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Die Freiheit, den Mund aufzumachen: Achtundvierzig Gedichte Taschenbuch – 1. August 2001


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 68 Seiten
  • Verlag: Wagenbach (1. August 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3803124115
  • ISBN-13: 978-3803124111
  • Größe und/oder Gewicht: 12,1 x 1,2 x 19,1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 207.482 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Erich Frieds Gedichte lehren uns, daß es aber auch kein Glück gibt, was nicht mit wenigstens einem Tropfen anarchistischen Öls gesalbt ist, daß die Poesie das reguläre Medium des irregulären Lebenssinns und Liebe seine schönste Probe auf ihr verführerisches Exempel bleiben wird.« (Gert Ueding, Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Für Erich Fried war Schreiben gegen Unrecht und Lüge ein Lebensinhalt. (Michael Bauer, Die Welt)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Erich Fried, geboren 1921 in Wien, floh 1938 nach London, wo er bis zu seinem Tod 1988 lebte. Wegen seines Gedichtbands »und Vietnam und« (1966) zunächst heftig umstritten, wurde er spätestens mit den »Liebesgedichten« (1979) zum meistgelesenen deutschsprachigen Lyriker seit Bertolt Brecht. Ausgezeichnet mit vielen Literaturpreisen und gewürdigt als ›idealer Übersetzer‹ Shakespeares.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Timo Brandt TOP 500 REZENSENT am 28. März 2011
Format: Taschenbuch
"Ich beneide die mit der großen Sprache
die reden von den Leuten
als ob es die Leute gäbe
sie reden vom Vaterland
als ob es ein Vaterland gäbe
und von Liebe und von Tapferkeit und von Feigheit
als gäbe es alle drei
Tapferkeit Feigheit Liebe
und sie reden vom Schicksal
als gäbe es ein Schicksal

Und ich bestaune die mit der scharfen Sprache
die reden von den Leuten
als ob es sie gar nicht gäbe
und vom Vaterland
als ob es kein Vaterland gäbe
und von Liebe und von Tapferkeit und von Feigheit
als wäre es klar
dass es das alles nicht gibt
und sie reden vom Schicksal
als gäbe es kein Schicksal

Und manchmal weiß ich nicht
wen ich beneide und wen ich bestaune
als gäbe es nur Staunen und keinen Neid
oder als gäbe es nur Neid und kein Staunen
als gäbe es nur Größe aber nicht Schärfe
oder als gäbe es nur Schärfe und keine Größe
und ich weiß dann nicht ob es
etwas gibt wie Reden und Wissen
oder wie Geben und mich
nur dass es so nicht geht"

Diese Reflexion über die - immer noch allgegenwärtige - Debatte über die Tragfähigkeit der Literatur, schrieb Fried in den frühen siebziger Jahren zwischen 70-72. 1972 erschien dann der Band "Die Freiheit den Mund aufzumachen". Es setzt teilweise die Art des Bandes Unter Nebenfeinden fort, jedoch spürt man wieder die aufkommende Auflehnung und Kraft in Frieds Versen, die im Vorband eher in der Hoffungslosigkeit von Abgründen gebadet worden war.
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
48 Gedichte von Erich Fried in denen er sich die Freiheit nimmt, den Mund aufzumachen und uns seine Leser anregt, nicht länger zu schweigen, zu verschweigen.
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