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Die Frau in Weiß.
 
 
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Die Frau in Weiß. [Broschiert]

Wilkie Collins
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 655 Seiten
  • Verlag: Dtv; Auflage: N.-A. (1994)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423201711
  • ISBN-13: 978-3423201711
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
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Wilkie Collins
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Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Die Frau in Weiß
OT The Woman in White OA 1860 DE 1965Form Roman Epoche Viktorianisches Zeitalter
Von dunklen Familiengeheimnissen in einer nach außen heilen Gesellschaftsordnung, von Giftmischerei, Intrigen, Geheimbünden und vom sporadischen Einbruch des Übernatürlichen in Form erschreckender Visionen handelt dieser »viktorianische Bestseller«.
Entstehung: Der Legende zufolge basiert die Ausgangssituation – das nächtliche Zusammentreffen des Helden und hauptsächlichen Erzählers, Walter Hartright, mit der geheimnisvollen, aus einer Irrenanstalt entflohenen Frau in Weiß – auf einem wahren Erlebnis des Autors: In Begleitung seines Bruders Charles und des Malers John Millais (1829-96) sei Collins 1858 einer ganz in Weiß gekleideten Frau begegnet, die aus einer Villa im Regent’s Park gefüchtet war, wo sie unter dem Einfluss magnetischer Kräfte gefangen gehalten worden sei. Die Dame hieß im wirklichen Leben Caroline Graves und war ab 1858 für 30 Jahre die Lebensgefährtin von Collins.
Inhalt: Die Begegnung Walter Hartrights mit der geistig verwirrten Anne Catherick löst eine Kette schicksalhafter Ereignisse aus: Als Walter kurze Zeit später als Zeichenlehrer auf das Gut Limmeridge in Cumberland kommt, erkennt er in seiner Schülerin Laura Fairlie eine Doppelgängerin der mysteriösen Fremden. Die beiden verlieben sich, doch Laura ist einem anderen versprochen. Obwohl er durch das erneute Erscheinen von Anne auf Limmerigde beunruhigt ist, reist Walter aus Taktgefühl ab. Die scheinbar zusammenhanglosen Warnungen der Frau in Weiß erfüllen sich: Die Ehe von Laura und Sir Percival Glyde entpuppt sich als reine Geldheirat. Glydes Busenfreund Conte Fosco schmiedet einen perfiden Plan, der die Identitäten von Laura und ihrer Doppelgängerin vertauscht: Die unter einem Vorwand nach London gelockte Anne stirbt im Haus des Conte an einem Herzleiden und wird in Limmeridge unter Lauras Namen beigesetzt, während die echte Lady Glyde – durch die Ereignisse psychisch und körperlich zerrüttet – im Irrenhaus landet. Lauras tatkräftiger Halbschwester Marian gelingt es, sie aus dem Sanatorium zu befreien. Indem er die Geschichte der Frau in Weiß – in Wirklichkeit Lauras illegitime Halbschwester väterlicherseits – rekonstruiert, gelingt es Walter Hartright, die Ehre und den guten Namen Lauras wiederherzustellen. Als seine Frau wird sie in ihre alten Rechte wieder eingesetzt, ihr neugeborener Sohn wird der Erbe von Limmerigde.
Aufbau: Collins bedient sich einer verschachtelten Erzählweise, die Augenzeugenberichte, Tagebuchaufzeichnungen und Briefe der beteiligten Personen kombiniert. Die verschiedenen Perspektiven gaben dem Autor Gelegenheit, in den Tonarten und Sprachrhythmen aller Gesellschaftsschichten zu brillieren. Ganz in der Tradition des Fortsetzungsromans »dosiert« Collins die Informationen und Andeutungen, legt falsche Fährten und lässt die Spannungskurve zum Ende der Kapitel rapide ansteigen.
Wirkung: Schon die dreibändige Erstausgabe wurde von Publikum und Kritik begeistert aufgenommen und erfuhr allein im Erscheinungsjahr sieben Auflagen. Alle Arten von Gebrauchsartikeln, Kleidungsstücke, sogar ein Walzer wurden nach der Frau in Weiß benannt. Der Stoff wurde mehrfach für Kino und Fernsehen verfilmt, u. a. in der Sowjetunion, wo das Buch große Popularität genoss. In Deutschland setzte eine verstärkte Collins-Rezeption erst Mitte der 1960er Jahre ein, nachdem Arno R Schmidt 1965 den hierzulande fast vergessenen Autor wieder entdeckt und seine brillante Übersetzung der Frau in Weiß vorgelegt hatte. W. Co. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Kurzbeschreibung

Berühmt und literaturhistorisch bedeutend wurde Wilkie Collins als Begründer des modernen englischen Kriminalromans, vor allem durch Die Frau in Weiß. Der junge Zeichenlehrer Walter Hartright, die Hauptfigur dieses Romans, ist zwar noch kein professioneller Detektiv wie so unzählig viele seiner Nachfolger, aber er ermittelt und beobachtet genauso wie diese, um der mysteriösen Frau in Weiß auf die Spur zu kommen.
Laura, die junge Erbin von 'Limmeridge House', ist Sir Percival versprochen. Als Walter Hartright sich in sie verliebt, muß er auf Wunsch von Mr. Frederick Fairlie, dem Onkel Lauras, seine Stelle aufgeben und das Haus verlassen. Ein anonymes Schreiben, das kurz vor seiner Abreise eintrifft, warnt Laura vor einer Verbindung mit Sir Percival. Da begegnet Walter Hartright zum zweitenmal der Frau in Weiß ...
Die Geschichte der mysteriösen Erbschaft von Limmeridge ist spannend von der ersten bis zur letzten Zeile. Die beiden Helden sind ein echt viktorianisches Liebespaar, und für die Aufklärung des Verbrechens, dem die Frau in Weiß zum Opfer fällt, und das nun Laura, die junge Erbin von Limmeridge, bedroht, bedient sich Collins einer sehr modernen Methode. Nicht ein allwissender Erzähler, sondern die Personen der Handlung selbst enthüllen nach und nach in raffinierten Briefen und Berichten das Geheimnis um die Frau in Weiß.
Collin's Roman erschien 1860 zunächst als Fortsetzungsgeschichte in Dicken's Zeitschrift All the Year Round und fand sofort begeisterte Aufnahme beim englischen Publikum, ein echter Bestseller seiner Zeit. Die Ausgabe des Fischer Taschenbuch Verlages wurde von Arno Schmidt übersetzt. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Noch immer unübertroffen, 12. Januar 2009
Von 
Rene Granacher "Die Synkope" (Stockstadt am Rhein) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Geheimnisvolle Charaktere, echte und falsche Liebe, Schatten der Vergangenheit, Kämpfe und Intrigen, düstere Vorzeichen, belauschte Gespräche, Friedhöfe im Mondlicht... die "Frau in weiß" hat alles, woran man bei einem spannenden Gesellschaftsthriller denkt. Wenn man diese Zutaten heute als ausgelutscht und klischeehaft empfindet, hat man recht, denn längst wurden sie von schlechten Autoren bis zum Überdruß strapaziert. Aber: Wilkie Collins ist ein guter Autor - und er ist derjenige, der diese Zutaten als erster zu einem spannenden Gemisch verquickt hat. Collins hat das Schreiben revolutioniert und ist in vielem bis heute unerreicht.

Der viktorianische Autor Wilkie Collins gilt als Erfinder des Kriminalromans überhaupt (mit "The Moonstone"), war schon zu Lebzeiten eine legendäre Figur durch "The Woman in White" - sein erstes Meisterwerk, das ihn unsterblich machte. Er war aber auch skandalumwittert, da er ganz offen in wilder Ehe lebte. Er hatte das spannende Schreiben perfektioniert: Erschien die Zeitschrift mit der neuen Fortsetzung eines seiner Bücher, so standen die Menschen frühmorgens vor den Läden Schlange. Nicht zuletzt, weil Collins die Technik des Cliff-Hangers eingeführt und auf die Spitze getrieben hatte, des Spannungshöhepunkts am Ende eines Kapitels.

Übrigens sind Collins' Helden oft Heldinnen: Starke Frauen, die sich über das eingeschränkte Frauenbild ihrer Zeit hinwegsetzen. Der Autor gilt darum auch als ein Wegbereiter des Feminismus, auch privat trat er gegen die unwürdige Situation der Frau in seiner Epoche ein. Und er war ein Meister des literarischen Grundsatzes "Show, don't tell": Er berichtete die erstaunlichen Geschehnisse und Personen nicht nur, sondern ließ den Leser sie selbst mitempfinden. In "The Law and the Lady" etwa führt er eine besonders ungewöhnliche Figur ein (den Maschinenmenschen Miserrimus Dexter), indem er die Heldin zwei hochspannende Kapitel lang - in denen die Handlung ansonsten keinen Schritt vorankommt - den außergewöhnlichen Charakter erleben und kennenlernen lässt.

Auch darin war Collins seiner Zeit weit voraus: Seine Schurken nicht platte Bösewichte, sondern faszinierende und vielschichtige Charaktere, den Helden mindestens ebenbürtig. Hier in der "Frau in weiß" ist es vor allem Graf Fosco, dessen undurchschaubares Wesen ihn in den Mittelpunkt des Interesses stellt. Die Handlung hier nachzuerzählen würde dem Roman nicht gerecht: seine ausgeklügelt verwickelten und immer wieder überraschenden Handlungsstränge muss man selbst "miterlebt" haben. Faszinierend finde ich, wie Collins vor nichts zurückschreckt: Eine dramatische Katastrophe, mit der ein anderer Autor sich selbst in eine erzählerische Sackgasse manövriert hätte, ist für Collins nur der Ausgangspunkt für neue spannende Wendungen.

Denn das ist das wichtigste bleibt: Collins' Geschichten kann man auch heute noch nur schwer aus der Hand legen, weil sie einfach so genial konstruiert und unglaublich spannend geschrieben sind. Krimis, aber auch viel mehr das, Gesellschaftsromane vom feinsten. Viele seiner Bücher gibt es auf deutsch, aber auch sein Englisch ist nicht schwer zu lesen. Am bekanntesten sind neben der "Frau in weiß" noch der Moonstone/Monddiamant und "Armadale", zu deutsch: "Der rote Schal".
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ausgezeichnete Kombination von Liebesgeschichte und Krimi, 15. September 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Frau in Weiß. (Broschiert)
Collins verbindet in gekonnter Art und Weise eine Liebesgeschichte mit einem Kriminalroman:

Der Zeichenlehrer Walter Hartright wird engagiert, um den zwei jungen adligen Damen Laura und Marian Unterricht zu geben. Walter und Laura entwickeln eine gewisse Zuneigung zueinander. Doch sie ist bereits einem anderem versprochen, und außerdem steht der Standesunterschied zwischen ihnen... Hört sich an wie eine ganz banale Story. Die elegante Erzählweise von Collins macht sie jedoch äußerst lesenswert.

Schon bald deutet sich die Kriminalgeschichte an und gewinnt im Laufe des Buches immer mehr Gewicht. Hartright ahnt ein Verbrechen und will ihm auf den Grund gehen, weil es für eine polizeiliche Verfolgung nicht genügend Beweise gibt. Im Verlauf der Erzählung fügen sich Andeutungen und Nebensächlichkeiten zu einem schlüßigen Bild zusammen. Obwohl Collins den Leser immer wieder mit vollkommen unerwarteten Wendungen überrascht, erscheint die Geschichte nie konstruiert. Die Art und Weise wie das Verbrechen durchgeführt wurde und die Beweggründe dafür sind einleuchtend und logisch, halten aber trotzdem viele Überraschungen bereit.

Bemerkenswert ist auch, daß die Geschichte so erzählt wird, wie es in einem Gerichtsverfahren geschehen würde: Jeder Zeitabschnitt wird von derjenigen Person geschildert, die am nähesten an den Ereignissen war, ähnlich einem Zeugen. Die Sprache, in der diese Personen erzählen, benutzt Collins als elegantes Mittel zu ihrer Charakterisierung. Die Wechsel von Hartrights Sprachstil zu dem einer Haushälterin oder des alten Fairlie sind sehr gelungen, manchmal auch recht amüsant

Fazit: Es lohnt sich

Empfehlung: Wem Die Frau In Weiß gefallen hat, sollte es mal mit Der Monddiamat versuchen...

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17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Klassische Kriminal-Literatur auf höchstem Niveau, 17. Februar 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Frau in Weiß (Taschenbuch)
Als extremer Leseratte ist dies eines der Bücher, das mir über die Jahre hinweg als eines der wenigen wirklich sehr lesenswerten Werke in Erinnerung geblieben ist.
Ich habe dieses Buch schon vor mehreren Jahren gelesen und denke noch heute voll Begeisterung daran zurück.
Ein Roman in wunderschöner Sprache, intensiv und voller Spannung von der ersten bis zur letzten Seite.

Ich war richtig traurig, als ich das Buch beendet hatte und diese wunderbare und faszinierende Welt mit ihren Protagonisten verlassen mußte...

Für anspruchsvolle Literatur-Liebhaber ein absolutes Muß!

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