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Die Frauen von Algier.
 
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Die Frauen von Algier. [Taschenbuch]

Assia Djebar
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 187 Seiten
  • Verlag: Unionsverlag; Auflage: 6., Aufl. (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3293201474
  • ISBN-13: 978-3293201477
  • Größe und/oder Gewicht: 19,4 x 11,6 x 1,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 485.662 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Die Erzählungen hauchen Delacroix' entrückten, rätselhaften und vor allem stummen Frauengestalten Leben ein, sie setzen dem exotischen Blick des Fremden auf den femininen Teil des Orients eine weibliche und algerische Perspektive entgegen."
Berliner Zeitung

"Man liest diese Erzählungen mit zwiespältigen Gefühlen. Sie fesseln durch die genauen Beobachtungen und die sprachliche Eleganz, durchsetzt mit arabischen Bildkaskaden; sie irritieren aber auch durch die brutale Offenheit, mit der die algerische Schriftstellerin eine fast aussichtlose Vergangenheit und Gegenwart beschreibt. Sie fordert nicht zum Mitleiden heraus, sondern zum Handeln, auch wenn die Ohnmacht grenzenlos scheint."
Südwestrundfunk

Kurzbeschreibung

Nach dem Besuch in einem Harem malt Delacroix 1832 sein Meisterwerk "Frauen von Algier in ihrem Gemach", das einen Blick in eine verbotene Welt wirft. 1955, zu Beginn des Algerienkriegs, malt Picasso die Frauen von Algier auf seine Weise: als »Feuerträgerinnen« des Widerstands. Assia Djebar greift das Thema wieder auf und fixiert Bilder im Alltag von Frauen, die in einer Ära des Umbruchs an den starren Traditionen zuzweifeln beginnen. "Sie bricht alle Tabus und überschreitet die Grenzen, wenn sie die Erinnerung und den verborgenen Körper der Frau ans Licht bringt", schrieb die algerische Presse nach dem Erscheinen dieses Buches."Die Erzählungen hauchen Delacroix' entrückten, rätselhaften und vor allem stummen Frauengestalten Leben ein, sie setzen dem exotischen Blick des Fremden auf den femininen Teil des Orients eine weibliche und algerische Perspektive entgegen."
Berliner Zeitung
"Man liest diese Erzählungen mit zwiespältigen Gefühlen. Sie fesseln durch die genauen Beobachtungen und die sprachliche Eleganz, durchsetzt mit arabischen Bildkaskaden; sie irritieren aber auch durch die brutale Offenheit, mit der die algerische Schriftstellerin eine fast aussichtlose Vergangenheit und Gegenwart beschreibt. Sie fordert nicht zum Mitleiden heraus, sondern zum Handeln, auch wenn die Ohnmacht grenzenlos scheint."
Südwestrundfunk

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Format:Taschenbuch
Assia Djebar: Die Frauen von Algier. Erzählungen

Männer spielen in Assia Djebars Erzählungen über Frauen in der sich verändernden algerischen Gesellschaft der kolonialen und nachkolonialen Epoche nur eine nachgeordnete und dann meist unvorteilhafte Rolle. Dennoch: das Buch, das mehr ist als nur eine Sammlung von Geschichten, ist Orientierung für Frauen und Männer, nicht nur im islamischen, nordafrikanischen, arabischen Raum, auch in Europa. Dabei schreibt die Autorin - neben der Marokkanerin Fatima Mernissi und der Ägypterin Nawal Al Saadawy eine der großen Frauen der Gegenwartsliteratur im nördlichen Afrika - Befreiung aus Repression und Entmündigung: ein Prozess, den Lesende miterleben. Ein Prozess, der jedoch einfache Antworten nicht zuläßt, der nicht zum glücklichen Ende oder etwa einer von außen vorgezeichneten Lösung führt wie so oft in naiv geschriebener sozialkritischer Literatur.

Djebar sieht von außen, schreibt im Französisch der Kolonialherren, aber bleibt ganz nahe an den Szenen, den Momenten der Auflehnung, des Infragestellens, des Zweifels. Der Titel des Buches und der Djebars selbst-bewußtes Nachdenken zusammenfassende Essay sind motiviert durch ein Gemälde des französischen Malers Delacroix, der algerischen Frauen kurz nach der Kolonisierung des Landes begegnet. Das daraus entstandene Gemälde schärft auch Djebars Blick auf die Realität der Frauen Algeriens, der sich erst in Picassos berühmten Gemälden algerischer Frauen eine befreiende Vision hinzufügt.

Assia Djebar beschreibt die Verhüllung der Frauen in ihrem Gemach, durch den Schleier, durch die Ausgrenzung aus dem öffentlichen Leben. Immer wieder sind in ihren Geschichten Frauen die Augen verbunden, sie sehen nicht: „Löcher anstelle von Augen", „trübe Augen". Sie sollen nicht gesehen werden. Ihre Körperlichkeit ist ihnen genommen wie auch ihre Stimme: „abgerissener Ton", Grundmuster.

Aber „diesmal lag der Schleier ... wie eine tote Haut auf der Erde". Assia Djebar ist weit davon entfernt, westliche Vorurteile der unterdrückten muslimischen Frau zu bedienen. Die Situation von Frauen sieht sie historisch, entstehend aus der Verbindung patriarchaler Tradition mit kolonialer Unterdrückung, der Geschichte des Unabhängigkeitskrieges mit der Desillusionierung der nationalen Befreiung. Djebars Gesellschaftsbild ist nicht statisch. Es ist geradezu auf der Höhe einer Zeit, in der die „Globalisierung der Frau" von der indischen Feministin Vandana Shiva beschrieben und kritisiert wird. Dabei sind die ersten Erzählungen noch vor der Unabhängigkeit Algeriens entstanden, die letzten lange danach. Sie drücken Dynamik aus, Willen zur Veränderung, eine Kraft, die Hoffnung auf Befreiung gibt. Es gebe kein Exil, nur Prüfungen, heißt es an einer Stelle.

Hagen Berndt, 8.1.2002

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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Frauen von Algier 19. Dezember 2011
Format:Taschenbuch
Ein erschütterndes Buch. Teilweise etwas ungewöhnlicher Schriftstiel. Trotzdem
lesenswert! Ich werde mich nach weiteren Büchern dieser Schriftstellerin umschauen.

Bin mal gespannt was ich da finden kann.
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