"Frogs" - Fernsehtitel: "Die Frösche" (OT: FROGS), USA 1972, Regie: George McCowan.
Produktion: American International
Kinoverleih: Metro-Goldwyn-Mayer
Produzenten: George Edwards und Peter Thomas
Buch: Robert Hutchinson und Robert Blees, nach einer Story von Robert Hutchinson
Kamera: Mario Tosi
Musik: Les Baxter
Schnitt: Fred R. Feitshans jr. (A.C.E.)
Kostüme: Phyllis Garr
BESETZUNG: Ray Milland (Jason Crockett), Sam Elliott (Pickett Smith), Joan Van Ark (Kare Crockett), Adam Roarke (Clint Crockett), Judy Pace (Bella Berenson), Lynn Borden (Jenny), Mae Mercer (Maybelle), David Gilliam (Michael), Nicholas Cortland (Kenneth) u.v.m.
Sprachen: Deutsch in Dolby Surround; sowie Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch - jeweils in Dolby Digital Mono
Untertitel: Französisch, Holländisch, Italienisch und Spanisch;
zusätzlich Deutsch und Englisch für Hörgeschädigte
FSK 16
Format: 1.85:1
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Bei der VORLIEGENDEN FASSUNG handelt es sich um die 86-minütige Langfassung des Films - EINIGE SZENEN liegen nicht in einer Originalsynchronisation vor und wurden mangels Synchro UNTERTITELT!
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Zum Inhalt:
Der gealterte Millionär Jason Crockett sitzt seit vielen Jahren im Rollstuhl und logiert auf einer eigenen kleinen Insel vor Florida. Der Despot lädt wie jedes Jahr seine Familie und dessen Partner/innen zu seinem Geburtstag im Juni in seine Südstaatenvilla ein. Wie immer kommen alle, spekulieren sie doch auf das Vermögen des alten Griesgrams.
In diesem Jahr bekommen sie unerwartet Besuch von dem Pressefotografen Pickett Smith in seinem Kanu, der für einen Artikel über Umweltverschmutzung auf der Suche nach geeigneten Motiven ist. Jasons Sohn Clint fährt ihn mit dem Motorboot fast über den Haufen und lädt ihn kurzerhand auf einen "Drink" ein.
Pickett erlebt auf der Insel eine große Froschplage, die alle nachts nicht mehr schlafen lässt und der der alte Jason auf seine Art mit Gift zu Leibe rückt, sieht er doch den Menschen als Herrscher auf der Erde.
Doch die Reptilien- und Amphibienwelt auf und um die Insel lässt sich nicht lumpen und zeigt Jason und seiner Familie, wer der eigentliche "Herr" der Insel ist ...
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Zur Kritik:
David McCowan inszenierte mit "Frogs" einen makabren Öko-Horrorstreifen, der so von der Thematik her damals für Hollywood noch nicht selbstverständlich war, indem die Reptilien- und Amphibienwelt Rache für die Vergiftung und Zerstörung ihres Lebensraumes nimmt.
Heute ist der Zuschauer andere Filme gewohnt und der Horror will nicht (mehr) aufkommen, da die Liquidierungen der Familienangehörigen einfach zu dilettantisch inszeniert sind. Außerdem ist der Grundgedanke einer sich rächenden Natur auch von der Story her schon weit spannender und weniger vorhersehbar in Szene gesetzt worden. Denn "Frogs" verliert seinen anfänglich kritischen Ansatz im Verlaufe des Filmes immer mehr ...
Für den Film sprechen seine zum Teil sehr schönen Tieraufnahmen in einer beeindruckenden Sumpf- und Mangrovenlandschaft.
Was mich an dem Streifen besonders reizt, sind insbesondere die beiden guten Hauptdarsteller Ray Milland (1946 Oscar als Bester männl. Hauptdarsteller in Billy Wilders "Das verlorene Wochenende" (1945); ebenfalls brillant in Hitchcocks "Bei Anruf Mord" (1954) als meuchelnder Ehemann von Grace Kelly) und der damals 28-jährige Sam Elliott ("Gettysburg", "The Big Lebowski", "Der goldene Kompass"), die sich zusammen einen sehenswerten Disput über den Umgang des Menschen mit seiner Umgebung liefern.
Toll ist auch, dass der Film in seiner Langfassung von 86 Min. (Kinofassung: 78 Min.) vorliegt, auch wenn man dafür in Kauf nehmen muss, dass einzelne Sequenzen untertitelt werden (was mir persönlich lieber ist, als eine komplett neue Synchro!).
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Fazit:
"Frogs" ist ein typischer Tier-/Öko-Horrorfilm der 70er, der eben genau den Charme dieser Zeit hat. Er gruselt nicht, wird vielleicht von dem ein oder anderen höchstens als etwas ekelig wahrgenommen. Kurzweiliges Unterhaltungskino (der kritsche Aspekt kommt einfach zu kurz!), das aber aufgrund guter Darsteller durchaus einmalig Spaß macht. Für den, den es nicht stört, dass dies ein Film ist, den er sich einmal anschauen wird und dann ins Archiv stellt, durchaus eine Erwerbung wert. Für den, der einen wirklichen Horrorfilm sucht, eher sein lassen!
Wertung: 7 / 15 Punkte (Note 3-)