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Die Frau im Mond Gebundene Ausgabe – 1. August 2007


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 136 Seiten
  • Verlag: Hoffmann und Campe; Auflage: 9. Auflage (August 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3455400779
  • ISBN-13: 978-3455400779
  • Originaltitel: Mal di pietre
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (61 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 343.259 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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99 von 108 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von cl.borries on 28. August 2007
Format: Gebundene Ausgabe
Milena Agus Die Frau im Mond Hoffmann und Campe
ISBN 3455400779

Mit dem zweiten Roman der Autorin des Romans ' So lange der Haifisch schläft' hat Milena Agus erneut eine kleine und feine Erzählung vorgelegt.

Die Geschichte spielt auf Sardinien. Aus ruhigen und zarten Anfängen wird ein außergewöhnliches kleines Werk.

In einer Hommage an ihre Großmutter erzählt die Enkelin als Erzählerin ihre Geschichte.

Das junge Mädchen, das die Großmutter einst war, hat Pech in der Liebe. Alle möglichen Kandidaten laufen immer wieder davon. Ob es daran liegen mag, dass sie ihnen Liebesbriefe und erfundene Geschichten schreibt?
Von ihrer Familie wird sie als leicht verrückt eingeschätzt und auch so behandelt.
1943 kommt ein Witwer auf der Flucht vor dem Krieg auf die Insel und als Untermieter zu den Eltern.
Sehr schnell macht er der jungen Frau, die schon nicht mehr ganz jung ist, einen Heiratsantrag. Aber sie liebt ihn nicht!
Als sich heraus stellt, dass auch er sie nicht liebt, lassen sich beide auf eine Ehe ein, die mehr brüderlich-schwesterlich angelegt ist als auf die Erfüllung in der Liebe. Er erledigt seine Bedürfnisse in einem Bordell.
Als sie ihn eines Tages beim Rauchen einer Pfeife betrachtet, macht sie ihm den Vorschlag, das Geld für das Bordell zu sparen, denn sie könne für seine Bedürfnisse statt der Huren deren Aufgaben übernehmen.
So entwickelt sich ein sonderbares Verhältnis, das auf rationaler Ebene alle wichtigen Funktionen erfüllt. Nur die Liebe bleibt auf der Strecke.
Unsere liebenswerte Heldin sucht in ihren Träumen weiterhin nach der einzigen und wahren Liebe!
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95 von 113 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Christine on 9. Oktober 2007
Format: Gebundene Ausgabe
Der Roman erzählt die Lebensgeschichte einer Frau, geboren auf Sardinien in den Jahren vor dem zweiten Weltkrieg. Ihre Biografie wird uns von ihrer Enkelin erzählt. Die beiden Frauen haben ein herzliches, liebevolles Verhältnis zueinander, und so wird die Enkelin auch die Vertraute ihrer Großmutter.

Die Großmutter, die älteste Tochter der Familie, wird schon sehr bald als "verrückt" und "liebestoll" bezeichnet, vor allen Dingen von ihren Eltern, und hier insbesondere von der eigenen Mutter. Dabei ist das hübsche Mädchen, das die Großmutter einst war, lediglich recht forsch, hat viel Fantasie, und übt sich schon recht bald in unschuldigen Flirtversuchen. Ihre Mutter toleriert dieses Verhalten ganz und gar nicht und verdrischt das arme Mädchen mit allem was ihr gerade in die Hände fällt.

Auch die Männer im Dorf gehen auf Abstand zu der jungen Frau, denn keiner möchte die so genannte "Verrückte" heiraten und sich ernsthaft mit ihr einlassen. Dabei ist die Großmutter als junge Frau alles andere als unansehnlich. Ganz im Gegenteil, den Beschreibungen ihrer Enkelin zufolge, wächst sie vor dem inneren Auge des Lesers zu einer wahren Schönheit heran. Zumindest habe ich sie mir so vorgestellt. Und dumm ist sie auch nicht, denn die Lehrer haben die Eltern damals ermuntert das junge Mädchen auf eine weiterführende Schule zu schicken, doch diese wollen davon nichts wissen.

Als die Großmutter nun schon nicht mehr die Jüngste ist, taucht 1943 ein Witwer in ihrem Dorf auf, auf der Suche nach einer Bleibe. Die Eltern nehmen den Mann bereitwillig auf, und kurz darauf hält er um die Hand der "eigenwilligen" Tochter an. Die Eltern sind erleichtert!
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71 von 85 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Cornelia Wichert on 9. Dezember 2007
Format: Gebundene Ausgabe
Nun ja, ich oute mich als jemand, der sich schnell von euphorisch übermittelten Buchbesprechungen begeistern läßt und ja, auch die von Christine Westermann zitierte Lektüre machte mich extrem neugierig. Stutzig hätte ich vielleicht schon werden können, als eine Zuhörerin mit "abrupt und unbefriedigend" auf die Frage nach ihrer Empfindung zum Finale des Buches befragt wurde. Die anderen, überwiegend weiblichen Zuhörer, schwankten zwischen "erstaunlich", "zauberhaft" und ähnlichen Attributen. Also habe ich eine fünfstündige Zugfahrt dazu genutzt, mir selbst ein Bild zu machen.

Mein Fazit: Ich bewundere Elke Heidenreich, die wohl innerhalb von nur zwei Stunden bei der Lektüre dieses Buches die gesamte Bandbreite menschlicher Emotionen durchlebt hat (schreibt sie zumindest auf der Rückseite). Ich habe mich knappe zwei Tage durch den Stoff gekaut und es fiel mir zusehends schwerer, der Logik und den familiären Zusammenhängen überhaupt noch zu folgen. Gebe aber auch zu, dass ich mich nicht besonders angestrengt habe, dieses Knäuel diverser familiärer Fäden zu entwuseln. Eine Rezensorin schrieb, sie habe das Buch nach Seite 98 weg gelegt. Hätte ich auch machen sollen, denn den Schluss fand ich einfach - sorry - grottig. Ich kam mir definitiv auf den Krampf genommen vor und denke, ich werde mich bei der Auswahl meiner Lektüren künftig doch lieber wieder von meinem eigenen Empfinden leiten lassen als mich zu sehr an Empfehlungen zu orientieren. Vielleicht ist das ja auch alles nur geschickt gemachte PR, über bekannte und beliebte Moderatoren wie Christine Westermann und Elke Heidenreich Verlage und Autoren nach vorne zu pushen.
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