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Die Frau ohne Stimme: Liebe und Ehe im Mittelalter
 
 
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Die Frau ohne Stimme: Liebe und Ehe im Mittelalter [Taschenbuch]

Georges Duby , Gabriele Ricke , Ronald Voullie
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Broschiert --  
Taschenbuch, 1. Oktober 2000 --  

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 89 Seiten
  • Verlag: Wagenbach (1. Oktober 2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3803123933
  • ISBN-13: 978-3803123930
  • Größe und/oder Gewicht: 19,1 x 12,1 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 471.826 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Für die mittelalterliche Feudalgesellschaft bedeutete die Institution der Ehe vor allem zweierlei: den Fortbestand eines Geschlechts und die Wahrung des Besitztums. Der Kirche hingegen war sie ein willkommenes Instrument, die sündige Wollust zu bannen. Dass in einer solchen Praxis das Dasein der Ehefrau eher ein zweitrangiges war, liegt auf der Hand -- auch wenn die zeitgenössische mittelalterliche Literatur in den meisten Fällen eher das Gegenteil glauben machen wollte.

George Duby (1919-1996) war einer der renommiertesten Mediävisten des französischsprachigen Raums. Seine Untersuchungen des europäischen Mittelalters fanden abseits der bloßen Aufzählungen von Herrschaftsabfolgen der Könige und Kaiser statt. Vor allem ihm verdankt die Wissenschaft den Blick auf das soziale Leben dieser Epoche -- letztlich nämlich hat er es dem ideologischen Schleier entrissen, hinter dem es lange verborgen war. Mit Die Frau ohne Stimme hat der Wagenbach Verlag nun vier der wichtigsten -- fast schon programmatisch zu nennenden -- Schriften Dubys zu den Themen Ehe und Liebe im Mittelalter zusammengestellt, die sich nicht nur an Studenten der mittelalterlichen Geschichte oder der Philologie wenden wollen. Dubys klare Ausdrucksweise und tiefgründige Schilderung des sozialen Lebens einer vergangenen Epoche ist eine verlockende und anregende Lektüre. --Stefan Wölfel

Pressestimmen

"Äußerst anregende Perspektiven des französischen Mediävisten." (W. Blöcker, NZZ)

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Format:Taschenbuch
Alle Töchter wurden verheiratet, die Söhne blieben, bis auf den ältesten unverheiratet; die Verträge dafür wurden von ihren Angehörigen vereinbart. Der Feudalgesellschaft des Mittelalters garantierte die Ehe den Fortbestand des Geschlechts und die Wahrung des Besitztums. Einerseits war sie der normale Rahmen jedes weltlichen Lebens andererseits brachte die Kirche schliesslich die Entwicklung einer Ideologie der christlichen Ehe zum Abschluss, man versuchte sie zu spiritualisieren. Vor allem die Ehefrau hatte zwei Herren: Gott war der Eigentümer von Körper und Seele - die Seele behält er allein - und nach dem Ehegesetz hatte der Ehegemahl das Nutzungsrecht am Körper seiner angetraueten Ehefrau. Er durfte ihn benutzen, ausbeuten, Frucht tragen lassen. Von den Frauen erwartete man das Streben nach Höherem, Inbrunst, Sublimation im Spirituellen aber auch passiven Gehorsam und Unterordnung unter den Vater / Ehemann / Sohn. Eine Stimme resp. die Möglichkeit der Selbstverwirklichung hatten sie nicht. Sie waren dazu bestimmt Kinder zu gebären die Knaben sein sollten. Aber auch für den Mann war die Ehe keineswegs der Ort dessen, was man mit Liebe definierte, Eheleuten war es verboten sich z.B. leidenschaftlich zu umarmen. In dieser religiösen und frommen Verbindung schickten sich Ernsthaftigkeit, zärtliche ehrbare Gefühle aber keine Liebe. Ehemänner mussten in guten und in schlechten Zeiten die Mühe auf sich nehmen ihre Gefährtin zu unterstützen und mit ihr bis zum Tod zusammenzuleben, d.h. beim Ehemann entstand bestenfalls herablassende Zuwendung, bei der Ehefrau verängstigte Ehrerbietung.

In vier Kapiteln beschreibt der Autor, Georges Duby, Liebe und Ehe im Mittelalter, was einem Bild von Weiblichkeit und Ehe entspricht das sich zu Beginn des 12. Jahrhunderts alle Führer der Adelshäuser zu eigen gemacht hatten.

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