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Produktinformation
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Um etwaigen Fehlkäufen vorzubeugen: Bei Audrey Niffeneggers Erstling handelt es sich -- trotz des suggestiven Titels -- nicht um Science Fiction. Die Autorin (die sich augenscheinlich in der rothaarigen Renaissance-Beauty Clare optisch verewigt hat, wie das Umschlagfoto auf hübsche Art beweist), legt eine die Sinne verwirrende und verschachtelte Liebesgeschichte vor.
Niffenegger betreibtein regelrechtes Vexierspiel. Zwei, die einander bedürfen, durchschreiten ein langes Leben politischer und kultureller Umwälzungen. Kunst, Literatur (Clare bevorzugt Rilke), Drogen, Punkrock, ja selbst der 11. September, werden clever in die Handlung verwoben. Ihren besonderen Reiz erhalten Henrys Zeitreisen durch die Tatsache, dass er in die Zukunft blicken kann und damit sehr diskret umgehen muss. Der Umstand, dass ein Ereignis stattfindet und sich später erst ankündigt, beansprucht sämtliche verfügbaren Hirnwindungen des Lesers, wenngleich das Paradox der Begegnung Henrys mit seinem jüngeren/älteren Ich logisch nicht befriedigend aufgelöst wird.
Die ständigen Zeitsprünge, in denen Clare und Henry sich in der Erzählung abwechseln, sind nicht unanstrengend. Dass der Leser dennoch den Faden nicht verliert, spricht für Niffeneggers erzählerische Qualitäten. Eine anrührende Saga über die Unvergänglichkeit der Liebe in einer sich stetig verändernden Welt. Oder könnte es auch umgekehrt sein? --Ravi Unger -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .
Es geht um Henry, der aufgrund einer angeborenen Krankheit immer wieder Zeitreisen in seine Vergangenheit und seine Zukunft macht, während derer er seine (zukünftige) Frau trifft.
Der Leser verfolgt das Leben von Claire und Henry nach Claires chronologischem Empfinden. Das ist manchmal verwirrend, manchmal lustig und manchmal auch sehr traurig. Wer in die Zukunft reist erfährt eventuell Dinge, die seine Gegenwart beeinflussen...
Es gibt eine Regel: Henry, der Zeitreisende, kann die Vergangenheit (oder Zukunft) nicht ändern. Er kann nur beobachten und versuchen, Konsequenzen zu ziehen. Wenn es um zukünftige Liebe geht, mag das noch romantisch und schön sein. Geht es jedoch um das Wissen über den Tod, dann ist das eher dramatisch.
Ich habe schon lange nicht mehr ein so packendes Buch gelesen. Und bei den letzten Seiten konnten ich auch die Tränen nicht mehr zurückhalten, und ich dachte nach über mich und mein Empfinden der Liebe. Eines ist klar: Claire liebt Henry, eine größere Liebe ist kaum vorstellbar.
Ich habe dieses Buch auch meinem Freund zu lesen gegeben, er hat jedoch noch ca. 70 Seiten aufgegeben. "Da ist ja gar keine Action", war sein Kommentar. Ich weiß nicht, ob man deshalb schlußfolgern kann, dass es sich um ein Buch für Frauen handelt. Es ist auf jeden Fall ein Buch für Leute, die das mit Zeitreisen verbundene Gedankenspiel mögen, und für Leute, die sich gerne lesend in die Gefühle anderer vertiefen.
Elke Fehling
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