Der Film beschreibt ein Heimkehrerdrama. Er steigt Ende des Zweiten Weltkrieges ein (Sommer 1944), der Haupt-Teil des Films bezieht sich jedoch auf die unmittelbare Nachkriegszeit, das Warten und Hoffen auf die Heimkehr eines Wehrmachts-Unteroffiziers und der dramatischen Begegnung des Mannes mit seiner Frau, welche sich zwischenzeitlich in einen anderen Mann verliebte.
Insgesamt ein Film, den man sich durchaus mal anschauen kann. Alles in allem ist es jedoch etwas vorhersehbar, spannend bleibt es dennoch. Auf der einen Seite sehen wir wie es dem Soldaten in russischer Kriegsgefangenschaft ergeht (Fluchtversuch und Arbeitslager), auf der anderen Seite sehen wir die Annäherung seiner Frau mit einem anderen Mann, welcher zugleich sein bester Freund ist. Den Höhepunkt des Films bildet die Heimkehr des Soldaten und das Zusammentreffen mit seiner Frau bzw. Familie.
Die Entwicklungs-Stufen der Charaktere sind zwar nachvollziehbar, wird aber filmtechnisch nicht so ganz dramatisch rübergebracht. Der Ablauf mutet etwas zu standardisiert an, wirkliche Überraschungen zeigt der Film auch nicht. Das Ende verbleibt etwas unschlüssig und für meinen Geschmack etwas enttäuschend. Kein Meisterwerk, aber ein solider Film.
6/10 Punkte