text wirkt düster und ohne einen Schimmer Hoffnung. Mir erscheint das Buch irgendwie fragmentarisch. Kein Roman für trübe Tage!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Sinn-Suche auf hohem literarischem Niveau

Viktor Askenasi, Professor für orientalische Sprachen, gerät in einen Strudel aus Obsession, Besessenheit und Wahnsinn, als er die Tänzerin Eliz kennen lernt. Obwohl gefangen zwischen den Polen einer konventionellen Ehe und der vorgeblichen Leidenschaft für Eliz, keimt in ihm die Hoffnung, endlich das lang gesuchte, vollkommene Glück gefunden zu haben. Doch schon bald zerbricht diese Illusion und voller Hass auf sich und die gesellschaftlichen Konventionen reist er nach Ragusa zur Erholung. Dort eskaliert die Situation. Seine Gedanken kreisen immer mehr um seine vermeintliche Verstrickung in bourgeoise Regeln, die ihn unentrinnbar festhalten wie die klebrigen Fäden eines Spinnennetzes. Er steigert sich mehr und mehr in düstere Selbstreflektionen, die darin gipfeln, dass er sich selber Verletzungen beibringt, nur um überhaupt noch etwas zu empfinden. Unaufhaltsam ergreift ihn der Wahnsinn, der ihn letztendlich zu einem Mord treiben wird.

Programmatischer Titel

Der Titel „Die Fremde“ ist irreführend, gaukelt er uns doch eine Liebesgeschichte vor. Treffender wäre „Das Fremde“, da dies das eigentliche Thema des Buches ist. Askenasi weilt in der Fremde, genauer gesagt in Paris und macht auch in der Fremde Urlaub. Egal, welches Reisebüro er betritt, mit untrüglichem Instinkt werden ihm immer die abgelegenen Feriendomizile angeboten, wo sich dem Interessierten die Chance bietet, das fremde Land noch in seiner Ursprünglichkeit kennen zu lernen. Diese Gelegenheit nimmt er jedoch nie wahr sondern vergräbt sich hinter seinen wissenschaftlichen Studien, statt das reale Leben zu erkunden und dort das Glück zu finden, welches er vergeblich hinter den Buchrücken sucht.
Seine Frau bleibt im fremd und auch Eliz vermag er nicht zu ergründen. Seine Gefühlswelt, anfänglich als gefestigt und als sichere Bastion vor dem Ungewissen geschildert, bricht Stück für Stück auseinander wie die Mauern von Jericho. Immer größer wird die Diskrepanz zwischen seinen Wünschen und den vermeintlichen und tatsächlichen Regeln, den Erwartungen, die die bürgerliche Gesellschaft an ihn stellt.
Fremd ist ihm auch, seine Gefühle zu artikulieren. Weder seinen Freunden noch seiner Frau gegenüber ist er in der Lage, seine Gefühle, Ängste und Zweifel zu artikulieren. Er führt lange innere Monologe, die aber keineswegs zur Erhellung beitragen und dazu führen, dass sich sein Geist langsam um nachtet.
Marai bleibt unsichtbar hinter dem Protagonisten und seinem Leid verborgen. Nie hat man das Gefühl, dass er Partei ergreift oder seine Figur zu rechtfertigen versucht. Selbst als Askenasi einen Mord begeht, bleibt Marai dieser Erzählhaltung treu und vermeidet, in Allgemeinplätze zu verfallen. Weder Schuldzuweisungen, fadenscheinige Entschuldigungen oder Reue werden thematisiert sondern vielmehr die inneren Kämpfe eines Mannes in mittleren Jahren, der bei der Suche nach seinem persönlichen Glück die Gelegenheiten übersieht, die, statt zu einem tragischen Ende, zu einem goldenen Weg geführt hätten.

Entwicklungshilfe

Charles Brauers Stimme passt perfekt zu den Lebensdaten von Askenasi und auch die leichte, sensible Vortragsweise, in die sich gelegentlich ein zweifelnder Unterton mischt, vermag den Hörer über die gesamte Dauer der ungekürzten Lesung zu fesseln. Die Ausstattung des Hörbuches vermag nicht zu überzeugen. Außer einem nichts sagenden Booklet enthält der Juwel-Chase nur noch die CDs.

(C) Wolfgang Haan

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Sándor Márai (*1900 in der heutigen Slowakei, damaligen Österreich-Ungarn, gest. durch Freitod 1989 in San Diego, USA) war ein bedeutender ungarischer... Lesen Sie weiter...
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Veröffentlicht am 19. Januar 2008 von S. Eberhardt
Tiefseelen-Tauchen.
Márais Roman handelt von der Revolte des grossbürgerlichen Viktor Askenasi gegen kleinbürgerliche gesellschaftliche Konventionen auf seiner Suche nach dem... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Dezember 2005 von Favre Robert
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