Mitte der Fünfziger Jahre in Deutschland. Der Oberbürgermeister Vorweg erntet die Früchte seines Erfolgs bei einer festlichen Veranstaltung. Kurz darauf verschwindet seine Frau Katharina. Als er müde und besorgt in seinen Bungalow zurückkehrt, findet er den gleichaltrigen Horst Karg vor, den er aus den Kriegstagen kennt.
Im Krieg bat Karg Vorweg, der Militärarzt war, um den Gefallen einer Amputation, um dem bekannten Gräuel zu entgehen.Vorweg, verweigert und Karg musste wieder hinaus ins Feld. Nach dem Krieg verschwindet Karg, bis er jetzt in Vorwegs Wohnzimmer steht. Karg gibt zu, Katharina seit einigen Wochen zu kennen und zwischen den beiden Männern entbrennt ein filigraner bis heftiger Dialog, in dem sie vergangenes und heutiges aufarbeiten.
Die Geschichte von der Begegnung zweier Männer, von denen der eine die Glücksmarie und der andere den kürzen zog, ist spannend in Szene gesetzt. Der Film lebt von der Auseinandersetzung. Getroffene Entscheidungen kommen auf den Prüfstein und es wird hinterleuchtet wie hoch der Preis des Erfolgs tatsächlich war. Die Charakteren der Protagonisten werden gut herausgearbeitet und wirken in ihren Handeln wie Figuren in einer griechischen Tragödie. Regie und Schauspieler leisten gute Arbeit.