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Die Frühreifen
 
 
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Die Frühreifen [Broschiert]

Philippe Djian , Uli Wittmann
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 390 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 1., Aufl. (Februar 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257236557
  • ISBN-13: 978-3257236552
  • Originaltitel: Impuretés
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 11,2 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 435.434 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Philippe Djian
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

„Etliche Manager und Führungskräfte hätten ohne zu zögern Vater und Mutter die Gurgel durchgeschnitten, um hier auf diesem Hügel wohnen zu können -- in diesem grünen Paradies aus unzähligen Schattierungen, schicken Privatwegen und hochgeschätzten abendlichen Empfängen, auf denen man Schauspielerinnen, Produzenten, Schriftstellern, Filmregisseuren, Tänzern, Musikern, Theaterbesitzern, Modeschöpfern und dergleichen mehr begegnete --, aber das würde ihnen natürlich nicht gelingen.“ Denn das Anwesen im Reichenghetto ist das einzige, was dem einst hoch bezahlten Autor Richard und seiner ungeheuer talentierten Frau, der Schauspielerin Laure, noch geblieben ist. Mit den Drogen und der Geburt der Kinder Lisa und Evy ging es kontinuierlich bergab mit der Karriere, und was zuletzt zu sterben scheint, ist die Hoffnung auf ein glanzvolles Comeback. Lisa ist schon tot, ertrunken an einem schönen eisigen Februartag in einem der benachbarten Seen.

Seit diesem Tag frühstückt der 14-jährige Evy im Nobelanwesen allein. Denn auch wenn es niemand ausspricht, geben doch viele Bewohner der Gegend dem Jungen die Schuld am Tod seiner Schwester. Und auch die Eltern brechen manchmal in eine Mischung aus Vorwürfen und Tränen aus. Zehn Jahre ist der Tod Lisas schon her, aber die Erinnerung daran schwebt immer noch wie ein Damoklesschwert über dem Hügel. Evy aber hat sich ganz in sich zurückgezogen und bewahrt sein Geheimnis über das Geschehen damals ebenso wie das Geheimnis seines eigenen Lebens und Liebens in dieser Welt der Affären und der Oberflächlichkeit eisern für sich -- bis noch ein zweites Unglück geschieht.

Mit Betty Blue hat der inzwischen 57-jährige französische Autor Philippe Djian in den achtziger Jahren ein Buch vorgelegt, das seit der spektakulären Verfilmung von Regisseur Jean-Hugues Anglade mit einer Atem beraubenden Béatrice Dalle als eine Art Kultbuch gehandelt wird: mit allen Vor- und Nachteilen, die eine solche Klassifizierung für einen Autor mit sich bringt. Zum einen verkauft sich Betty Blue natürlich immer noch und sichert seinem Verfasser ein erkleckliches Einkommen. Zum anderen aber werden alle anderen Nachfolgewerke von der Literaturkritik an diesem Bestseller gemessen. Dies aber ist überaus unfair. Denn jedes Buch Djians ist auf seine Art faszinierend und eigenständig. So ist es auch mit Die Frühreifen, das als melancholisches, durch unzählige Schattierungen glänzendes Gesellschaftspanorama einer sexualisierten, eigentlich verlorenen Welt so jugendlich frisch daherkommt, als sei sein Autor im Laufe der letzten Jahrzehnte kaum gealtert. --Stefan Kellerer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

kulturnews.de

"Betty Blue" machte ihn in den 80ern zu Frankreichs Nr. 1, mit seinem neuen Generationsroman kehrt Philippe Djian jetzt an die Poleposition zurück. In "Die Frühreifen" erzählt er von 68ern und ihren Kindern. Wenn Sex, Drogen und Rock den generationenübergreifenden Lifestyle bestimmen, sollte dann wieder über Werte verhandelt werden? Beim etablierten wie kaputten Künstlerehepaar Trendel könnte man das meinen: Tochter Lisa ist unter ungeklärten Umständen in einem See ertrunken. Ihr 14-jähriger Bruder Evy könnte das Rätsel auflösen - doch er schweigt, wie auch über seine Gefühle und Bedürfnisse. Mit Tiefenschärfe und Humor erzählt Djian so explizit wie Michel Houellebecq vom Kampf der Generationen. Doch während der Kollege wirre Moral und Konservatismus bemüht, geht es Djian nicht um Antworten. Er formuliert lieber die Fragen weitreichender und genauer. (cs) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Abgeklärtheit des Alters? 19. September 2006
Format:Gebundene Ausgabe
Sicher: Djian ist seit "Betty Blue" um zwanzig Jahre gealtert. Obwohl ich ihn zu meinen größten Vorbildern zähle und auch alle Bücher von ihm gelesen habe, fand ich nicht alle gut. "Schwarze Tage, weiße Nächte" fand ich z.B. gelinde ausgedrückt "sch...". "Reibereien" war auch nicht so der Brüller. Und nat. kann man "Die Frühreifen" nicht mit "Erogene Zone" oder eben "Betty Blue" vergleichen.

Aber die "Frühreifen" hat durchaus Qualitäten! Vielleicht liegt es daran, dass ich ebenfalls in dem Alter bin, wo man sich selber fragt, welche Generation eigentlich die größere Macke hat. Die Eigene, die sich auch mit 40 konsequent weigert erwachsen zu werden, oder die "Andere" die auf so seltsame Ideen kommen wie dem Papst zuzujubeln oder keinen Sex vor der Ehe zu wollen.

Genau zwischen diesen beiden Generationen knallt es nähmlich gewaltig in Djians neuem Werk. Der ehemaligen "Sex, Drugs & Rock'nRoll" Generation und ihren Kindern. Und abgesehen von der Tatsache, dass beide Generationen ihre Drogen von ein und dem selben Dealer kaufen, haben sie wirklich nichts, absolut garnichts mehr gemeinsam. Die Jüngeren sind auf der Suche nach Orientierung, die Älteren können, oder wollen, keine Vorbilder sein, können keine Werte vermitteln und über ihre Nachkommen nur resigniert den Kopf schütteln. Und genau diese Situation beschreibt Djian mit der für ihn, irgendwie doch immer noch typischen, Beschreibung von lakonischem, belanglosen Alltagstrott, der dennoch die Wucht eines Faustschlags hat, versetzt mit einer gehörigen Potion Ironie.

Es ist anders als seine anderen Bücher, aber auch um Längen besser als einige der letzten Werke.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sex, Drogen, Tod 3. November 2006
Von zueribueb TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
"Die Frühreifen", der deutsche Titel von Phillippe Djians neuem Roman, legt den falschen Schluss nahe, dass es sich um einen Jugendroman handelt. Im Original heisst das Buch "Impuretés", also Unreinheit, Unkeuschheit, Unzucht. Djian entwirft ein Gesellschaftsportrait über drei Generationen, in dem der 14-jährige Evy, seine nonkonformistischen Eltern, seine Kollegen, Freunde und Nachbarn in einem Villenviertel im Zentrum stehen. Das Titelbild ist übrigens ein Gemälde von David Hockney mit dem sinnigen Titel "Portrait of an Artist".
Örtlich ist die Handlung nicht fassbar, vielmehr haben Ort und Geschichte Modellcharakter, eine dekadente Gesellschaft an einem Nirgendwo. Die beschriebene materialistische Gesellschaft ist ziemlich oberflächlich, aber auch abgeklärt. Auch wenn Evys Schwester und weitere Personen sterben, so geht das Leben unbeirrt weiter. Mit Drogen und sexuellen Ausschweifungen wird die Realität zugedröhnt. Konflikte werden unter der Oberfläche gehalten. Alles dem Spass untergeordnet. Kein Innehalten, um nach Sinn zu suchen. Zwischen den Generationen sind schliesslich überhaupt keine Unterschiede feststellbar. Die Alten sind genauso unreif wie die Jungen.
Djian läuft auf der stilistischen Ebene wieder einmal in Hochform auf, vergleichbar mit "Pas de deux". Allerdings ist die Geschichte seltsam statisch. Alles dreht sich irgendwie im Kreis, es findet keine Entwicklung statt und es kommt zu thematischen Wiederholungen. Das macht die Lektüre auf Dauer etwas ermüdend. Darum schwanke ich zwischen 3 und 4 Sternen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Meister des Stils 23. Oktober 2008
Von cucculain
Format:Broschiert
Die Geschichte des 14 jährigen Evy zeigt einmal mehr, mit welch unvergleichlicher Stilsicherheit Phillip Djian es versteht, Geschichten in einem Tempo vorzutragen, dass einem die Spucke wegbleibt und es einem kaum gelingt, das Buch aus der Hand zu legen.

Djian beschreibt in seinem neuesten Werk drei Generationen des modernen Lebens. Die Sprachlosigkeit der Jungen, vollgedröhnt mit Drogen und sexuellen Eskapaden, der Hoffnungslosigkeit bis in den Tod und die abgrundtiefe Verachtung, die sie ihren Eltern entgegenbringen.
Die Genration der Eltern, die sich in ihrem Leben der Oberflächlichkeiten verstricken und bezüglich Drogen und Sexualität den Kindern ein wenig gutes Vorbild geben.
Und die Generation der Großeltern, die mit ihren starren Vorstellungen, der eigenen Unbeweglichkeit und der nervtötenden Bevormundung der jüngeren Generationen ihr Recht auf Gehör verspielen.
All das spielt an einem beliebigen, fiktiven Ort mit fiktiven Personen, dramatisch überzogen und teilweise ins Unglaubliche geschrieben, trotzdem immer mit dem Beigeschmack der schonungslosen Offenheit und knallharten Realität. Geschrieben in einer Sprache, die die Liebe zum Wort in jeder einzelnen Zeile widerspiegelt, die einmal mehr beweist, dass Phillip Djian ein Meister der Gegenwart ist und völlig zu Recht zu den am meisten gelesenen Autoren unserer Zeit zählt. Die Art, Situationen, Menschen und Landschaften zu beschreiben beweisen seine geistige Verwandtschaft zu Herman Melville und Kerouac.

Wer Djian kennt, wird sich in die Hände klatschen und das Buch nicht aus Hand legen.
Wer ihn noch nicht kennt, wird einen notorischen Ästheten mit dem Talent, den Leser bis ins Mark zu erschüttern, kennen lernen.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Und irgendwann erwischt er einen doch...
...der Zauber von Djians "Schreibe". Obwohl -Die Frühreifen- eine ganze Weile brauchte, ehe der Roman mich an die "alten Zeiten" mit Philippe Djian zurück erinnerte. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Juli 2009 von Thomas Knackstedt
Schund
An sich ist dieses Buch keine einzige Zeile Wert. Doch da wird von dem renommierten Diogenes Verlag ein solcher Schmöker verlegt und auch noch mit Lobgesängen gehuldigt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. Januar 2009 von Uwe Ditzen
Irgendwie belanglos
Djian ist einer meiner Lieblingsautoren, unter anderem wegen der oft gnadenlos nüchternen Bestandsaufnahme seiner Figuren. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. August 2008 von Heribert Blau
Weder gut noch schlecht...
Zuallererst muss ich doch sagen, dass diejenigen, die das Buch gar nicht fertig gelesen haben, sich doch die Mühe sparen können, hier etwas reinzuschreiben. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Mai 2008 von Andreas
Enttäuschend
Ich war ein Fan von Djian, von Betty Blue, Erogene Zone, Verraten und Verkauft über Reibereien bis zu Krokodile begeistert, aber dieses Buch ist eine echte Zumutung. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. März 2008 von B. Hainzer
Die tragische Geschichte einer gescheiterten Wertevermittlung und ein...
Sie wohnen oben in einem mondänen Villenviertel auf dem Hügel, irgendwo in einer Stadt in Frankreich. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Oktober 2007 von Winfried Stanzick
Kaum Schwächen...
Dem Urteil meines Vorredners kann ich mich in keinster Weise anschließen, eben gerade die Form des Buchs als fraktaler Aufbau zeigt gerade die Befindlichkeiten der... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. September 2007 von Jürgen Kremer
Ein unerbauliches und überflüssiges Buch!
Ich habe das Buch gleich nach den ersten 5 Seiten weglegen wollen und ihm dann wieder und wieder noch einmal eine Chance gegeben. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. März 2007 von L. Faust
Philippe Djian ist merklich ruhiger geworden. Und nicht schlechter!
Wenn Kinder in die Pubertät kommen wird oft vieles anders in der Familie und manchmal läuft dann irgendwie alles aus dem Ruder und die Generationen zoffen sich und... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. Januar 2007 von Der Buch-Vorleser
Traurig
Ich kann mich nur dem ersten Rezensenten anschließen.

Bisher hat es Djian immer geschafft, vor allem durch eine wunderbare Schreibe glaubwürdige Geschichten... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. November 2006 von M. Runge
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