Wer für Bücher von Maeve Binchy und Rosamunde Pilcher schwärmt, kommt bei dem Roman "Die Frauen von Kilcarrion" voll auf seine Kosten. Der Roman ist Unterhaltung pur im besten Sinne. Die Handlung pendelt zwischen Hongkong im Jahre 1952 und Irland in der Gegenwart. Kate, die in Beziehungsstress mit ihrem derzeitigen Lover lebt, schickt ihre Tochter Sabine nach Kilcarrion zu ihren alten Eltern. Sabine, aus der Metropole London kommend, fällt es sehr schwer, sich auf dem herunter-
gekommenen Hof der Großeltern einzuleben. Der Großvater ist schwer krank und die Großmutter ist mehr an ihren Pferden interessiert als an ihrer Enkelin. Beim Stöbern im Haus findet Sabine ein Fotoalbum mit dem Bild ihrer Mutter Kate, das diese zusammen mit einem kleinen chinesichen Jungen zeigt. Anhand dieses Bildes erzählt Großmutter Joy aus ihrem Leben in Hongkong und über Dinge, die sie ihr Leben lang verschwiegen hat. Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten.
Das Buch liest sich flüssig, zeichnet sich durch Humor, eine modernen Sprachführung und realistische Figuren aus. Es ist ein Buch für die Seele, gleitet aber nicht in Herz-Schmerz-Tragik ab.
Wer eine schöne Urlaubslektüre sucht, ist hier bestens aufgehoben.