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Die Frau ohne Schatten [Blu-ray]

Karina Fibich , Christof Loy    Freigegeben ohne Altersbeschränkung   Blu-ray
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 37,31 Kostenlose Lieferung. Details
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Regisseur(e): Karina Fibich, Christof Loy
  • Format: Classical, Dolby, Surround Sound, Widescreen
  • Sprache: Deutsch (DTS-HD 5.1), Deutsch (Stereo)
  • Untertitel: Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch
  • Region: Region A/1
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.78:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Ohne Altersbeschränkung
  • Studio: Opus Arte (Naxos Deutschland Gmbh)
  • Erscheinungstermin: 16. April 2012
  • Produktionsjahr: 2012
  • Spieldauer: 246 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B007DCHZ1A
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 90.777 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Synopsis

"Aufnahme"
Recorded at the Großes Festspielhaus, Salzburg, 29 July 2011

"Libretto" by Hugo von Hofmannsthal

"Musik"
Salzburger Festspiele Kinderchor, Chorus Master: Wolfgang Götz
Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor, Chorus Master: Thomas Lang
Conductor: Christian Thielemann

"Interpreten"
The Emperor - Stephen Gould
The Empress - Anne Schwanewilms
The Nurse - Michaela Schuster
Barak, The Dyer - Wolfgang Koch
Barak's Wife - Evelyn Herlitzius
The One-Eyed Man - Markus Brück
The One-Armed Man - Steven Humes
The Hunchback - Andreas Conrad
The Spirit Messenger - Thomas Johannes Mayer

1955 überredete Karl Böhm SängerInnen der Wiener Staatsoper, in ungeheizten Sälen mitten im Winter und ohne Honorar, die erste Schallplattenaufnahme von „Die Frau ohne Schatten“ einzuspielen. Das ist die Grundlage für die Regiearbeit von Christoph Loy bei seiner Salzburger Inszenierung. So entsteht durch noch spürbare Nachkriegsatmosphäre bei Böhms Schallplattenaufnahme eine Begegnung verschiedener Epochen. Der Schatten ist auch der Schatten der Vergangenheit – eine schöne Parallele zu den Sängerinnen, die die Frauengenerationen der Oper repräsentieren. Im Zentrum dieser Allegorie steht die junge Sängerin, die für die Schallplattenaufnahme gebeten wird, die Rolle der Kaiserin zu übernehmen. Sängerin und Kaiserin machen als Mensch während der Aufnahme und als Figur der Oper in Verlauf von Loys Inszenierung wichtige Entdeckungen, die auf allen Ebenen zur Entwicklung der Geschichte und der Charaktere beitragen.

Produktbeschreibungen

Frau Ohne Schatten (Die) / Donna Senz'Ombra (La)

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Kundenrezensionen

4.0 von 5 Sternen
4.0 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Hans-Georg Seidel TOP 500 REZENSENT
Format:DVD
Die Inszenierung von Christoph Loy setzt für ihn typisch, auf eine karg reduzierte Bühnenlandschaft, indem der den Nachbau der Wiener Sophiensäle zum geschichtsträchtigen Handlungsort der Oper macht, gleichzeitig das Stück optisch seiner märchenhaften Anmutung entledigt.
Ansatz der optischen Umsetzung ist das Faktum, daß Karl Böhm im noch kriegszerstörten Wien, Sänger der Nachkriegsära zu einem Aufnahmeprojekt im Wiener Musikvereinssaal versammeln konnte. Loy läßt von seinem Bühnenbildner Johannes Leiacker auf der Breitwand-Bühne des großen Festspielhauses die Sophiensäle "nachbauen" und verschränkt mit seiner Inszenierung zwei Handlungsebenen. Einmal sind die Sänger Privatpersonen des Jahres 1955 und arbeiten an einer Schallplattenaufnahme, dann sind sie die Verkörperungen der Märchenfiguren in psychodynamischer Umsetzung. Also so eine Art Stück im Stück, wie bei Ariadne auf Naxos, wenn man so will.
Stärke dieser Aufführung ist die realistisch, hautnah, hangreifliche Auslotung als Facetten der Konflikte, die in personaler Interaktion fast schon drastisch "ausgeschwitzt werden". Wie immer ist Loy`s Personenregie hervorragend.

Damit wird aber schon klar, daß diese optische Umsetzung nicht das ist, was der Opernseher mehrheitlich von dieser Oper erwartet.
Sängerisch ist diese Oper auf ganzer Breite extrem schwer zu besetzen. Auch in dieser live Aufzeichnung gibt es sängerische Glanzpunkte und merkliche Schwächen.
Hervorragend die Kaiserin von Anne Schwanewilms trotz einer kleinen Schwäche, die man aber nicht überbewerten sollte. Dieses exemplarische Suchen nach der kleinsten Schwäche und diese dann auszuschlachten, halte ich gemesssen an den Strapazen solcher Partien, für völlig unangemessen. Ihre feinsilbrige Stimmfarbe ist involvierend.
Evelyn Herlítzius als Färberin und Wolfgang Koch als Barak überzeugen singschauspielerisch in allen Belangen. Auch Michaela Schuster als Amme gestaltet involvierend. Weniger überzeugend Stephen Gould als Kaiser, der schon grenzbelastet sang.

Was nicht zuletzt bleibt, ist das glänzende Dirigat von Christian Thielemann als Basis der Aufführung. Wer darauf primär abstellt, könnte begeistert sein.

Insgesamt eine Inszenierung, die man niemandem empfehlen kann, der eine original märchenhafte Umsetzung erwartet.
Aber für ausgesprochenen Liebhaber des Interpretationstheaters, könnte diese ungewöhnliche Umsetzung interessant sein.

Anmerkungen in subjektiver Annäherung:

Christoph Loy`s Inszenierungen, die ich aus Düsseldorf relativ gut kenne, zeichnen sich durch eine jeweils rudimentäre, mehr atmosphärische Bühnenlandschaft aus, bei gleichzeitiger Offenlegung personal psychischer Prozesse und Interaktionsprozesse, verortet jeweils in Loy`schen "Assoziationsbilderrahmen." Durch Polarisierung der gegeneinanderstehenden Charaktere focussiert er, erschafft er ein besonders Bühnenambiente, dem man sich diesbezüglich nicht entziehen kann. Das Gegenteil von z.B. Zeffirelli-Inszenierungen. Mir leuchtet nur nicht ein, warum diese Stärke in der Personenregie und involvierenden, singschauspielerischen Polarisierung, zwingend in Rudimentär-Ambiente umgesetzt werden muß. Ein gutes Gegenbeispiel ist z.B. die neue Adriana Lecouvreur mit Jonas Kaufmann, in der der Regisseur David McVicar die gleiche Personengregie-Klasse in historischem Ambiente umsetzt und so eine Dichte und spannungsgeladene Verdichtung der Handlung erzeugt, die z.B. solchen Umsetzungen, wie der obigen, abgehen, jedenfalls aus meiner Perspektive. Diese Adriana wirkt organisch während solchen Inszenierungen, wie diese Frau im Schatten, immer etwas Aufgesetztes anhaftet.
Aber natürlich müssen sich Regisseure auf dem Markt positionieren, eine eigene Handschrift entwickeln, um erfolgreich zu sein. So hat denn jede Zeit auch eine gewisse eigene Handschrift.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Ohren-, aber kein Augenschmaus 6. Juli 2012
Format:DVD
Für diese Aufnahme sollte man die Augen schließen!

Dann vernimmt man Christian Thielemanns feinfühliges Musizieren mit den herausragenden Wiener Philharmonikern. Die Musik entfaltet sich in ihrer ganzen Pracht und mit allen ihren Nebenstimmen. Thielemann wagt das Ausloten dieser vielschichtigen Partitur und entlockt ihr zahlreiche wunderschöne Klangfarben. Dieses Niveau halten Thielemann und die Wiener von Anfang bis zum Ende der Oper ohne Einbrüche durch. Die Aufnahme besticht daneben durch ihre gute bis sehr gute Sängerriege, wobei Kaiserin, eine wahrlich boshafte Amme, Färber und Färberin eindeutig herausragen.

Öffnet man die Augen, offenbart sich ein Aufnahmestudio in Österreich um 1955. Alles wirkt irgendwie trist, aber in sich schlüssig. Man muß dem Regisseur zugute halten, daß Bühnenbild und Kleidung zumindest zueinander, das alles aber nicht zum Werk selbst paßt. Die Frau ohne Schatten ist eine derart komplexe Oper, daß eine Übertragung des Werkes auf einen komplett anderen Sachverhalt, meiner Meinung nach, einfach scheitern muß. Das ist auch hier der Fall. Das Publikum hat das nach allem Beifall und allen Bravo-Rufen für Ensemble, Dirigent und Orchester mit lautstarken Buh-Rufen für den Regisseur quittiert - zu hören am Ende der Aufzeichnung.

Für Freunde des Regietheaters ist Loys Interpretation sicherlich interessant, aber ein Werk, das gemeinhin schon als inhaltlich 'überfrachtet' gilt, noch mit einer komplett umgedeuteten Inszenierung zu versehen, halte ich persönlich für falsch. So kann kein Gesamtkunstwerk entstehen, und es erklärt sich auch hier, der tiefe Graben zwischen Hör- und Sichtbarem.

Einen Vorteil gibt es aber, diese DVD zu schauen und nicht bloß zu hören: Die schauspielerischen Leistungen der Sänger, besonders die der mich sehr begeisternden Kaiserin, Anne Schwanewilms.

Leider dreht sich das Begleitheft nur um die Inszenierung, nicht jedoch um die musikalische Komponente. Eine Art 'Making of' von 26 Minuten Länge als Bonus versucht die Balance zwischen beiden zu wahren.

Musik: 5/5 Sternen (mindestens)
Inszenierung: 3/5 Sternen (höchstens)

(Das Begleitheft ist in englischer, französischer und deutscher Sprache.)
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von T. Lange
Format:Blu-ray|Von Amazon bestätigter Kauf
Nach konzentriertem Hören möchte man nur noch schwärmen über das Werk. "Die Frau ohne Schatten" ist ein ganz großer Wurf, und jeder Opernbegeisterte tut sich etwas Gutes, dieses Werk mehrfach zu hören, um ihm näher und näher zu kommen. Diese Aufnahme läßt zudem viele musikalische Stellen hören, um die das Werk sonst häufig gekürzt angeboten wird. Danke Christian Thielemann!
Die vorliegende Inszenierung ist harmonisch anzusehen, das Bühnenbild verblüffend echt. So kannte ich die Sophiensäle. Allerdings wurde diese Oper dort nie eingespielt. Der Regisseur macht somit seinen ersten Fehler und zieht dann doch eine Menge nach sich. Das Ende der Oper wird als Weihnachtskonzert dargeboten. Ob das paßt? Nein, es paßt nicht.
Egal. Das Engagement sämtlicher Sänger und zusätzlich eingesetzter Schauspieler ist beeindruckend. Mit großem Abstand sticht Michaela Schusters Amme prositiv heraus. Die Mezzosopranistin gewinnt der Figur eine Fülle spannender Facetten ab und ist überdies wunderschön anzuhören, und ihr Text ist hervorragend zu verstehen.
Bildschärfe der BluRay ist für einen Bühnenfilm tadellos - selbst auf der Großleinwand per Beamer ein Vergnügen für das Auge.
Weniger viel darf man vom Ton erwarten. Gerade "Die Frau ohne Schatten" bietet zig Ansätze für Surround-Effekte, die man oftmals auch in guten Opernhäusern zu hören bekommt. Nicht so auf der BluRay. Bei einer aktuellen Opernaufnahme natürlich enttäuschend.
Insgesamt aber lohnt sich der Kauf, selbst wenn man die Scheibe nur ein einziges Mal abspielt!
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