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Die Frau von dreissig Jahren
 
 
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Die Frau von dreissig Jahren [Taschenbuch]

Honore de Balzac , Erich Noether
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 304 Seiten
  • Verlag: Diogenes Verlag; Auflage: 12., Aufl. (1981)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257209029
  • ISBN-13: 978-3257209020
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 11,1 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.127.361 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Die Frau von dreißig Jahren demonstriert den Reichtum der erzählerischen Palette Balzacs." (Rheinischer Merkur)

"Balzacs wahrscheinlich bekanntester Roman zeichnet ein künstlerisches Seelen- und Sittenbild des frühen 19. Jahrhunderts. Zum erstenmal wird das Problem der unglücklich verheirateten Frau in mittleren Jahren als Opfer ihrer Unerfahrenheit und der sozialen Zwänge mit aller Schärfe und Komplexität dargestellt." (BücherPick)

Kurzbeschreibung

Eindrucksvoll erzählt Balzac Episoden aus dem Leben der Julie d'Aiglemont, einer leidgeprüften, attraktiven dreißigjährigen Frau. Bewundernd schreibt er: "Man kann niemals entdecken, ob sie freimütig oder hinterhältig ist, ob sie sich lustig macht, oder ob sie in ihren Geständnissen ehrlich ist. Sie hat euch das Recht gegeben, mit ihr zu kämpfen; plötzlich aber verläßt sie euch, bleibt Herrin eures Geheimnisses..."

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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Die bezaubernde, junge Julie schlägt die Warnungen ihres Vaters in den Wind, heiratet den Marquis von Aiglemont  und ihr lebenslanges Unglück nimmt seinen Lauf. Die Ehe mit dem anständigen, aber erzlangweiligen Offizier wird zum Gefängnis, aus dem es kein Entrinnen gibt. Zwar lässt sich Julie auf mehrere Liebschaften ein, aus denen z. T. sogar Kinder hervorgehen, doch mehr als vorübergehende Linderung verschafft ihr dies nicht. Sie ist das Opfer ihrer eigenen Glücksbedürfnisse und die Leidtragende einer Gesellschaft, die Frauen in ein enges Korsett aus herzlosen Konventionen steckt. Julie verliert ihre Tochter an einen Verbrecher und wird am Ende ihres Lebens vom Glauben überwältigt, alles falsch gemacht zu haben. Das 1842 erschienene Werk gehört zu Balzacs großartigem Romanzyklus Die menschliche Komödie. Es ist ein vielschichtiges, ergreifendes Psychodrama, das zahlreiche literarische Grundthemen des 19. Jahrhunderts aufgreift und in lose verbundenen Szenen die Stationen eines verzweifelten Lebens schildert. Mit seinen feministischen Zügen ist Die Frau von dreißig Jahren bis heute ein äußerst lesenswertes, modern anmutendes Werk geblieben.
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25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Balzacs Roman 'Die Frau von dreißig Jahren' schildert das Leben einer Frau in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Heldin Julie hat die Freiheit, ihren Bräutigam selbst auszuwählen und fällt ihre Entscheidung zwar gegen die Meinung, jedoch schließlich mit der Zustimmung ihres Vaters. Schon sehr bald beginnt sie, die Heirat mit dem Marquis d'Aigelement zu bereuen: Als Halbwaise hatte sie keine Mutter, die sie auf die 'ehelichen Pflichten' hätte vorbereiten können. Mit ihrem egozentrischen Gatten erlebt sie eine böse Überraschung, die nicht mehr enden soll. Sein Verhalten ist in jeder Hinsicht von Gleichgültigkeit gegenüber ihren Gefühlen und Bedürfnissen geprägt. Julie ergibt sich in ihr Schicksal und nach langen Jahren der Passivität, der Depression, der körperlichen Schwäche und der Verleugnung ihrer Leidenschaft lässt sie sich im Alter von dreißig Jahren auf eine Affäre ein, die von Liebe und emotionaler Nähe erfüllt ist.

Die Lebensgeschichte Julie d'Aiglements wird bis zu ihrem Tod im Alter von etwa fünfzig Jahren verfolgt. Leider verpackt der Autor dabei offenbar delikate Details in verwirrenden Andeutungen, die seinen Zeitgenossen zugänglich sein mochten, deren Bedeutung sich aber nicht jedem heutigen Leser voll erschließen wird. In ihren Anmerkungen am Ende des Buches erklärt Erika Wesemann, dass die sechs Kapitel des Romans ursprünglich als eigenständige literarische Werke geplant gewesen sind. Das erklärt, weshalb jedes Kapitel - obwohl die Geschichte fortgesetzt wird - isoliert erscheint.

Im ersten und zweiten Kapitel gewährt Balzac tiefe Einblicke in das Innenleben von Julie d'Aiglement. Im dritten Kapitel - jetzt ist sie dreißig Jahre alt - sieht der Leser sie aus der Sicht ihres künftigen Liebhabers. Überraschend wechselt der Autor im vierten Kapitel in die Ich-Erzählform und schildert eine tragische Episode aus Julies Leben, als sei er selbst zufällig Zeuge des Vorfalls geworden. Das fünfte Kapitel ist so fantastisch und idealistisch, dass es die Glaubwürdigkeit der gesamten Erzählung in Frage stellt. Im sechsten Kapitel erfahren wir wieder etwas über das Seelenleben von Julie, nun fünfzig Jahre alt, vom Leben gezeichnet, doch leider nicht am Leben gereift. Das gibt der Geschichte einen unbefriedigenden Ausgang.

Etwas langatmig und blähend wirken die ausführlichen Landschaftsbeschreibungen. Erstaunlich dafür sind Balzacs Menschenkenntnis und sein Einfühlungsvermögen in das Gefühlsleben eines jungen Mädchens und einer 30jährigen Frau.

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Ich habe vor einigen Tagen den Roman "Die Frau von dreißig Jahren" von Honore de Balzac durchgelesen. Diese Rezension befasst sich mit der Fischer-Ausgabe, die aus dem französischen von Hedwig Lachmann übersetzt wurde. Ich muss vorweg sagen, dass dies mein erster Roman von Balzac ist.

Der Hauptprotagonist des Romans ist die junge Pariserin Julie D'Aiglement. Sie spielt vorallem zu Beginn eine sehr wichtige Rolle. Als sie noch jung ist heiratet sie nämlich einen deutlichen älteren Mann, der ganz anderer Ziele und Vorstellungen hat. Ihre Beziehung zu diesem Mann wird immer schlimmer und auch ihre Gefühlswelt verändert sich sehr schnell. Ich denke, dass gerade die Gefühle der Protagonistin sehr gut im Roman vorgestellt werden. Selbst als männlicher Leser kann man sofort das Problem und ihre Trauer verstehen. Ab der Mitte des Romans spielt die Tochter der Protagonistin eine immer wichtigere Rolle. Trotzdem bleibt die Protagonistin bis zum Ende die Person, mit der alle Ereignisse verknüpft sind.

Balzacs Roman besitzt einige geniale Momente. Vorallem wenn etwas tragisches im Roman passiert, dann läuft der Roman zur Höchstform auf. Der Roman hat viele Wendepunkte und einige Überraschungsmomente. Doch diese wirken teilweise sehr konstruiert und unrealistisch. Grundsätzlich kann der Roman nicht ganz überzeugen. Neben teilweise eher langweiligen Szenen ist es vorallem der Aufbau, der nicht ganz überzeugen kann. So wird an vielen Stellen ein falscher Fokus gelegt. Im Nachhinein hätte man sich gewünscht, dass man andere, viele tragischere Momente, besser erklärt hätte. Auch finde ich es schade, dass man ab der Mitte fast nichts mehr über die Gefühlswelt der Protagonistin erzählt bekommt. Für den Einstieg kann man den Roman trotzdem empfehlen, da dieser einfach zu lesen ist und einige tragische Momente besitzt, die man nicht so schnell vergisst.
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