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Die Fondas. Ein Jahrhundert Hollywood.
 
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Die Fondas. Ein Jahrhundert Hollywood. [Taschenbuch]

Andreas Kern
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 270 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe; Auflage: 1 (2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3404615271
  • ISBN-13: 978-3404615278
  • Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 12,6 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 744.851 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Andreas Kern
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Aus dem Inhalt:

Aufblende: Don't Tell Dad

Der Mann aus Nebraska: Eine Legende entsteht

Krieg und Frieden: Die Kinder proben den Aufstand

Zwischen Vietnam und Hawaii: Wege des Ruhms, Wege der Versöhnung

Generation X: Cousin, Cousine - gemeinsam einsam?

Abspann: Es gibt keinen Zufall

Familienbuch

Filmografien - Ausgewählte Literatur - Zeittafel - Personen- und Filmregister - Bildnachweise



Leben in der Traumfabrik


"Ich sehe Henry Fonda an, und ich sehe das Gesicht Amerikas", erkannte Orson Welles einst. Seit den 40er Jahren hat sich das Gesicht Amerikas verändert, doch den Namen Fonda trägt es bis heute. Andreas Kern hat sich auf die Lebensspuren der Männer und Frauen der Fondas gemacht und ist auf ein bemerkenswertes Stück amerikanischer Film- und Alltagsgeschichte gestoßen. Wir erinnern uns: Leinwand-Gentleman Henry Fonda verkörperte in der Nachkriegszeit den moralisch tadellosen Amerikaner, auf den immer Verlass ist - ob als Abraham Lincoln, Wyatt Earp oder als der Aufrechteste der zwölf Geschworenen. Seine Kinder Peter und Jane eroberten hingegen in den wilden Sechzigern das Show- und Entertainment-Business. Im Windschatten von Protestbewegung und Jugendkultur wurde Jane Fonda als "Barbarella" zur Pop-Ikone, Bruder Peter brachte es als "Easy Rider" zur Kultfigur. Enkelin Bridget hingegen gehört mit "Weiblich, ledig, jung sucht ..." ganz den postmo dernen Neunzigern. Als Schauspieler in und außerhalb ihrer Rollen spiegelten die Fondas jeweils die Fantasien des amerikanischen Jahrhunderts wider, das auch das Jahrhundert Hollywoods, der Leinwand und des Starruhms war.

Der Verlag über das Buch

Leben in der Traumfabrik... Amerikanische Zeitgeschichte im Spiegel einer Hollywood-Familie

Früchte des Zorns, Easy Rider, Das China-Syndrom, Jackie Brown - seit über 60 Jahren sind die Fondas aus den großen und wichtigen Hollywood-Produktionen nicht wegzudenken. Was hat es auf sich mit dieser bemerkenswerten Familie? Andreas Kern zeichnet die spannende Familiengeschichte der Fondas nach - und mit ihr auch ein wichtiges Stück amerikanischer Kultur- und Alltagsgeschichte.

"Ich sehe Henry Fonda an, und ich sehe das Gesicht Amerikas", erklärte Orson Welles einst. Leinwand-Gentleman Henry Fonda verkörperte in der Nachkriegszeit den moralisch tadellosen Amerikaner, auf den immer Verlass ist. Er mimte Charaktere wie Abraham Lincoln, Wyatt Earp, oder den Aufrechtesten der zwölf Geschworenen.

Eine gänzlich andere Rolle spielten hingegen seine Kinder Peter und Jane. Sie eroberten in den wilden Sechzigern das Show- und Entertainment-Business - und das nicht minder erfolgreich. Zwischen Protestbewegung und Jugendkultur wurde Jane Fonda als Barbarella zur Pop-Ikone. Bruder Peter erlangte als Easy Rider Kultstatus, während Enkelin Bridget mit weiblich, ledig, jung sucht... und Jackie Brown ganz in die postmodernen Neunziger gehört.

Andreas Kern hat in seinem Buch die Lebensspuren der Fondas nachgezeichnet. Dabei entdeckt er in ihren exponierten und - fast zwangsläufig - verzerrten Lebensläufen nicht nur ein bemerkenswertes Stück amerikanischer Film- und Alltagsgeschichte. Er zeigt ebenso das hartnäckige Bemühen der Stars, die exaltierten Auswüchse ihrer Existenz auf ein vernünftiges Maß herunter zu stutzen.

Die Fondas ist ein spannender Blick hinter die Kulissen eines Lebens in der Traumfabrik - und gleichzeitig die Geschichte einer Familie, die gerade aufgrund ihres dauerhaften Erfolges mehr als einmal drohte, auseinander zu brechen.

Der Autor

Andreas Kern lebt als freier Autor und Film-Journalist in Hamburg. Er war 11 Jahre lang Redakteur bei der Verlagsgruppe "Milchstraße" (u.a. Max, Cinema, Kino, Neue Medien) und danach Chefredakteur der Zeitschrift Kino. Er ist unter anderem Autor von Making of ... Wie ein Film entsteht (1996). -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von ludwigwitzani TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Man hat behauptet, niemand könne Amerika verstehen ohne das Phänomen Hollywood begriffen zu haben. Ab den Zwanziger und Dreißiger Jahren verwandelten sich die Scheunen, in denen halbgare Stummfilmstreifen vor johlendem Publikum abgespult wurden, in Filmpaläste, in denen die Mythen einer Nation aufgeführt wurden. Die fast alle von jüdischen Emigranten gegründeten Filmstudios wie Paramount, Universal, Warner Brothers und MGM wurden zu den Geburtshelfern großer Filme wie „Ringo" „Vom Winde verweht" Früchte des Zorns", in denen sich die Nation wiedererkannte, feierte und beweinte. Henry Fonda (1905-1892), der sympathische Junger aus Nebraska, hat diese Entwicklung von der Pike auf miterlebt - über Rummelplatztourneen, Theatererfolge und den Broadway kommt er nach Hollywood ins sonnige Kalifornien und feiert seine ersten großen Erfolge in „Der junge Mr. Lincoln" oder „Mr. Roberts", die aus ihm einen der ersten großen Superstars des neuen Massenmediums Film machen. Fondas offene sympathische Erscheinung, seine Selbstdisziplin und seine hohen moralischen Ansprüche machen ihn zur Idealbesetzung für eine ganze Reihe hochkarätiger Rollen - im Privatleben ist er jedoch verschlossen, fordernd und schwierig. Seine Ehe mit Jane Seymour, der Jane und Peter Fonda entstammen, endet im Jahre 1950 tragisch durch Selbstmord der Ehefrau, und auch Peter und Jane Fonda werden zeit ihres Lebens am schwierigern Verhältnis zu ihrem Vater zu tragen haben. Als Kinderstar, Softpornoqueen in Barbarella und schließlich als linksradikale Anti-Vietnam-Aktivistin, als Ehefrau des Medienmoguls Ted Turner und zweifache Oscarpreisträgerin polarisiert und fasziniert Jane Fonda die Öffentlichkeit weit mehr als ihr Vater - ebenso wie ihr Bruder Peter, der als „Captain America" in "Easy Rider" den Nerv einer ganzen Generation trifft. Mit Peters Tochter Bridget Fonda ist die Schauspielerdynastie Fonda nun in der dritten Generation aktiv geworden, wobei Bridgets Erfolge von Leuten gefeiert werden, die ihren Großvater Henry nur noch als Legende kennen. Diesen Verästelungen eines ganzes Jahrhunderts Filmgeschichte in engem Kontext mit der Zeit- und Kulturgeschichte nachgespürt und für den Leser verständlich gemacht zu haben ist das Verdienst des vorliegenden Buches von Andreas Kern. Der Autor hat ein Buch vorgelegt, das den Kinofan ebenso zufrieden stellen wird wie den sozialgeschichtlich interessierten Leser. Eine Filmographie, eine Zeittafel und ein ausführliches Register machen sein Werk zu nicht weniger als einem kulturgeschichtlichen Nachschlagewerk der amerikanischen Filmgeschichte Und gut lesbar ist es auch noch. Allererste Sahne, am besten zu lesen und zu schmökern zwischen einigen Fonda-Filmen.
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