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Die Frauen des Hauses Wu
 
 
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Die Frauen des Hauses Wu [Taschenbuch]

Pearl S Buck
4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 287 Seiten
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 34., Aufl. (1. Februar 1990)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596283876
  • ISBN-13: 978-3596283873
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 157.545 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Das Jahr100 der großen Unterhaltungsliteratur »Die Liebe allein hat ihre schlafende Seele erweckt und sie unsterblich gemacht.« 1948 schrieb sich Pearl S. Buck mit dieser einmalig schönen chinesischen Liebesgeschichte weltweit in die Herzen ihrer Leserinnen und Leser. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Autorenportrait

Pearl S. Buck, am 26. Juni 1892 in West-Virginia in den USA geboren, kam mit ihren Eltern im Alter von drei Monaten nach China, wo ihr Vater als Missionar tätig war. Dort verbrachte sie vierzig Jahre ihres Lebens, nur unterbrochen durch ihre Studienzeit in England. Mit ihren großen China-Romanen wurde sie weltberühmt und 1938 als erste amerikanische Frau mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Sie starb am 6. März 1973 in Danby in den USA. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Skywalker
Format:Taschenbuch
Die Themen in diesem Buch sind so vielfältig, dass ich glaube, fast jeder Leser wird etwas von sich selbst darin wiedererkennen. Liebe und Ehe, Geburt und Erziehung von Kindern, Freundschaft, Religion, Politik, seelische Entwicklung, die Diskrepanz zwischen verschiedenen Generationen und Kulturen während der 30er und 40er Jahre...

Zentral die Figur der Familienmutter Ailien (Madame Wu), die nach vierundzwanzig Jahren Ehe beschließt, ihrem Gatten eine zweite Frau zu geben, damit sie endlich frei sein und Zeit für sich selbst haben kann. Sie verlässt ihre Heimatstadt zwar nie, lernt aber, in ihren Gedanken und mit ihrer Seele um die Welt zu reisen. Ihr Lehrer dabei ist Bruder André, ein europäischer Priester, der die Weisheit und Abgeklärtheit besitzt, nach denen sie sich so sehnt. Wunderschön die Beschreibung des Hauses und der Lebensart einer vornehmen chinesischen Familie; auffallend schön und zum Nachdenken anregend auch die Weisheit, die aus ihren Gesprächen mit dem Priester spricht, und aus Ailiens Dialogen mit ihren Schwiegertöchtern, besonders der zweitältesten, Rulan.

Als negativ muss ich bei aller Liebe zu diesem Buch leider zwei Punke erwähnen: Bucks offensichtliche - auch in anderen Büchern auffällige - Abneigung gegen oberflächliche Menschen, die sich gern vergnügen anstatt zu arbeiten, hier veranschaulicht an ihrer Schwiegertochter Linyi; zweitens die allzu rasche Bereitwilligkeit, einen Handlungsstrang zu beenden - die Autorin greift ein paar Mal zu leicht unglaubwürdigen Geschehnissen, um hinter die Schicksale bestimmter Personen quasi einen Punkt zu setzen, z.B. bei Madame Wu's zweitem Sohn Tsemo oder der Konkubine, Chiu'ming.

Ich habe mehrmals gelesen, wie dieses Buch als Trivialliteratur, als oberflächlich oder sogar als pessimistisch beschrieben wurde, und mich gefragt, ob ich wohl das gleiche Buch gelesen hatte. :-) Während z.B. Bucks Die gute Erde" fast zu realistisch war - obwohl es sicher ihr Meisterwerk ist und den Nobelpreis zu recht bekommen hat - ist es frei von jeglichem Idealismus, abgesehen von der Liebe des Hauptdarstellers, eines Bauern, zur Erde. Ganz anders ist Die Frauen des Hauses Wu" inspiriert von der Entdeckung der eigenen, tieferen Gefühle. Als Ailien nach dessen Tod begreift, dass sie Bruder André liebte, entdeckt sie, dass das Gefühl, für das sie immer so wenig Verständnis hatte, der Mittelpunkt ihrer Seele ist, die Grundlage für das Leben, die Schöpfung, für sie selbst. Ailien lernt endlich, sich selbst und ihre Mitmenschen zu lieben, und findet zurück zu ihrer Familie, indem sie deren Mitglieder endlich als Individuen sieht und Verantwortung für sie fühlt, ohne sie kontrollieren zu wollen oder sich von ihren Bedürfnissen überlastet zu fühlen. Erst durch die Liebe wird sie, unerwartet, eine andere und entwickelt sich allmählich zu der wunderbaren Frau, die sie immer sein wollte.
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22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Irgendwann in der Mitte dieses Jahrjunderts ist das Haus Wu die älteste und geehrteste Familie in ihrer Provinz Chinas, und in den Augen eines westlichen Beobachters steckt sie bis zum Hals in Traditionen und Vergangenheit fest.

Aber die Ereignisse werden weniger aus der Sicht eines Europäers als aus der der ersten Dame des Hauses, Ehefrau des derzeitigen Herrn Wu, beschrieben. An ihrem 40sten Geburtstag, der für sie die erste Hälfte ihres Lebens beendet und die zweite einleitet, beginnt sie zielstrebig und entschlossen sich langsam von den Pflichten der Leitung eines großen Haushaltes zu befreien. Der Weg zu dieser Freiheit ist für sie keineswegs die Vernachlässigung ihrer Verantwortungen, sondern deren vollständige Erfüllung: Wenn alle Menschen in ihrem Haushalt vom Ehemann bis zum Diener versorgt, alle Söhne glücklich verheiratet und alle Schwiegertöchter zufrieden sind, wenn niemand sie mehr braucht, will sie endlich frei sein, für sich zu leben.

Der Zauber dieses Buches besteht für mich darin, dass die traditionelle Welt Chinas, die für Ausländer oft unverständlich, verstaubt, hoffnungslos mit Ritualen überladen und vielleicht menschenfeindlich erscheint, hier plötzlich nachvollziehbar wird. Normalerweise schnell verurteilte Sitten wie Polygamie oder arrangierte Heiraten werden aus einer Sicht betrachtet, aus der klar wird, welchen Sinn sie für die Beteiligten haben.

Ganz nebenbei wird mit dem Vorurteil aufgeräumt, daß die traditionellen, zarten chinesischen Frauen grundsätzlich naiv, unselbständig und schwach seien. Hinter all der Eleganz, Ruhe und Sanftheit der Dame Wu liegt eine Intelligenz und Stärke, die die anderen Charaktere leicht an die Wand spielt.

Einziges Manko: Zum Ende hin wird die Geschichte vielleicht etwas zu durchgeistigt und die einleuchtende Botschaft etwas zu deutlich überbracht. Aber bis dahin gaben Schreibstil und Exotik des Buches den Leser sowieso schon fest im Griff. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Dieser Roman führt direkt tief in die Chinesische Geschichte und Mentalität ein. Es ist die Geschichte einer Frau, die an ihrem 40sten Geburtstag beschließt, ihr Leben zu verändern, und merkt, daß es nicht darauf ankommt, es allen Anderen recht zu machen.
Sehr Eindrücklich auch, wie der Krieg und religiöse Fragen in die chinesische Tradition einbezogen werden.
Wenn man ein Buch lesen möchte, in dem es um eine wie auch immer geartete Tradition geht und sich ein erstes Mal für Pearl S. Buck interessiert, ist dieses Buch der beste Einstieg
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