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Die Frau in Weiß [Unbekannter Einband]

Wilkie Collins
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Unbekannter Einband
  • Verlag: Deutscher Bücherbund, (1965)
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B00341M028
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)

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Wilkie Collins
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Noch immer unübertroffen 12. Januar 2009
Von Rene Granacher TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Geheimnisvolle Charaktere, echte und falsche Liebe, Schatten der Vergangenheit, Kämpfe und Intrigen, düstere Vorzeichen, belauschte Gespräche, Friedhöfe im Mondlicht... die "Frau in weiß" hat alles, woran man bei einem spannenden Gesellschaftsthriller denkt. Wenn man diese Zutaten heute als ausgelutscht und klischeehaft empfindet, hat man recht, denn längst wurden sie von schlechten Autoren bis zum Überdruß strapaziert. Aber: Wilkie Collins ist ein guter Autor - und er ist derjenige, der diese Zutaten als erster zu einem spannenden Gemisch verquickt hat. Collins hat das Schreiben revolutioniert und ist in vielem bis heute unerreicht.

Der viktorianische Autor Wilkie Collins gilt als Erfinder des Kriminalromans überhaupt (mit "The Moonstone"), war schon zu Lebzeiten eine legendäre Figur durch "The Woman in White" - sein erstes Meisterwerk, das ihn unsterblich machte. Er war aber auch skandalumwittert, da er ganz offen in wilder Ehe lebte. Er hatte das spannende Schreiben perfektioniert: Erschien die Zeitschrift mit der neuen Fortsetzung eines seiner Bücher, so standen die Menschen frühmorgens vor den Läden Schlange. Nicht zuletzt, weil Collins die Technik des Cliff-Hangers eingeführt und auf die Spitze getrieben hatte, des Spannungshöhepunkts am Ende eines Kapitels.

Übrigens sind Collins' Helden oft Heldinnen: Starke Frauen, die sich über das eingeschränkte Frauenbild ihrer Zeit hinwegsetzen. Der Autor gilt darum auch als ein Wegbereiter des Feminismus, auch privat trat er gegen die unwürdige Situation der Frau in seiner Epoche ein. Und er war ein Meister des literarischen Grundsatzes "Show, don't tell": Er berichtete die erstaunlichen Geschehnisse und Personen nicht nur, sondern ließ den Leser sie selbst mitempfinden. In "The Law and the Lady" etwa führt er eine besonders ungewöhnliche Figur ein (den Maschinenmenschen Miserrimus Dexter), indem er die Heldin zwei hochspannende Kapitel lang - in denen die Handlung ansonsten keinen Schritt vorankommt - den außergewöhnlichen Charakter erleben und kennenlernen lässt.

Auch darin war Collins seiner Zeit weit voraus: Seine Schurken nicht platte Bösewichte, sondern faszinierende und vielschichtige Charaktere, den Helden mindestens ebenbürtig. Hier in der "Frau in weiß" ist es vor allem Graf Fosco, dessen undurchschaubares Wesen ihn in den Mittelpunkt des Interesses stellt. Die Handlung hier nachzuerzählen würde dem Roman nicht gerecht: seine ausgeklügelt verwickelten und immer wieder überraschenden Handlungsstränge muss man selbst "miterlebt" haben. Faszinierend finde ich, wie Collins vor nichts zurückschreckt: Eine dramatische Katastrophe, mit der ein anderer Autor sich selbst in eine erzählerische Sackgasse manövriert hätte, ist für Collins nur der Ausgangspunkt für neue spannende Wendungen.

Denn das ist das wichtigste bleibt: Collins' Geschichten kann man auch heute noch nur schwer aus der Hand legen, weil sie einfach so genial konstruiert und unglaublich spannend geschrieben sind. Krimis, aber auch viel mehr das, Gesellschaftsromane vom feinsten. Viele seiner Bücher gibt es auf deutsch, aber auch sein Englisch ist nicht schwer zu lesen. Am bekanntesten sind neben der "Frau in weiß" noch der Moonstone/Monddiamant und "Armadale", zu deutsch: "Der rote Schal".
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Collins verbindet in gekonnter Art und Weise eine Liebesgeschichte mit einem Kriminalroman:

Der Zeichenlehrer Walter Hartright wird engagiert, um den zwei jungen adligen Damen Laura und Marian Unterricht zu geben. Walter und Laura entwickeln eine gewisse Zuneigung zueinander. Doch sie ist bereits einem anderem versprochen, und außerdem steht der Standesunterschied zwischen ihnen... Hört sich an wie eine ganz banale Story. Die elegante Erzählweise von Collins macht sie jedoch äußerst lesenswert.

Schon bald deutet sich die Kriminalgeschichte an und gewinnt im Laufe des Buches immer mehr Gewicht. Hartright ahnt ein Verbrechen und will ihm auf den Grund gehen, weil es für eine polizeiliche Verfolgung nicht genügend Beweise gibt. Im Verlauf der Erzählung fügen sich Andeutungen und Nebensächlichkeiten zu einem schlüßigen Bild zusammen. Obwohl Collins den Leser immer wieder mit vollkommen unerwarteten Wendungen überrascht, erscheint die Geschichte nie konstruiert. Die Art und Weise wie das Verbrechen durchgeführt wurde und die Beweggründe dafür sind einleuchtend und logisch, halten aber trotzdem viele Überraschungen bereit.

Bemerkenswert ist auch, daß die Geschichte so erzählt wird, wie es in einem Gerichtsverfahren geschehen würde: Jeder Zeitabschnitt wird von derjenigen Person geschildert, die am nähesten an den Ereignissen war, ähnlich einem Zeugen. Die Sprache, in der diese Personen erzählen, benutzt Collins als elegantes Mittel zu ihrer Charakterisierung. Die Wechsel von Hartrights Sprachstil zu dem einer Haushälterin oder des alten Fairlie sind sehr gelungen, manchmal auch recht amüsant

Fazit: Es lohnt sich

Empfehlung: Wem Die Frau In Weiß gefallen hat, sollte es mal mit Der Monddiamat versuchen...

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17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Als extremer Leseratte ist dies eines der Bücher, das mir über die Jahre hinweg als eines der wenigen wirklich sehr lesenswerten Werke in Erinnerung geblieben ist.
Ich habe dieses Buch schon vor mehreren Jahren gelesen und denke noch heute voll Begeisterung daran zurück.
Ein Roman in wunderschöner Sprache, intensiv und voller Spannung von der ersten bis zur letzten Seite.

Ich war richtig traurig, als ich das Buch beendet hatte und diese wunderbare und faszinierende Welt mit ihren Protagonisten verlassen mußte...

Für anspruchsvolle Literatur-Liebhaber ein absolutes Muß!

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Die neuesten Kundenrezensionen
Einfach großartig.
Gegenüber modernen Neuzeit-Krimis mit jeder Menge Blut und Gewalttat ist der Roman eine angenehme Wohltat, läßt aber nichts an Spannung vermissen. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Amelie veröffentlicht
Krimiklassiker
Ein genialer Krimiklassiker, der trotz oder gerade wegen seiner leicht altertümlich anmutenden Sprache überzeugt und den Leser in eine Welt von Verstrickungen,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Mai 2010 von buchfreak
Puzzeln kann so spannend sein
Und wer keine Geduld dazu hat, der möge zu dem wohl bekanntesten Roman von Wilkie Collins greifen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. Februar 2010 von Tonio Gas
Page-turner
Wilkie Collins steht zusammen mit Emile Gaboriau und Arthur Conan Doyle in der direkten Nachfolge Edgar Allen Poes, der mit mit seiner Erzählung "The Murders in the Rue... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Dezember 2009 von R. Funk
Nach Anfangsschwierigkeiten durch die alte Schreibweise, ein...
Liebe, Mysterium und Krimiplott. Ich muss gestehen ich hab mir das Buch Aufgrund des Musicals gekauft und hab mich durch die ersten 30 Seiten gemüht, doch dann, einmal an die... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. Februar 2008 von melly1970
Klappentext
Dieser Bestseller von 1859 wird den Lesern von heute mindestens ebenso willkommen sein wie denen, die ihn vor fast 150 Jahren gelesen haben. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Januar 2007 von J. Neubauer
Ein Muss für jeden Krimi-Liebhaber
Zugegeben, die Sprache des 19. Jahrhunderts ist etwas gewöhnungsbedürftig. Auch das Frauenbild zur damaligen Zeit lässt zu wünschen übrig. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Juli 2004 von Judith
Vorlage zum neusten Webber-Musical
Im September 2004 wird Sir Andrew Lloyd Webbers neues Musical "The Woman In White" seine Londoner Premiere im Palace Theatre im West End feiern. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. März 2004 von Stephan Drewianka
Einfach genial!Wirklich ein sehr gutes Buch
Ich fand das buch einfach spitze! obwohl ich erst 14 jahre alt bin, konnte ich das Buch einfach nicht aus der hand geben. Lesen Sie weiter...
Am 6. August 2002 veröffentlicht
Das 19. Jahrhundert läßt gruseln...
Walter Hartright wird als Zeichenlehrer für die beiden jungen Damen Laura und Marian verpflichtet und es kommt, wie es nun einmal kommen muß: Er verliebt sich in die... Lesen Sie weiter...
Am 21. Juli 1999 veröffentlicht
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