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Produktinformation
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Nachdem Adam Burden zum neuen Direktor des New London Regent's Park Zoological Garden bestellt worden war, verschafft Madelene sich Zugang zum Fest anläßlich des offiziellen Amtsantritts und Erasmus gelingt es, das Rednerpult zu entern und sich vor hohen Regierungsvertretern und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens als die in der Evolution dem Menschen nachfolgende, also höherentwickelte Lebensform zu outen, gesteht allerdings ein, in seiner Mission, der gefährdeten Gattung Mensch hilfreich zur Seite zu stehen, an eben dem Menschen gescheitert zu sein. Zum Erstaunen der Anwesenden und der Millionen Fernsehzuschauer betreten auch mehrere erfolgreiche und angesehene Menschen aus dem Auditorium die Bühne und entkleiden, also demaskieren sich und geben ihr Geheimnis preis: nämlich jener dem Menschen nachfolgenden "Affenart" anzugehören. In dem zwangsläufig entstehenden Chaos dieser Veranstaltung gelingt es Madelene, Erasmus und den Affen zu fliehen und mit dem Segelboot des Tierhändlers Bally Themseaufwärts zu fahren, jener kleinen dänischen Insel entgegen, von welcher Erasmus zu seiner Mission aufgebrochen war...
Die Frau und der Affe vom dänischen Bestsellerautor Peter Hoeg ist ein kurzweiliges, literarisch jedoch nicht sehr anspruchsvolles Buch. --Mike Markart -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .
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Der Roman handelt kurz zusammengefaßt von einer sich langsam entwickelnden Beziehung zwischen Mensch und Tier; genau genommen zwischen einer Frau und einem männlichen Affen einer bislang unbekannten Spezies. Was manchen Autor zu einer billigen und vielleicht auch perversen Story verleitet hätte, nutzt Hoeg auf unnachahmliche Weise, um eine wunderschöne Parabel über das Leben und insbesondere die Stellung des Menschens in diesem Leben auszubreiten.
Auf dem Buchrücken ist von einem "Märchen-Thriller" zu lesen. Sicherlich enthält die Geschichte märchenhafte Züge. Glücklicherweise fehlt jedoch das belehrende Element. Will man das Buch mit modernen Genres erfassen, enthält es einen großen Science-Fiction Anteil.
Peter Hoeg stellt die Frage nach der Stellung des Menschen im Gefüge der Welt oder gar im Universum, wobei das bisweilen monopolistische, selbstgefällige und als selbstverständlich über alles andere erhabene Selbstverständnis der Menschheit in Frage gestellt wird.
Er bedient sich hierbei einer schönen Liebesgeschichte zweier Wesen unterschiedlichen Ursprungs. Am Anfang dieser Liebesgeschichte steht die sich langsam entwickelnde Selbstfindung der Frau, die hierbei die ihr auferlegten standesbedingten Zwänge durchbrechen muß. Erst nachdem sie dadurch in die Lage versetzt wird, dem Leben vorurteilslos und ohne gesellschaftliche Zwänge zuzusprechen, ist es ihr möglich, die Beziehung mit diesem "Tier" einzugehen, wobei sie eigentlich doch nur vor hatte, das Leben des Affen vor den selbstsüchtigen und nach Geld, Macht und Ruhm strebenden Wissenschaftlern ihrer Gesellschaftsschicht (ihr Ehemann!) zu retten.
Bezeichnenderweise funktioniert diese Beziehung auch nur in einem besonderen Tierreservat.
Mit fortschreitender Entwicklung dieser Beziehung kommt zunehmend Zweifel an dem selbstherrlichen Selbstverständnis der Menschheit, sie sei der "Herrscher" der Erde, auf. Bis am Ende die Gewißheit steht: irren ist halt doch menschlich.
Sicherlich kann und soll sich jeder seine eigene Meinung bilden. Hierzu provoziert diese Buch auch geradezu, weil Peter Hoeg es wagt, an den Grundfesten des Selbstverständnisses der Menschheit zu rütteln. Fakt ist, dieses Buch kann man nachdem man es gelesen hat, nicht einfach so zur Seite legen; es zwingt einen geradezu, auch danach den dort angesprochenen Gedanken weiter nachzuhängen und sie weiter fortzuspinnen.
Sollte man eigentlich schon "Smilla" gelesen haben, so ist dies bei "Die Frau und der Affe" eindeutig ein "Muß"!!!
Während ich bei Hoegs "Smilla" nach einigen Seiten die Lust verlor, überraschte mich "Die Frau und der Affe" durch seine durchweg fesselnde und genaue Erzählweise.
Passend zum Zeitgeschehen wurde hier ein altbekanntes Thema vollkommen neu und sensibel... Lesen Sie weiter...
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