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Die Frauen: Roman [Taschenbuch]

T. C. Boyle , Kathrin Razum , Dirk van Gunsteren
3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (34 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. November 2010

Er ist genial, exzentrisch und der berühmteste Architekt der USA – wenn nicht gar der Welt: Mit der überlebensgroßen Figur Frank Lloyd Wright porträtiert T.C. Boyle einen weiteren mythischen Amerikaner. Mitten in der Prärie hat Wright sich einen Traum verwirklicht: das Anwesen Taliesin. Hier lebt und arbeitet er mit seinen treuen Schülern und seinen geliebten Frauen, die erbitterte Kämpfe gegen ihre Nebenbuhlerinnen und gegen die bigotte US-amerikanische Gesellschaft führen: die aparte Tänzerin aus Montenegro, die exaltierte Morphinistin und – natürlich – Mrs Wright. Boyles Geschichte des großartigen Egomanen ist zugleich eine Kritik an der Prüderie der Amerikaner in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 560 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. November 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423139277
  • ISBN-13: 978-3423139274
  • Originaltitel: The Women
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (34 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 18.742 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Tadashi Sato ist enttäuscht. In einem acht Jahre alten Stutz ist der junge Japaner zum Anwesen des weltberühmten amerikanischen Architekten Frank Lloyd Wright gefahren, um dort von seinem Vorbild gegen Bezahlung in die Geheimnisse des ästhetischen Hausbaus eingewiesen zu werden – um muss erst einmal zum Kohlschneiden, Maisblättern und Kartoffelschälen in die Küche. Überhaupt ist sein Idol ganz anders, als er es sich erträumt hat: geizig ist er, egoistisch, mit allerlei Allüren. Aber: ist er das wirklich, oder; ist er vielmehr nicht gerade alles? Hat er einfach alle Facetten zwischen Genie und Biedermann?

In Die Frauen stürzt der US-amerikanische Autor T.C. Boyle, der in Santa Barbara gemeinsam mit seiner Frau und seinen drei Kindern selbst ein Wright-Haus bewohnt, ein weiteres Mal eine Ikone der US-Kulturgeschichte vom Sockel. In Dr. Sex hatte es den als voyeuristisch und paranoid geschilderten Sexualforscher Alfred Kinsey getroffen, in Willkommen in Welville wurde der Gesundheits- und Zerealienfanatiker John Harvey Kellogg (einem Miterfinder der Cornflakes) aufs Korn genommen.

In Die Frauen wird Wrights Leben aus der Sicht Tadashi Sato geschildert, vor allem aber aus der Perspektive jener drei Ehefrauen, die im Leben des Architekten eine herausragende Rolle spielten. Dabei nähert sich Boyle seinem Opfer und dessen skurrilen Eigenheiten einmal mehr durchaus mit Sympathie, zeichnet den emotionalen Bogen beim Leser über Verwunderung bis hin zu strikter Ablehnung: dem genialen Schachzug geschuldet, dass ja auch die Frauen Wright mit Liebe, aber auch Hass gegenüber gestanden haben.

Seit jeher gilt Boyle als Enfant terrible und Punk-Autor des Literaturbetriebs. Dabei schreibt er eine gemessene, geschliffene, fast schon klassische Prosa, die in ihrer Architektur – zumindest in der großartigen Übersetzung durch Kathrin Razum und Dirk van Gunsteren – in vielen Aspekten an die Texte Thomas Manns erinnert. Die Frauen ist da nicht anders. Großartige Literatur, unterhaltsam auf höchstem Niveau. -- Stefan Kellerer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

»Boyles Geschichte des großartigen Egomanen ist zugleich eine Kritik an der Prüderie der Amerikaner in der ersten Hälfte des 2. Jahrhunderts.«
NITRO - Unabhängiges Magazin für Medien 03/2011


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lesenswert 7. Oktober 2009
Von MMMichael
Format:Gebundene Ausgabe
'Was? Ein Buch über Frank Lloyd Wright, geschrieben von jemandem, der in einem von Wright gebauten Haus lebt? Her damit!' - dachte ich mir und musste feststellen, dass der Meister selbst nur die Klammer ist, die den Roman zusammenhält.
Es dreht sich zwar alles um ihn, den von Geldnot und innerem Zwang getriebenen, genialen Architekten, aber hier ist er sozusagen nur die Bühne für die Frauen, die sich an seiner Seite ablösten.

Das allerdings ist gut gemacht. Die vier Kapitel (jedes einer seiner vier Frauen gewidmet) sind so unterschiedlich geschrieben, dass die Lektüre Spaß macht. Der Leser erlebt F. L. Wright, dessen Projekte und die immer komplizierten Umstände der jeweiligen Beziehung aus Sicht der aktuellen Frau. Besonders Maude, die schillerndste, exaltierteste in dieser Riege ist interessant. Sie ist wohl der Alptraum jedes Mannes, hysterisch und irrational, trotzdem haben ihre Handlungen, so wie Boyle sie erzählt, eine innere Logik.

Die größte Katastrophe in Wrights Leben, die zeitlich eher am Beginn der beschriebenen Epoche liegt (erste Hälfte des 20. Jh.), wird ab und zu angedeutet, doch erst am Ende des Buches beschrieben. Das hält die Spannung aufrecht.

"Die Frauen" ist ein originelles, interessantes und unterhaltsames Buch. Für meinen Geschmack hat es einige Längen; ein paar Seiten weniger wären mehr gewesen, deshalb nur 4 Punkte.
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64 von 73 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gut durchdacht, aber spannungsarm 22. Februar 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Mit seinem Roman "Die Frauen" widmet sich T.C. Boyle dem Leben des US-amerikanischen Star-Architekten Frank Lloyd Wright (1867 - 1959) im Zeitraum von 1909 bis zu Beginn des 2. Weltkriegs.

Wright war nicht nur ein begnadeter Architekt, sondern auch eine Person des öffentlichen Lebens, die sich aufgrund ihres "unmoralischen Lebenswandels" immer wieder in die Schlagzeilen brachte. Als "unmoralisch" ist zu verstehen, dass Wright dreimal verheiratet war und auch während seiner Ehen Beziehungen zu anderen Frauen unterhielt.

T.C. Boyle schildert in seinem Roman drei dieser Beziehungen/Ehen, wobei es jeweils darum geht, wie sie entstehen, wie die Reaktion der jeweiligen (noch-)Ehefrau ist, wie die Presse (und die öffentliche Meinung) darauf reagiert, wie sie sich entwickeln und wie sie enden.

Was mir an "Die Frauen" gefällt:

* Die Erzählperspektive.
Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht eines (fiktiven) japanischen Architekten, der in den dreißiger Jahren mehrere Jahre als Schüler bei Wright lebte, lernte und arbeitete und trotz der vielen charakterlichen Schwächen Wrights auch im hohen Alter noch loyal gegenüber seinem ehemaligen Meister ist.

* Die gut durchdachte Struktur.
Der Roman ist klar in drei Teile gegliedert. Jeder Teil widmet sich einer "Beziehung", wobei chronologisch rückwärts erzählt wird. Begonnen wird also mit der dritten Ehefrau, der montenegrinischen Olga und dem Drama der Scheidung von der zweiten Ehefrau Miriam, einer morphiumsüchtigen Psychopatin. Im zweiten Teil wird geschildert, wie Wright eben diese Miriam kennen lernt und wie sich die Beziehung entwickelt. Der letzte Teil beginnt mit der Trennung von seiner ersten Ehefrau Kitty, die er nach zwanzig Ehejahren und sechs gemeinsamen Kindern verlässt, um "in wilder Ehe" mit seiner Geliebten Mamah zusammenzuleben, bis diese auf äußerst tragische Weise ihren Tod findet.

Jeder dieser Teile hat eine Einleitung, in der gewissermaßen als Rahmenhandlung der japanische Architekt seine eigene Zeit gemeinsam mit Wright erzählt. Diese Gliederung empfinde ich als sehr gekonnt und gut gelungen.

* Die Darstellung des prüden Amerikas zu Beginn in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Obwohl es damals weder Fernsehen, noch Internet gab, brachte es Wright immer wieder zu Schlagzeilen - allein weil er es als "Promi" wagte, mit anderen Frauen als seinen jeweiligen Ehefrauen zusammenzuleben.

Was mir an "Die Frauen" nicht gefällt:

* Die unsympathischen Charaktere.
Star-Architekt Wright wird als eitler, von sich selbst vollkommen eingenommener Mensch, der ständig über seine Verhältnisse lebt und selten seine Schulden zurückzahlt, dargestellt. Er kann gut reden und sich selbst darstellen, ist aber ein Ausbeuter mit bigotten Moralvorstellungen. Auch seine Frauen bleiben mir letztlich unsympathisch. Die erste ist eine Zicke, weil sie nicht in die Scheidung einwilligt. Die zweite lässt ihre beiden Kinder in einer "Nacht-und-Nebel-Aktion" zurück, nur um mit ihrem geliebten Architekten zu leben. Die dritte ist einfach nur unmöglich und die vierte vollkommen farblos.

* Die fehlende Identifikation mit den Protagonisten.
Ein ganz wichtiges Kriterium für einen guten Roman ist aus meiner Sicht, dass ich mich in die Figuren hineinversetzen und somit ihr Denken und Handeln nachvollziehen kann. Das ist bei "Die Frauen" weitestgehend nicht der Fall. Nur der neu eingestellte Butler, der das Massaker, bei dem auch die Geliebte Mamah umkommt, verursacht, ist wirklich gut dargestellt.

* Flacher Spannungsbogen.
Dieser ergibt sich fast zwangsläufig aus den unsympathischen Protagonisten, in die ich mich nicht hineinversetzen kann. Denn wenn mich Menschen nicht interessieren, lassen mich auch deren Geschichten eher kalt. Aufgrund der gelungen Struktur und auch der spöttischen Erzählweise gelingt es T.C. Boyle dennoch, seinen Roman so interessant zu gestalten, dass die Spannung, gerade im dritten Teil, deutlich steigt und in einem echten Show-down gipfelt.

Fazit: "Die Frauen" ist ein interessanter, ordentlich gemachter Roman, bei dem der Funke für mich jedoch nicht übergesprungen ist.

Die Frauen
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23 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen der schlechteste Boyle 15. November 2010
Von Dennis N.
Format:Taschenbuch
Tja, lange drauf gefreut, schwer enttäuscht worden...das Buch ist gleichermaßen langatmig wie handlungsarm. Wo sind die hervorragend kontrastierten Gegensätze wie in América oder Der Samurai von savannah? Ein großartiger Handlugsaufbau wie in Worlds End oder interessante Nebenschauplätze wie in Willkommen in wellville? Nix. Die Handlung schleppt sich drei todlangweilige Abschnitte lang durch verschiedenen Beziehungen zu Frank Lloyd Wrights Frauen und somit auch durch Phasen seines Lebens. Weitere Handlung besteht im Grunde nicht. Es werden lediglich die Frauen und ihre Liebe bzw ihre Abneigung gegen Frank dargestellt, gern auch wechselhaft. Zwischendurch immer mal langweilige Abschnitte über seine Heimat Taliesin oder einzelne architektonische Entwürfe. Das einzig einigermaßen abwechsungsreiche stellen die Vorworte der einzelnen Abschnitte durch FLWs japanischen Schüler dar, wobei selbst diese nicht an gewohnte Meisterwerke Boyles heranreichen. Das ist ziemlich arm und ich hätte nicht gedacht, dass das passieren könnte, aber dieses Werk ist tatsächlich noch schwerfällifer als das merkwürdige Ein Freund der Erde. Wer noch keine Erfahrung mit TC machen konnte, dem seien zu Anfang der Rezension erwähnte Werke ans Herz gelegt, von diesem hier sei jedoch definitiv abzuraten.
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Die neuesten Kundenrezensionen
4.0 von 5 Sternen Die Frauen
Die Geschichte ist interessant und gut geschrieben. Ein Buch was man auch zum zweiten Mal lesen kann. Mir hat es gefallen
Vor 4 Monaten von Anna Maria Esser veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Lahm und langweilig
Was in hat sich der liebe Herr Boyle bei dem Buch gedacht? Ich habe sehr viele seiner Bücher gelesen, aber das hier ist reine Zeitverschwendung.
Vor 6 Monaten von Zoe veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Nicht lesen, HÖREN!
Ich habe das Buch nicht gelesen, sondern mir von Ulrich Matthes vorlesen lassen. Dieser geniale Schauspieler versteht es, auch einem (wie manche sagen) "spannungsarmen" Buch eine... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von SiBu veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Langatmig , handlungsarm und geschwätzig
Wer sie noch nicht kennt, sollte sich von diesem Roman nicht abschrecken lassen und Boyles große Romane wie Wassermusik,World's end , America usw. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Jürgen Heil veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Wunderbares Buch
Meine erste Begegnung mit T.C.Boyle und ich hoffe, dass die anderen Rezensenten Recht haben, wenn sie meinen, er hätte noch Besseres geschrieben, dann freue ich mich... Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von Johanna veröffentlicht
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Beinahe hätte ich aufgrund der Rezensionen hier, das Buch nicht gelesen.
Zum Glück habe ich auf eine Bekannte gehört. So habe ich ein neues Lieblingsbuch. Lesen Sie weiter...
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Zwei seiner typischen Merkmale bringt T.C. Boyle in diesem Roman von 2009 zusammen:
- teils fiktive Biographie eines wohlhabenden Exzentrikers, den es tatsächlich gab,... Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von h.n. veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Wright und die Frauen
Auf den Inhalt wurde schon eingegangen - das Leben des Architekten Wright wird chronologisch rückwärts aus der Sicht dreier Frauen erzählt. Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von Buchverschlinger veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Was soll das überhaupt?
Das Buch ist eine Enttäuschung. Man fragt sich irgendwann, bei viel Geduld nach 100 Seiten: was soll das alles? Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. April 2011 von Peter Neppl
2.0 von 5 Sternen Eine Enttäuschung
Nein, das war wohl nicht so souverän wie andere Titel von T.C.Boyle.

Die Handlung war mir zu eintönig, leider ging es um drei, respektive vier Frauen, die... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. März 2011 von Lukas M. Schaub
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