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Die Frau, für die ich den Computer erfand
 
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Die Frau, für die ich den Computer erfand [Hörbuch-Download]

von F.C. Delius (Autor, Erzähler)
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
CD Preis: EUR 19,90
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Produktinformation

  • Hörbuch-Download
  • Spieldauer: 3 Stunden und 14 Minuten
  • Format: Hörbuch-Download
  • Version: Ungekürzte Ausgabe
  • Verlag: Verlag Antje Kunstmann
  • Audible.de Erscheinungsdatum: 11. Mai 2010
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B003LSGHPU
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

Produktbeschreibungen

Wie kam es zu dem Gerät, das heute auf allen Schreibtischen steht? In einer Vollmondnacht im Sommer 1994 sitzen ein alter Herr und ein junger Mann auf einem Berg und reden. Der eine ist Konrad Zuse (1910-1995), der Erfinder des Computers, der andere eine mathematische Niete, ein Journalist. Der Alte erzählt von den Wundern, die er mit handgesägten Einzelteilen am Wohn­zimmertisch in Berlin-Kreuzberg vollbracht hat, von seiner Arbeit in Nazideutschland, von der dramatischen Flucht mit der "Universalrechenmaschine" in den letzten Kriegswochen, von seiner Werkstatt in der Rhön und seinem Pech mit den Patentämtern. Von seinen Erfolgen und Niederlagen und seiner leidenschaftlichen Fernliebe zu Ada Lovelace (1815-1852), der Tochter Lord Byrons.
(c)+(p) 2010 Verlag Antje Kunstmann

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Regina Károlyi (Media-Mania) TOP 500 REZENSENT
Format:Audio CD
Friedrich Christian Delius hat seinen Roman als fiktives Interview zwischen dem alten Zuse, ein Jahr vor dessen Tod durchgeführt, und einem jungen Journalisten aufgezogen, der von Mathematik und Informatik praktisch nichts versteht.
Zuse tritt kauzig auf, etwas verbittert erscheinend, wenn es um die ihm vorenthaltenen Lorbeeren geht, allmählich auftauend, sich dann melancholisch und geradezu romantisch in Erinnerungen an seine "Romanze" mit Ada Lovelace verlierend. Der Autor weiß jedoch, wann es genug ist - "sein" Konrad Zuse wird nie lächerlich; er präsentiert sich als alter Mann, der nur zum Teil über den Dingen steht. Und solcher Dinge, über denen man nun eben steht oder die einen unter sich begraben, gibt es viele in Zuses Leben. Spannend sind die Erinnerungen dieses Erfinders und Unternehmers, nicht zuletzt aus der Nazi- und Kriegszeit, und Delius weiß sie fesselnd wiederzugeben und mit jenem Hauch des Fiktiven zu würzen, der einem Roman guttut, ohne die Geschichte selbst zu verfälschen.
Am Ende bleibt der Eindruck einer in der Tat, wie vom Untertitel plakatiert, unglaublichen Geschichte, der Geschichte eines von Rückschlägen unbeeindruckten, seine Ideen aufopferungsvoll verfolgenden, idealistischen Erfinders, und einer so charmanten wie irrealen Liebe.
Die Hörbuchedition ist attraktiv und robust aufgemacht; sie besteht aus drei in Kunststoffhalterungen untergebrachten CDs. Delius liest selbst, und er schlüpft sehr authentisch in die Rolle des über achtzigjährigen, zurückgezogenen Eigenbrötlers, der sich mal eben vor einer Feier zur Vergabe seines "x-ten" Ehrendoktortitels drückt und stattdessen das Interview mit dem jungen Journalisten akzeptiert, den er seine mangelnde Bildung in Bezug auf Mathematik und Informatik stets spüren lässt. Verschroben-sympathisch lässt Delius' Lesung den Konrad Zuse erscheinen, weicher Kern unter rauer Schale, harte Sachlichkeit durch das Alter gemildert - und all das im Rahmen einer phantastischen, aber im Wesentlichen wahren Lebensgeschichte.
Sehr hörenswert!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Thorsten Wiedau HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Audio CD
Das Hörbuch DIE FRAU, FÜR DIE ICH DEN COMPUTER ERFAND hat mich schon vom Titel her fasziniert - da wollte ich doch wissen was dahinter steckt. Wer steckt denn nun dahinter? Es ist Konrad Zuse der Erfinder des Computers - und die Geschichte auf diesem Hörbuch ist so aufgebaut als wäre Konrad Zuse hier und heute von einem Journalisten interviewt worden. Schräg, komisch, mit leicht melancholischen Untertönen berichtet uns Konrad Zuse, welcher von F. C. Delius gesprochen wird von seinem leben, seiner großen Liebe und dem Computer dem er Namen und Atem gab - ein großartiger Schöpfer ohne Schnörkel, ganz unprätentiös und mit viel Verstand.

Ja, für wenn erfand Konrad Zuse denn nun den Computer und wann? Es war seine Schwester, denn ohne das Geld einer kleinen und unbedeutenden Stenotypistin hätte es wohl nie den Computer gegeben, doch sie bewies Weitsicht.

Und das Konrad Zuse den Computer im Dritten Reich erfand und vor den Russen in Sicherheit brachte - na ja, das war eben die Zeit und niemand der Großen damals war sich wirklich im Klaren was da Konrad Zuse erfunden hatte - ein Genie und niemand erkannte es.

Verlacht, verspottet und von den Siegermächten ausgebremst, wurde Konrad Zuse lange der ihm zustehende Ruhm genommen und vorenthalten. Als er ihn dann doch bekam inklusive diverser Ehrendoktorhüte da wollte er sie an und für sich nicht mehr - durchaus verständlich, oder?

Das Hörbuch DIE FRAU, FÜR DIE ICH DEN COMPUTER ERFAND hat mich sehr beeindruckt, es hat mir den Erfinder Konrad Zuse auf ganz ungewöhnliche Weise näher gebracht und mich veranlasst über den Computer und die Anfänge nachzudenken.

Das Hörbuch DIE FRAU, FÜR DIE ICH DEN COMPUTER ERFAND war die erste Universal-Rechenmaschine der Welt, die A1 oder V1 - wie er sie auch immer benannte - ob nach Ada Lovelace (Tochter Lord Byrons) oder als V - Versuchsapparat und dann als V4 um den Russen zu entkommen mit der Vergeltungswaffe als Tarnung.

Ein gutes Hörbuch mit viel historischem Wissen, einem guten Einblick in das Leben des Konrad Zuse und am Ende mit meinem größten Respekt und Dank für den Erfinder des ersten voll funktionsfähigen Computers der Welt.

Empfehlenswert!
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EIN GROSSER MANN 9. Oktober 2011
Von Ohrwurm
Format:Audio CD
Ich gehöre zu der Generation, die von Zuse in der Lehre gehört hatte. Als ich einmal mit meinem kleinsten Kind in München im Technischen Museum (ich hoffe, es hiess so) und dort in der Mathematischen Abteilung war, stand ich plötzlich vor einem Ausstellungsstück von Herr Zuse.

Diese Geschichte ist sehr gut erzählt. Anfangs dachte ich immer, es kommt noch jemand dazu, aber es gab nur Herrn Delius, der in die Haut von Zuse schlüpfte. Eine gute Idee der Geschichtengestaltung.

Etwas traurig kann man nur darüber sein, dass Zuse seinen verdienten Ruhm, sehr spät und sehr wenig geniessen konnte.

Gut war zu erkennen, dass es ungeheuer schwierig sein kann für solche hellen Köpfe. Sie leben ständig zwischen Genie (was sie sind) und Wahnsinn (weil die Gesellschaft noch nicht so weit ist).

EMPFEHLUNG: KAUFEN oder LEIHEN (man braucht aber etwas Ruhe und Zeit zu dieser Lektüre)
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