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Die Frauen der Diktatoren
 
 
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Die Frauen der Diktatoren [Gebundene Ausgabe]

Diane Ducret , Elisabeth Liebl
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: Ecowin Verlag; Auflage: 1., Aufl. (18. Februar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3711000207
  • ISBN-13: 978-3711000200
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 15,2 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 76.113 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Die Fernsehjournalistin Diane Ducret hat sich eine Tour de Force quer durch die Jahrhunderte und Kontinente vorgenommen [...]. Das Ergebnis ist dramatisch, lebensprall und oft überraschend. Es liegt nahe, in den einzelnen Beziehungsbiografien der Diktatoren nach gemeinsamen Merkmalen zu suchen. Schließlich geht es in einem traditionellen patriarchalen Koordinatensystem, Länder und Frauen betreffend, stets um Eroberungen. Hier wäre viel Platz fürs Theoretisieren gewesen. Dass die Autorin das bleiben lässt, ist ihr hoch anzurechnen." --FALTER, 29. Februar 2012

Kurzbeschreibung

Ihre Namen sind Inessa, Clara, Nadja, Magda, Felismina, Jiang Qing, Catherine, Elena ... Und Lenin, Mussolini, Stalin, Hitler, Salazar, Mao, Ceausescu, Bokassa.
Ob Prostituierte oder großbürgerliche Intellektuelle, flüchtige Leidenschaft oder Liebe fürs Leben. Sie werden gedemütigt und vergöttert zugleich. Und die Männer kehren immer wieder zu ihnen zurück.
Zu ihren Ehefrauen, politischen Weggefährtinnen, Ratgeberinnen, Bewunderinnen, die ihnen einflüstern und denen eines gemeinsamist: Sie geben dem grausamen, gewalttätigen Tyrannen das Gefühl, schön, charmant und allmächtig zu sein. Und dieser zögert nicht eine Sekunde, sie im Zweifelsfall zu betrügen und zu opfern. Mitunter allerdings herrscht auch die Frau aus dem Schatten des Geliebten heraus. Oder sie folgt ihm bis in den Tod.

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Von timediver® HALL OF FAME REZENSENT TOP 100 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
"Der Beitrag des Mannes zur Geschichte bechränkt sich auf einen Tropfen Samenflüssigkeit."
(Jiang Qing, 1914 - 1991)

Unter seinem französischen Originaltitel "Femmes de dictateur" ist Diane Ducrets Buch bereits im Januar 2011 in den Pariser Editions Perrin erschienen. Im September 2011 folgten Publikationen in spanischer ("Las mujeres de los dictadores"), italienischer ("Le donne dei dittatori") und im Oktober schließlich in niederländischer Sprache ("In bed met een dictator / druk 1: de vrouwen van Hitler, Mussolini, Mao, Lenin, Stalin, Salazar, Bokassa & Ceausescu"). Die am 18. Februar 2012 erschienene deutsche Ausgabe ist daher nicht mit dem - unter dem selben Titel herausgegebenen "Die Frauen der Diktatoren." - Buch von Erich Schaake aus dem Jahre 1983 zu verwechseln.

Diane Ducret beginnt ihr Buch mit einer Auswahl von Liebesbriefen von Verehrerinnen an ihren "Führer", bzw. "Duce". Mit Hitler und Mussolini beschränkt sich diese Zusammenstellung von Liebesbriefen mit zum Teil sehr intimen Inhalts auf zwei der insgesamt acht Diktatoren mit deren Frauen sich das Buch beschäftigt. Sie lässt jedoch bereits erkennen, dass der avisierte weibliche Personenkreis weit über die Person von nur einer Ehefrau, Geliebten, Lebensgefährtin etc. hinausreicht. Ducret zitiert aus einem Zeitungsartikel von Allan Hall in der Daily Mail vom 8. Oktober 2007, wonach Hitler mehr Briefe weiblicher "Fans" erhalten habe, als Mick Jagger und die Beatles zusammen.

Mit der von ihr gewählten Reihenfolge zur Vorstellung der Frauen von Benito Mussolini (1883 - 1945), Wladimir Iljitsch Uljanow "Lenin" (1870 - 1924), Iosseb Bessarionis dse Dschughaschwili "Stalin" (1878 - 1953), António de Oliveira Salazar (1889 - 1970), Jean-Bédel Bokassa (1921 - 1996), Mao Zedong (1893 - 1976), Nicolae Ceaucescu (1918 - 1989) und Adolf Hitler (1889 - 1945) lässt die Autorin keine Systematik erkennen. Weder eine historisch-chronologische oder alphabetische Reihenfolge, noch eine mögliche andere, die sich z. B. an der Anzahl der Ehefrauen und Konkubinen orientiert....

...würde man Letzteres als Parameter für eine Reihenfolge anlegen, würden sich der selbst gekrönte "Kaiser von Zentralafrika" Bokassa I. und der der einstige "Grosse Vorsitzende" sicherlich ein Kopf-an-Kopf rennen liefern. Während sich Salah Eddine Ahmed Bokassa dies mit einer Konversion zum Islam zu rechtfertigen versuchte, konnte sich Mao auf eine revolutionäre Legitimation der freien Liebe berufen. Der Begriff "Liebe" bedarf jedoch gerade bei diesen beiden Zeitgenossen oftmals einer Relativierung, bzw. einer Substitution durch das Wort "Macht". So hat hat Bokassa Frauen die er begehrte - wie seine sechste Ehefrau und spätere Kaiserin Catherine Denguiadé - einfach entführen lassen und deren Eltern mit finanziellen Zuwendungen oder Gewalt eine Zustimmung abgerungen....

...es gibt jedoch auch völlig andere Geschichten, wie die Schwärmerei des erst 16jährigen Hitlers für seine Linzer Schuldkameradin Stefanie Isak, der er sich seine Liebe nicht zu anders zu erklären traut, als mittels eines anonymen Briefes. Auch den Rat seines Freundes August Friedrich Kubizek, tanzen zu lernen, um seiner Angebeteten näher zu kommen, schlägt er in den Wind. Später erkennt er, dass man in der Politik die Unterstützung von Frauen braucht, da einem die Männer von alleine folgen. Seiner Affäre mit Maria "Mitzi" Reiter, folgt das obsessive Verhältnis von "Onkel Alf" zu seiner Nichte Angelika "Geli" Rauba, die 1931 Suizid begeht. Erst danach lernt er sein 23 Jahre jüngeres "Tschapperl" kennen, die schließlich am 30. April 1945 als eine Ehefrau gemeinsam mit ihm der irdischen Gerechtigkeit entfliehen soll. Zwei Tage später sollte ihm auch Magda Goebbels in den Freitod folgen, die "ihrem Idol" auf ganz besondere Weise verbunden war.

Die Motive der vorgestellten Frauen und ihre Gemeinsamkeiten mit ihren Männern sind durchaus unterschiedlich, weisen mitunter die selben oder gar noch schlimmere kleptokratische Züge auf. Elena Ceausescu sammelte Doktortitel, Catherine Bokassa Juwelen und Jiang Qing wollte schlicht Macht. Über sie und auch Magda Goebbels wurde gemunkelt, dass sie sich zeitweise dem horizontalen Gewerbe hingegeben haben. Im Hinblick auf den Macht- und Geltungsdrang und der Verschwendungssucht des Gros der vorgstellten Damen muten Lenins sich Nadja und die beiden Ehefrauen Stalins geradezu bieder und bescheiden an....

....eine achtseitige Fotostrecke dient der Visualisierung der Protagonistinnen eines spannenden historischen Episodenbuches, dem die Autorin am 23. Februar 2012 die Veröffentlichung von "Femmes de dictateur II Dans l'intimité de Saddam Hussein, Khomeiny, Ben Laden, Kim Jong-Il, Milosevic & Castro" folgen lassen wird.

Trotz gegenteiliger Behauptung, ist von den Ehefrauen der acht Diktatoren noch eine am Leben. Die am 7. August 1949 im heutigen Tschad geborene "Kaiserin des einstigen Kaiserreiches Zentralafrika", Catherine Bokassa geb. Denguiadé, lebt nach Jahren ihres Exil im schweizerischen Lausanne wieder in Bangui, der Hauptadt der Zentralafikanischen Republik!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Bettgeschichten und mehr 27. Februar 2012
Von Niclas Grabowski TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Es gibt Lebenssituationen, die holen einfach das schlechteste aus den Menschen heraus. Hat man erst einmal grenzenlose Macht, oder fühlt man sich dieser einfach nur besonders nahe, so ist es schnell vorbei mit der Achtung anderer Menschen, und man ist bereit, sich über Grenzen hinweg zu setzen, die man vorher vielleicht noch nicht einmal gekannt hat. Und so bietet diese Studie über die größten Diktatoren des 20. Jahrhunderts und deren Frauen viele Beispiele für Leben, die auf die eine oder andere Weise aus den Fugen geraten sind. Jiang Qing und Elena Ceausescu mögen dafür die besten Beispiele sein - als Frauen von Mao beziehungsweise von Nicolae Ceausescu wollten sie es ihren Männern gleich tun, wenn es um Machtausübung und damit um die Zerstörung des Lebens von anderen Menschen ging.

Das Gegenbild sind Frauen, die sich - erzwungenermaßen oder freiwillig - eher im Hintergrund hielten. Bei Stalin und Hitler hatten Frauen nichts zu melden, möglicherweise weil diese beiden menschlichen Gefühlen noch einmal viel ferner standen als alle anderen Diktatoren, um die es hier im Buch geht. Konsequenterweise beschränkt sich das Buch deshalb entgegen seines Titels nicht auf Kurzbiographien der Frauen, die Männer spielen auch eine Rolle. Nach Ihnen ist das Buch gegliedert. Außer den schon genannten erfahren wir auch etwas über das Beziehungsleben von Mussolini, Lenin, Salazar und Bokassa. Wobei oft die Beziehungen aus der Zeit vor dem Erreichen des politischen Zenits die spannenderen Einblicke bieten.

Dass politische Macht Frauen anzieht wie Motten das Licht, das wird hier nicht zuletzt durch die Einleitung belegt. Hier sind diverse Briefe wieder gegeben, in denen sich Frauen den Diktatoren zu Füßen legen, was schon irritierend zu lesen ist, wenn man deren Taten kennt. Ob man daraus eine Art von erotischer Grundlage der Macht in totalitären Staaten ableiten kann, was hier und an anderer Stelle durchklingt, erscheint mir eher zweifelhaft. Sieht man sich einige der Männer an, um die es geht, scheint mir die Wahrheit eher darin zu liegen, dass weibliche Schwärmerei eben gerade nicht vom Sexuellen abhängt. Frau mag Macht, dann kann man mit dem Rest des Typen offenbar auch leben, wie schrecklich er auch sein mag.

Das alles ist in diesem Buch flüssig zu lesen, wobei allerdings die Technik der Autorin, ständig mit Rückblenden zu arbeiten, manchmal etwas nervt. Auch sind die Anmerkungen etwas dünn geraten, für viele der Aussagen in diesem Buch hätte man sich zusätzliche Quellenangaben gewünscht. So lassen sich einige Widersprüche im Text kaum auflösen, die möglicherweise durch verschiedene Quellen entstanden sind. Teils geht es um Kleinigkeiten (Salazar regiert 30 Jahre lang allein, überlebt in 40 Jahren seiner Macht aber jeden Putsch- und Mordversuch - das steht innerhalb eines Absatzes), teils geht um um gravierende Fragen (über Hitlers Sexualität gibt es diverse Debatten, die sich hier kaum wiederfinden). Insgesamt ist das ein informatives Buch, man sollte allerdings auch nicht zu viel Tiefgang erwarten.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Tagebuch der Diktatoren 17. April 2012
Von P. Guth
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Hat schon was unheimliches wenn man in einem Buch liest, das sich wie die Tagebücher der großen Diktaoren liest, das Buch kann ich nur empfehlen.....
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