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Produktinformation
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Auf der Suche nach dem Warum
Ich werde nur sehr wenig vom Inhalt verraten, um weder Spannung noch Überraschungsmomente vorwegzunehmen.
Daher zum Inhalt nur so viel: Zwei Geschichten, die Untersuchung eines mutmaßlichen Kindermordes während der Zeit des letzten französischen Kaiserreiches unter Napoleon III zum Zeitpunkt der bevorstehenden Weltausstellung in Paris und die Liebesbeziehung eines deutschen Studenten zu einer Französin zu Beginn der Neunziger Jahre unseres 20. Jahrhunderts sind kunstvoll und doch schlüssig miteinander verbunden.
Die Schilderung der Aufklärung des damaligen Kriminalfalles, der Kampf des Pflichtverteidigers, um die angeklagte Mutter noch rechtzeitig zu entlasten und einen drohenden Justizmord zu verhindern, dient letztlich jedoch nur dazu, die zweite Geschichte, die Liebesgeschichte mit ihrem Ausgang verständlich werden zu lassen.
Gleichzeitig macht der historisch orientierte Schicksals- Kriminalroman deutlich, wie wenig sich doch in der Vorgehensweise politisch Verantwortlicher von der Monarchie Napoleon III bis hin zur französischen Republik um 1990 geändert hat.
Das menschliche, individuelle Schicksal wurde und wird nach wie vor dem Macht- und Gewinnstreben der Herrschenden untergeordnet mit häufig schrecklichen Folgen für Tausende von Einzelschicksalen.
Trotz der enthaltenen politischen Aussagen wirkt dieser Roman nicht nur wunderschön durch die Sprache, aktuell und doch gleichzeitig historisches Hintergrundwissen vermittelnd, auffrischend, sondern vor allem auch wegen der ergreifenden Liebesgeschichte.
Die Lösung des vermuteten Kindermordes allein wäre schon des Lesens wert.
... Lesen Sie weiter... ›Es gibt ihn doch, den deutschen Kriminalautor, der erstklassig recherchierte Arbeit mit spannendem Plot abliefert, so daß man förmlich eingesogen wird in sein Buch.
Diesmal wird eine romantisch-geheimnisvolle Handlung in den späten Achtziger Jahren kunstvoll verflochten mit einem packenden Mordfall in Paris zur Zeit der Weltausstellung unter Napoléon III. Die besondere Qualität des Kriminalromanes kommt dadurch zustande, daß Autor Wolfgang Fleischhauer die Spannung geschickt aufbaut und stets psychologisch glaubwürdig schreibt. Das Ganze ist so raffiniert konstruiert, man kommt bis zuletzt nicht darauf, wer der Täter und was das Motiv ist.
Diesem Roman ist zusätzlich eine Portion Sozialkritik am französischen Staat und seiner Verwaltung beigemischt. Fleischhauer weist eine durch die Geschichte gehende Kontinuität von sozialem Desinteresse der französischen Regierung nach. Sein historischer Kriminalroman hat beängstigende Parallelen zu den aktuellen Jugendrevolten und ist daher plötzlich hochaktuell.
Fleischhauers Bücher sind eine Klasse für sich und ich bin noch nie enttäuscht worden.
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