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Die Fremde in Dir
 
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Die Fremde in Dir

Jodie Foster , Terrence Howard , Neil Jordan    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (116 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 4,97 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: Jodie Foster, Terrence Howard, Nicky Katt, Naveen Andrews, Mary Steenburgen
  • Regisseur(e): Neil Jordan
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Warner Home Video - DVD
  • Erscheinungstermin: 1. Februar 2008
  • Produktionsjahr: 2007
  • Spieldauer: 117 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (116 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0010ZODMU
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 3.580 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Aus der Amazon.de Redaktion

Neil Jordans düsterer Die Fremde in Dir ist ziemlich vielschichtig: als nachdenkliche Geschichte über das Gefühl von Verlassensein und Isolation eines Verbrechensopfers nach einem einschneidenden traumatischen Erlebnis, wird der Film eine Saite bei jenen Menschen berühren, die sich Gewalt schon einmal gegenüber sahen. Die Fremde in Dir ist zudem ein provokantes Drama über die Frage nach Gerechtigkeit – ein Thema, das schon endlos in amerikanischen Filmen thematisiert wurde und sicher gerne von Vertretern des Gesetzes gesehen wird. Bei Jordans Film wird jedoch der Konflikt zwischen instinktiver Selbstjustiz und rechtlichen Vorschriften wesentlich freier und komplexer angegangen als üblich. Und letztlich ist Die Fremde in Dir auch entfernt dem alten Genre der Gewalt- und Rachefilme zuzuordnen, indem der Rhythmus von „Death Wish“ und Konsorten übernommen wird, wo ein Rächer (oder eine Rächerin) nach und nach alle Bösewichte aufsucht, um sie umzupusten. In Die Fremde in Dir spielt Jodie Foster die widersprüchliche Rolle von Erica Bain, einer bekannten Radiomoderatorin in New York. Sie ist glücklich verlobt mit David (Naveen Andrews), einem Arzt, und eines Abends werden Erica und ihr Verlobter von brutalen Schlägertypen angegriffen. David wird getötet, aber Erica überlebt und findet sich als Fremde in ihrem eigenen Körper wieder, die ihre eigenen Ängste herunterspielt und gewalttätige Kriminelle über den Haufen schießt.

Während die Stadt durch ihre anonymen Aktionen gefesselt ist, beginnt sich ein Polizist (der hervorragende Terrence Howard) für Erica zu interessieren, welcher mit seiner Frustration kämpft, weil er sich nicht imstande sieht, die Unschuldigen vor den wirklich Bösen zu beschützen. Jordans vorherige Filme (The Crying Game, Breakfast on Pluto) drehen sich auch um den interessantesten Aspekt in Die Fremde in Dir: dass nämlich jeder einen versteckten Teil seines Wesens verbirgt, welcher unter extremen Umständen zutage tritt und dazu führt, dass man sich fragt, wer man wirklich ist. Das sind wirklich interessante Denkanstöße, aber der Film verspielt einiges an Aussagekraft, indem Erica sich diversen haarsträubenden Situationen gegenübersieht, bei denen ihre einzige Alternative darin besteht, einen Bösewicht umzunieten. Das Resultat des Ganzen ist ein Film, der ein wenig so strukturiert ist wie ein herkömmlicher B-Movie. --Tom Keogh

Produktbeschreibungen

"Warum halten sie mich nicht auf?", fragt sich Erica Bain. Die beliebte New Yorker Radiomoderatorin musste mit ansehen, wie ihr Verlobter bei einem brutalen Überfall ums Leben kam - sie selbst wurde schwer verletzt. Nun entdeckt sie die Fremde in sich und streift bewaffnet durch die nächtliche Stadt: Der in ihr tobende seelische Konflikt findet ein Ventil

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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von jury HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Blu-ray
Inzwischen kann jedem von uns jederzeit dasselbe widerfahren wie der Erica Bain des Films - ihr wurde in wenigen Minuten fast alles genommen: der Geliebte, das Gefühl relativer Sicherheit, das Selbstbewusstsein, die Lebensfreude, die Gesundheit und - zumindest in dem aufwühlenden Film "The Brave One", den der irische Filmemacher Neil Jordan 2007 inzenierte, "nur" fast - das Leben.

Das ist leider längst kein US-Problem mehr - über 100.000 Fälle "schwerer und gefährlicher Körperverletzung" jährlich in Deutschland sprechen eine beredte Sprache - und auch bei uns landet nur jeder zehnte junge Gewalttäter hinter Gittern. Vorgeschützt werden soziale Ambitionen, tatsächlich aber wird der Schutz der Bevölkerung vor Wiederholungstätern den Verwaltungen schlicht zu teuer.

Das ist besonders tragisch und zynisch, weil 4 von 5 Gewalttaten durch Wiederholungstäter begangen wären, die eigentlich - bei normalem Strafmaß - eingesessen hätten. Der Staat spart also auf Kosten der Opfer.

Doch zum Film. Jodie Foster, beim Dreh 2007 spurenlose 45 Jahre alt, spielt die junge, sensible und gefühlvolle Radiomoderatorin Erica Bain. An ihrem Beispiel zeigt der Film in einem sauber konstruierten Lehrstück, wie eskalierende Traumata in einem ganz normalen, friedlichen Menschen sukzessive eine Persönlichkeitsveränderung bewirken. Erica Bain wird dreimal in verschiedenen Situtationen lebensbedrohlich von Gewalttätern angegriffen:

Beim ersten Mal gerät sie in einen unfassbaren Albtraum, als sie mit ihrem Verlobten abends den Hund im Central Park ausführt: Drei bis unter den Scheitel vollgedröhnte "junge Erwachsene", unzählige Male wegen Gewalttaten vor Gericht gestanden, aber nie nachhaltig weggesperrt, gönnen sich mal wieder ihr Lieblingsritual: Menschen in gnadenloser Unmenschlichkeit lustvoll zu verníchten.

Nach unfassbaren Qualen wird Erica, körperlich angeblich instandgesetzt, aber seelisch ein Wrack, aus der Klinik entlassen. Doch sie besteht nur noch aus Angst, wagt es nicht einmal, das Haus zu verlassen. Die Polizei tut, "was sie kann" - natürlich, warum sollte sie sich auch verausgaben, schließlich lassen die Gerichte ja doch jede(n) wieder laufen. Doch bei Erica sitzt die Angst bei jedem Schritt im Nacken, Albträume wechseln sich ab mit schmerzhaften Erinnerungen an ihre vernichtete Liebe. Sie besorgt sich eine Automatik. Doch auch mit der scheinbaren Sicherheit einer Waffe wird sie nicht mehr die, die sie mal war: "Es ist erstaunlich, zu erkennen, dass eine Fremde in dir steckt", wird sie später in ihrer Radioshow bekennen.

Der zweite Fall ereignet sich beim Einkauf. In einem Supermarkt gerät Erica wieder zufällig in ein Inferno brutaler Gewalt. Ein wütender Exgatte schießt seine frühere Frau und Mutter seiner Kinder brutal nieder, weil er kein Besuchsrecht erhielt. Manche Migranten pflegen ihr eigenes Recht. Er bemerkt Erica und will auch die lästige Zeugin erledigen. Er jagt sie durch den Laden. Doch Erika gelingt es, zuerst zu schießen - sie zittert so sehr, dass durch das Regal hindurch auf kürzeste Distanz erst der dritte Schuss trifft.

"Wenn dich die Angst ergreift, erkennst du, dass sie schon immer da gewesen ist". Durch die traumatischen Erlebnisse ist sie praktisch berufsunfähig - dennoch gibt ihr die Sendeleiterin Carol (Mary Steenburgen) eine Chance, und siehe da - das Radio-Publikum suhlt natürlich gerne in Gewalt und schätzt Ericas "Beichtstuhlsendungen".

Doch die dritte Katastrophe naht bereits: Ein weiterer Horror wartet in der U-Bahn auf Erica. Zwei schwarze Brutalos halten ihr ein Kampfmesser an den Hals und fragen einfühlsam: "Bläst du mir einen zu Radiohead? Schon mal von nem Messer gefíckt worden?" Dieses Mal trifft Erica sofort. Doch obwohl sie objektiv nicht die mindeste Wahl hatte, macht sie sich hinterher doch noch traumtänzerische Vorwürfe: "Hätte es nicht gereicht, wenn ich die Pistole gezeigt hätte?"

Bald danach trifft sie Detektiv Mercer wieder - am sogenannten "Tatort". Für die Polizei sind ja auch dann alle Täter "Opfer", wenn jemand sein Leben verteidigt hat. Erica bittet ihn um ein Interview.

Beim Interview vertraut er ihr sein "Trauma" an: Mr. Murrow. Ein Wirtschaftsgangster, der - die Gattin mitgerechnet - mindestens vier Menschen auf brutalste Weise umgebracht hat. Nun fürchtet er demnächst die Stieftochter des Gangsters genauso vorzufinden: mit Sekundenkleber am Tisch fixiert und mit Schnellzement im Rachen. "Und Sie können nichts tun?", fragt Erica. "Nichts Legales jedenfalls", antwortet Mercer spontan. Und doch weigert er sich immer noch, "dieses Ars*hloch da" und den Schützen aus der U-Bahn differenziert zu sehen: "Beide haben gemordet". In professioneller Verdrängung erwägt er nicht einmal eine mögliche Notwehrsituation.

Erica aber hatte sich durch ihre Erfahrungen vom hilflosen zum wehrhaften Opfer entwickelt. Sie hat sich verändert. Sie hat gelernt, dass sie nicht zum Opfer werden muss, wenn sie sich wirksam verteidigt.

Nun vollzieht sie die Entwicklung noch einen entscheidenden Schritt weiter, nämlich vom Selbstschutz zur Rettung anderer. In dieser Mission sucht sie auch neuen Halt für ihr zerstörtes Leben: "Dieses Wesen, diese Fremde ist alles, was du jetzt noch bist." Sie durchstreift nachts die Stadt. "Ich finde Orte und Dinge, von denen ich nicht mal gewusst habe, dass sie existieren." Doch sie agiert nicht unbemerkt; bei Detektiv Mercer keimt bereits ein Verdacht. Bald triften mit unwiderstehlicher Kraft die Wege Mercers und Erica Bains auf den Punkt zusammen, wo sich die Mörder von Ericas Verlobten aufhalten...

Jodie Foster gelingt es in einer Brillanz und einer klassischen Konsequenz, die an Brecht oder Böll erinnert, die Entwicklung der Erica Bain vom hilflosen Opfer bis zur Rächerin, "die Gott spielt", absolut logisch und glaubwürdig aufzuzeigen. Wie auch der Zuschauer wird ihr Gegenpart, der Detektiv, der lange seine Wertvollstellung auf Vorschriften und Wegsehen aufgebaut hat, durch die Logik der Ereignisse geradezu gezwungen, die Realität zur Kenntnis zu nehmen. Den Höhepunkt der Dialektik bildet die bitterbös-sarkastische Frage Ericas an Mercer, als sie einem vielfachen Mörder gegenüberstehen:

"Und was wollen sie tun, Mercer? Wollen sie ihn verhaften?"

Beiden ist natürlich bewusst, dass eine Verhaftung nichts ändern wird, dass der Kette von Opfer eines Maniac lediglich eine neue Reihe von Opfern folgen wird. Vor allem aber: dass man selbst Schuld auf sich lädt, wenn man dem ein Ende hätte machen können.

Dialektik bestimmt auch den inneren Umgang Ericas mit ihrem Trauma, ihrer Notwehr, ihrer Selbstjustiz. Grandios gelang die Umsetzung der Meinungsvielfalt über die Radiomoderation, bei welcher Anrufer das Spektrum der Meinungen darstellten, unter welchen Erica keine fand, der sie sich anschließen mochte.

Dass eine Frau, die sich wehrt, und das auch noch erfolgreich, von einem Teil des Publikums erbittert angegriffen wird, während unbeanstandet zuhauf durchgeknallte Rambos in mehr oder weniger miesen Streifen ganze Ortsteile samt Bewohnern in Trümmer legen, ist charakteristisch für die immer noch verbreitet atavistischen Rollenvorstellungen einer zurückgebliebenen Mehrheit - eine merkwürdige Einfärbung der Sichtweise, die offenbar maßgeblich davon abhängt, ob eine Frau oder ein Mann Gewalt anwendet, ob das aus Rache oder aus Notwehr geschieht, ob angemessen kühl oder im Stile eines rot sehenden Stiers gehandelt wird.

Auf die absolut nachvollziehbare Entwicklung der Erica wurde oben hingewiesen. Alle drei oben geschilderten Fälle waren geradezu musterhafte Notwehrsituationen. Allerdings neigt unsere Gesellschaft mehr und mehr dazu, Opfer, die sich wehren, als "Spaßverderber" hinzustellen.

Möge es jeden, der das auch so sieht, beim nächsten Mal bitte selbst erwischen! Denn herausragende Schuld an der untragbaren Situation auf den Straßen trägt ja gerade der angeblich sozial motivierte Tätersympathisanten-Hintergrund von den Gerichten bis zu den Medien - überwiegend wohl Menschen, die sich abseits des Geschehens mit Limousinen zwischen "Gated Areas", bewachten Nobelvierteln und "Sicherheitszonen" bewegen; Sozial-Snobs, die sich selbst ungefährdet sehen und denen daher die Sorgen und Ängste normaler Menschen auf der Straße am tiefen Rücken vorbeigehen.

Endlich sieht man auch mal einen Film über das Thema Gewalt, dessen Abschluss nicht enttäuscht, sondern befriedigt, weil er mutig genug ist, die angesichts eines völlig desinteressierten und hilflosen Staats einzig bleibende Alternative aufzuzeigen. Denn dem "Staat" und seinen nur noch an Selbstbedienung interessierten "Dienern" muss endlich nachdrücklich die Frage vorgehalten werden, womit er seinen Anspruch auf ein "Gewaltmonopol" eigentlich überhaupt noch begründen will? Denn es gelingt ihm ja offenbar nicht einmal mehr, ein Mindestmaß an Sicherheit für seine Bürger zu gewährleisten. Im Gegenteil - er nimmt eine Unzahl von Opfern billigend in Kauf, wie eingangs dargelegt wurde. Das betraf Erica Bain ebenso wie Katharina Blum. Das gilt vor allem aber auch für jeden von uns.

Im ungeschnittenen Original 122 Minuten, Format 2. Lesen Sie weiter... ›
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63 von 79 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Erica Bain (Jodie Foster) liebt die Straßen von New York und sie lebt von ihnen. Als Moderatorin der Radiosendung Street Walk streift sie mit Mikrofon und Aufnahmegerät durch die Straßen der '- statistisch gesehen - sichersten Stadt der Welt und teilt mit ihren Hörern die Storys und den Rhythmus dieser Stadt. Eines Abends, als sie mit ihrem Verlobten David Kirmani (Naveen Andrews) und ihrem Hund Curtis im Central Park spazieren geht, wirft sie schlagartig ein traumatisches Erlebnis aus der Bahn: Sie werden überfallen und brutal zusammengeschlagen.

3 Wochen später erwacht Erica, die nur knapp mit dem Leben davon kam, aus dem Koma und erfährt, daß David den Überfall nicht überlebt hat. Körperlich wird Erica zwar wieder gesund, aber der traumatische Verlust Davids und die ständige Angst, die sie seitdem verfolgt, läßt sie seelisch nicht los. Die Straßen der Stadt, die sie einst so liebte, erscheinen ihr nun bedrohlich, gar fremd und sie traut sich kaum aus ihrer Wohnung.

Als sie die lähmende Angst nicht mehr erträgt, die Erfolge bei der Polizei auch ausbleiben und sie sich von ihr sogar im Stich gelassen fühlt, faßt sie einen Entschluß und besorgt sich illegal eine Schußwaffe. Mit ihr will sie sich selbst schützen und sie soll ihr das Gefühl von Sicherheit zurückgeben. Als sie darauf in einem kleinen Supermarkt etwas einkauft, wird sie Zeugin, wie in diesem ein Mord geschieht. Aus Notwehr erschießt sie den Täter. Als sie in der U-Bahn von zwei Typen mit einem Messer bedroht wird, handelt sie ebenfalls in Notwehr und erschießt sie. Ihre panische Angst weicht und Erica beginnt sich zu verändern. Eine Fremde in ihr macht sich breit, die nun regelrecht die Gefahr sucht um ihre Peiniger aufzuspüren, damit sie Rache üben kann.

Derweil untersucht NYPD-Detective Sean Mercer (Terrence Howard) einen Fall, der ihm persönlich nahe geht. Als immer mehr Schlagzeilen über einen anonymen Rächer kommen, werden Mercer und sein Partner (Nicky Katt) auf die Fälle angesetzt. Die Indizien führen ihn aber nicht zu einem gewissenlosen Killer, sondern zu einer traumatisierten Frau. Dazwischen kreuzen sich die Wege von Erica und Mercer beruflich und es entwickelt sich zaghaft eine Freundschaft. Während für sie die psychische Belastung immer größer wird und beginnt an ihren Taten moralisch zu zweifeln, führt die Spur Mercer immer mehr zu Erica...

Die Fremde in dir ist wahrlich keine leichte Kost. Der Zuschauer sitzt 122 Minuten lang stets mit einem ambivalenten Gefühl im Bauch da, das auch nach Verlassen des Kinosaals anhält. Man befindet sich in dem moralischen Dilemma, ob man Selbstjustiz rechtfertigen bzw. gutheißen kann, weil doch irgendwie die Protagonistin die Sympathie auf sich zieht. Man sieht und spürt, daß ihr Rachefeldzug eher einer zwanghaften Handlung als einem persönlichen Genuß folgt. Dieser Zwiespalt, in dem sich die Protagonistin befindet, wird jedoch nicht zum Anlaß genommen, die Fragwürdigkeit in ihren Taten aufzuwerfen, sondern ordnet sich ganz der Funktionalität eines spannenden Thrillers unter. Der Film bietet also viel Stoff, um danach auf ein Glas Bier darüber zu diskutieren.

Jodie Foster verkörpert Erica Bain intensiv, faszinierend und hervorragend. Erneut liefert sie eine brilliante Vorstellung ab. Ängstlich, zerrissen, erschöpft, zweifelnd, wütend und mit weiteren Facetten einer an Leib und Seele tief verwundeten Frau nimmt man ihr die Rolle in jeder Minute des Filmes ab. Regisseur Neil Jordan inszenierte den Film spannend bis zur letzten Minute und immer zur Stimmung passenden Bildern. Als Beispiel die Szenen, in denen Erica Angst hat das Haus zu verlassen und das düstere Bild mit der schrägen Kamera diese einfangen. Oder die blitzartigen Flashbacks des Überfalls, die nicht nur Erica quälen, sondern auch dem Zuschauer ebenfalls erneut -' aufgrund der gewalttätigen Szene '- einen Stich in die Magengrube setzen.

Die Fremde in dir ist ein wirklich sehenswerter Thriller, der weniger auf Action setzt (aber ein paar harte Gewaltszenen enthält), sondern die Psyche der (Haupt-)Protagonisten beleuchtet. Foster und Howard tragen diesen Film, der einen mit gemischten Gefühlen zurück läßt. Es ist ein sehr nachdenklich stimmender Film. Wenn man so im Dunkeln nach Hause geht fragt man sich schon, ob man genauso wie Erica reagieren würde, wenn einem das Gleiche passiert. Ich für mich konnte keine eindeutige Antwort finden.
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16 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Erica Bain (Jodie Foster) arbeitet in New York als Radiomoderatorin und ist verlobt mit einem Arzt, den sie so schnell wie möglich heiraten will. Eines Abends, als beide mit ihrem Hund unterwegs sind, werden sie in einem Park überfallen und brutal zusammengeschlagen. Wochen danach erwacht Erica aus dem Koma und muss erfahren, dass ihr zukünftiger Mann den Überfall nicht überlebt hat. Zur Trauer kommt nun für sie in der folgenden Zeit noch die Angst vor Welt "da draußen" hinzu, sie traut sich kaum noch aus ihrer Wohnung. Dies führt schließlich dazu, dass in ihr der Entschluss reift, nur eine Waffe könne ihr noch genügend Sicherheit geben. In der darauf folgenden Zeit bekommt sie genug Möglichkeiten, von dieser Gebrauch zu machen, sei es nun tatsächlich aus Selbstverteidigung oder aus purer Rache.

Obwohl ich mir den Film ohne große Erwartungen angeschaut habe, hat er mich alles andere als kalt gelassen. Das Thema "Selbstjustiz" wird hier von einer ganz anderen Seite beleuchtet als beispielsweise in eher reißerischen Filmen wie "Death Sentence". Die Wandlung der Erica Bain vom hilflosen Opfer zur Täterin kommt sehr realistisch rüber (übrigens im Gegensatz zur Anzahl ihrer Opfer innerhalb weniger Tage), ebenso kommt man als Zuschauer ins Grübeln, man versucht sich in die Opferrolle hineinzuversetzen. Jeder kann sich selbst die Frage beantworten, inwieweit durch ein solches Ereignis tatsächlicher ein bestimmter Teil der Persönlichkeit zerstört wird und durch einen vollkommen neuen und fremden ersetzt wird.
Leider ist das Ende nicht besonders realistisch geraten, nicht etwa deshalb, weil das Verhalten nicht menschlich zu verstehen wäre, sondern einfach aus dem Grund, weil es wohl schlichtweg nur darum geht, den Geschmack der Zuschauer zu treffen. Das ändert jedoch absolut nichts am Fazit: definitiv einer der Kinohöhepunkte des Jahres 2007!
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Vor 10 Monaten von Wutz veröffentlicht
asolut jodie Foster in Ihrem Element .......super
Habe mir den Film gestern mit ein Paar Freunden angeschaut.
Der Film war einfach nur Klasse.
Ich kenne sowieso kein Film mit Jodie Foster der nicht gut ist. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von shanti-priya veröffentlicht
Ist das Verüben von Selbstjustiz richtig? Manchmal schon.
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Der Fremde in Dir
Zu Jodie gibt es eigentlich nicht mehr viel zu sagen. Wie immer einfach gut.
Auch wie immer gut - die Kaufabwicklung bei AMAZON!
Veröffentlicht am 23. April 2010 von M. Grosse
BOOM, baby:-()
FACE OFF/ DIE FREMDE IN DIR ist der perfekte Kinofilm.

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Veröffentlicht am 3. April 2010 von Platinum
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