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Die Frau im Mond
 
 
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Die Frau im Mond [Taschenbuch]

Milena Agus , Monika Köpfer
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (56 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 135 Seiten
  • Verlag: dtv; Auflage: 5. Auflage (Februar 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423137363
  • ISBN-13: 978-3423137362
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (56 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 27.544 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Milena Agus
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Ihr lakonisches Debut ›Solange der Haifisch schläft‹ über die Nöte eines heranwachsenden Mädchens stieß vor allem unter jungen Lesern auf Begeisterung. Mit ihrem zweiten Roman, ›Die Frau im Mond‹, der 2006 erschien und von den lange zurückliegenden Liebesabenteuern einer Frau erzählt, kam über Frankreich auch in Italien der Durchbruch…Immer wieder geht es in ihren Romanen um die Eigenständigkeit weiblicher Lebensentwürfe, die oft auf ungewöhnliche Weise erreicht wird…Es sind die stilisierte Naivität und die kunstvolle Schlichtheit, die den Charme von Agus’ Büchern ausmachen. Ihre Vorliebe für die sardische Nobelpreisträgerin Grazia Deledda schlägt sich auf ihre Figurenzeichnungen nieder und ist im italienischen Original bis in den Satzrhythmus spürbar. Agus’ gut zugängliche Erzählform macht es auch ungeübten Lesern leicht, sich auf ihren Geschichten einzulassen.«
Maike Albath, Neuen Zürcher Zeitung 28.01.2009

»Eine rührende Liebeserklärung an das ganz große Gefühl.«
eco.nova – Das Wirtschaftsmagazin Juni-August 2009

»Lassen Sie sich von dem schmalen Band nicht täuschen: Seine 144 Seiten sind prall gefüllt mit Leidenschaft, Liebe und der Macht der Fantasie. «
Brigitte EXTRA – Die besten Taschenbücher 2009 – FÜR DEN URLAUB 03.6.2009

Le Monde, Januar 23, 2007

"Eine glänzende Erzählung voller Geheimnisse und Leidenschaft." -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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97 von 105 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Eibe feine kleine Erzählung über die Liebe, 28. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Frau im Mond (Gebundene Ausgabe)
Milena Agus Die Frau im Mond Hoffmann und Campe
ISBN 3455400779

Mit dem zweiten Roman der Autorin des Romans ' So lange der Haifisch schläft' hat Milena Agus erneut eine kleine und feine Erzählung vorgelegt.

Die Geschichte spielt auf Sardinien. Aus ruhigen und zarten Anfängen wird ein außergewöhnliches kleines Werk.

In einer Hommage an ihre Großmutter erzählt die Enkelin als Erzählerin ihre Geschichte.

Das junge Mädchen, das die Großmutter einst war, hat Pech in der Liebe. Alle möglichen Kandidaten laufen immer wieder davon. Ob es daran liegen mag, dass sie ihnen Liebesbriefe und erfundene Geschichten schreibt?
Von ihrer Familie wird sie als leicht verrückt eingeschätzt und auch so behandelt.
1943 kommt ein Witwer auf der Flucht vor dem Krieg auf die Insel und als Untermieter zu den Eltern.
Sehr schnell macht er der jungen Frau, die schon nicht mehr ganz jung ist, einen Heiratsantrag. Aber sie liebt ihn nicht!
Als sich heraus stellt, dass auch er sie nicht liebt, lassen sich beide auf eine Ehe ein, die mehr brüderlich-schwesterlich angelegt ist als auf die Erfüllung in der Liebe. Er erledigt seine Bedürfnisse in einem Bordell.
Als sie ihn eines Tages beim Rauchen einer Pfeife betrachtet, macht sie ihm den Vorschlag, das Geld für das Bordell zu sparen, denn sie könne für seine Bedürfnisse statt der Huren deren Aufgaben übernehmen.
So entwickelt sich ein sonderbares Verhältnis, das auf rationaler Ebene alle wichtigen Funktionen erfüllt. Nur die Liebe bleibt auf der Strecke.
Unsere liebenswerte Heldin sucht in ihren Träumen weiterhin nach der einzigen und wahren Liebe!

Sie sollte ihr 1950 bei einem Kuraufenthalt begegnen.

Der Reduce, wie sie ihn nennt, ist ein versehrter Kriegsheld.
Als sie ihn sieht, ist es um sie geschehen. Er und kein anderer vermag ihre Liebe zu wecken!

Neun Monate nach dieser Begegnung kommt der Vater der Erzählerin zur Welt und entwickelt sich zu einem angesehenen Pianisten.
Nach einem Sprung in die Zukunft ist die Erzählerin, Tochter des Pianisten und einer Flötistin, ihrer Großmutter in inniger Liebe verbunden. Sie beobachtet und erzählt, wie sich alles weitere zugetragen hat.

Die Geschichte wirkt mit ihren simplen Sätzen naiv und einfach. Sie ist mit ungewöhnlicher Phantasie ausgestattet und löst Neugier aus. Zugleich bildet sie eine Allegorie auf das Leben. Die Liebe, die alle Wünsche erfüllen soll, ist der unerfüllbare Traum, dem die Realität auf Dauer nicht standhält.
Wie die Ehe auf einer Ebene fremd und scheu, auf der anderen handfest und sexuell praktisch vollzogen wird, das ist schon bemerkenswert!
Die Großmutter schreibt verschämt Gedichte. Niemand als der Liebaber und die Enkelin dürfen davon Kenntnis nehmen.
Wie sich aber die Liebe zwischen dem Reduce und ihr abspielt, das ist ein Zauberwerk. Die Musik, die sie durch ihn kennen und lieben gelernt hat, bleibt ihr Geheimnis. Sie erreicht, dass sie im Sohn ihren Widerklang findet.

Das italienische Leben, die bodenständigen und fest gefügten Formen sardischen Familienlebens werden in Worten erzählt, die Land und Leuten gerecht werden.
Die große Liebe, der die Hauptfigur anhängt, und die in der Figur des Reduce verkörpert wird, ist von einer solchen Innigkeit und Sehnsucht, dass man ganz mitfühlt und sehr gut versteht, wie im alltäglichen Leben alle Träume zerplatzen.

Das Leben spielt verrückt, und verrückt sind zuweilen auch die fantasiebegabten Menschen. Skurril, phantastisch und eigenwillig ist die Konstruktion des kleinen Romans.
Hinter dem schmalen Band vermutet man zunächst keine so amüsante und groß angelegte Lebensgeschichte.

Man lasse sich überraschen von dem Reiz der Erzählung und von dem ganz unvorhergesehenen Ende!
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94 von 111 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Die Frau im Mond, 9. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Frau im Mond (Gebundene Ausgabe)
Der Roman erzählt die Lebensgeschichte einer Frau, geboren auf Sardinien in den Jahren vor dem zweiten Weltkrieg. Ihre Biografie wird uns von ihrer Enkelin erzählt. Die beiden Frauen haben ein herzliches, liebevolles Verhältnis zueinander, und so wird die Enkelin auch die Vertraute ihrer Großmutter.

Die Großmutter, die älteste Tochter der Familie, wird schon sehr bald als "verrückt" und "liebestoll" bezeichnet, vor allen Dingen von ihren Eltern, und hier insbesondere von der eigenen Mutter. Dabei ist das hübsche Mädchen, das die Großmutter einst war, lediglich recht forsch, hat viel Fantasie, und übt sich schon recht bald in unschuldigen Flirtversuchen. Ihre Mutter toleriert dieses Verhalten ganz und gar nicht und verdrischt das arme Mädchen mit allem was ihr gerade in die Hände fällt.

Auch die Männer im Dorf gehen auf Abstand zu der jungen Frau, denn keiner möchte die so genannte "Verrückte" heiraten und sich ernsthaft mit ihr einlassen. Dabei ist die Großmutter als junge Frau alles andere als unansehnlich. Ganz im Gegenteil, den Beschreibungen ihrer Enkelin zufolge, wächst sie vor dem inneren Auge des Lesers zu einer wahren Schönheit heran. Zumindest habe ich sie mir so vorgestellt. Und dumm ist sie auch nicht, denn die Lehrer haben die Eltern damals ermuntert das junge Mädchen auf eine weiterführende Schule zu schicken, doch diese wollen davon nichts wissen.

Als die Großmutter nun schon nicht mehr die Jüngste ist, taucht 1943 ein Witwer in ihrem Dorf auf, auf der Suche nach einer Bleibe. Die Eltern nehmen den Mann bereitwillig auf, und kurz darauf hält er um die Hand der "eigenwilligen" Tochter an. Die Eltern sind erleichtert! Nur der Großmutter bleibt bei dem Gedanken an der Heirat das Herz fast stehen. Sie liebt diesen Fremden nicht, und kann sich nicht vorstellen ihm jemals eine "richtige" Frau zu sein. Was sie ihm schließlich in ihrer Verzweiflung auch gesteht. Doch der Witwer nimmt dieses Geständnis recht gelassen entgegen und beruhigt sie, indem er ihr mitteilt, dass sie sich darüber keine Gedanken machen brauche! Er liebe sie ebenso wenig, werde sie aber respektieren.

Nun wird im weiteren Verlauf geschildert wie die Ehe sich dann zwischen den beiden entwickelt. Wie Bruder und Schwester leben sie anfangs zusammen, bedacht darauf dem anderen nur ja nicht zu nahe zu kommen. Nach einigen Jahren allerdings kommen sie sich auch körperlich nahe. Man erfährt, dass ihr Mann sie sehr wohl liebt und sich um ihr Wohl sorgt.

Als der Großmutter 1950 wieder einmal die Nierensteine zu schaffen machen und sie deshalb in Kur geschickt wird, lernt sie dort den Reduce kennen, ebenfalls Kurgast, in dem sie sich Hals über Kopf verliebt.

Schließlich wird sie auch schwanger und kann diesmal sogar das Kind austragen. Das einzige Kind, das sie je haben wird.

Für mich ist es die Geschichte einer verzweifelten jungen Frau, die für ihre Zeit viel zu forsch ist. Da sie nicht ausleben darf wer sie ist, verzweifelt sie und tut sich wüste Dinge an, aber sind das wirklich Taten einer Verrückten, oder eher einer verzweifelten jungen Frau?
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63 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Wollknäuel statt roter Fäden, 9. Dezember 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Frau im Mond (Gebundene Ausgabe)
Nun ja, ich oute mich als jemand, der sich schnell von euphorisch übermittelten Buchbesprechungen begeistern läßt und ja, auch die von Christine Westermann zitierte Lektüre machte mich extrem neugierig. Stutzig hätte ich vielleicht schon werden können, als eine Zuhörerin mit "abrupt und unbefriedigend" auf die Frage nach ihrer Empfindung zum Finale des Buches befragt wurde. Die anderen, überwiegend weiblichen Zuhörer, schwankten zwischen "erstaunlich", "zauberhaft" und ähnlichen Attributen. Also habe ich eine fünfstündige Zugfahrt dazu genutzt, mir selbst ein Bild zu machen.

Mein Fazit: Ich bewundere Elke Heidenreich, die wohl innerhalb von nur zwei Stunden bei der Lektüre dieses Buches die gesamte Bandbreite menschlicher Emotionen durchlebt hat (schreibt sie zumindest auf der Rückseite). Ich habe mich knappe zwei Tage durch den Stoff gekaut und es fiel mir zusehends schwerer, der Logik und den familiären Zusammenhängen überhaupt noch zu folgen. Gebe aber auch zu, dass ich mich nicht besonders angestrengt habe, dieses Knäuel diverser familiärer Fäden zu entwuseln. Eine Rezensorin schrieb, sie habe das Buch nach Seite 98 weg gelegt. Hätte ich auch machen sollen, denn den Schluss fand ich einfach - sorry - grottig. Ich kam mir definitiv auf den Krampf genommen vor und denke, ich werde mich bei der Auswahl meiner Lektüren künftig doch lieber wieder von meinem eigenen Empfinden leiten lassen als mich zu sehr an Empfehlungen zu orientieren. Vielleicht ist das ja auch alles nur geschickt gemachte PR, über bekannte und beliebte Moderatoren wie Christine Westermann und Elke Heidenreich Verlage und Autoren nach vorne zu pushen. Anders kann ich mir den Erfolg mancher Bücher nicht erklären. Aber wie auch immer, diese, meine Meinung, ist wie alle anderen auch, eine Einzelmeinung und ich freue mich für diejenigen, denen das Lesen dieses Buches Spaß gemacht hat. Für jene war es dann definitiv keine verschwendete Lebenszeit ;o)
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