Diese Frage stellt sich der Leser am Ende des Buches wirklich - vorausgesetzt er hat es geschafft, sich durch die ewig langen 600 Seiten des Buches zu kämpfen, und zwar wortwörtlich. Denn um den Inhalt des Buches darzustellen reichen eigentlich zwei Worte: Regen + Geballer.
Die Idee mit der apokalyptischen Flut und den Dauerregen ist ja nicht einmal schlecht, aber dem Leser WIRD schlecht wenn er alle drei Seiten ausführlich erzählt bekommt, wie schlimm der Regen doch ist, und dass es nun ja schon sooo lange regnet. Lieber Herr Hohlbein, niemand will eine Abhandlung über das Wetter lesen, so seltsam es auch sein mag. Bitte weniger Regen!
Nun zum anderen Handlungsstrang, dem Geballere. Action ist ja schön und gut, sie macht Bücher interessant. Zumindest manche Bücher, denn alles ist gut in Maßen, nicht in Massen!
Das gesamte Buch hindurch wird die total verblödete Hauptfigur von Killern verfolgt, und dann wird geschossen, geflüchtet und wieder geschossen, und ab und zu fliegt auch einmal etwas in die Luft. Warum manchmal hier oder dorthin geflüchtet wird erwähnt der Autor dann in einem Satz, den der Leser geflissentlich überlesen kann. Die Personen müssen von dort ja eh gleich wieder flüchten! Was ist das für eine Handlung? Ich erwarte bei einem Roman zur Unterhaltung wirklich keinen tiefgehenden Plot, aber das ist lächerlich.
Hinzu kommen noch die aberwitzigen Charaktere:
-Die Hauptfigur, die irgendwie nie weiß,was eigentlich los ist aber eine besondere Gabe hat (Wozu ist die in dem Buch eigentlich gut???),
-ihr Begleiter, der Arnold Schwarzenegger in Terminator hätte blass aussehen lassen (ist ja gut, wenn er nicht so unfähig ist wie die Hauptperson, aber unbesiegbar ist auch nix),
-und dann ein ganzes Arsenal an anderen Personen, deren Sinn zumeist fraglich bleibt und deren hauptsächliche Rolle darin besteht, dem Leser auf den Geist zu gehen. Was hat Hohlbein sich dabei nur gedacht?
Das Ende werde ich am Besten gar nicht kommentieren, nur so viel: Erfahrungsgemäß neigt Hohlbein sowieso zu kruden und meist übertriebenen Enden, dieses hier ist noch viel schlechter. Ich weiß nicht, wer dieses Buch in den höchsten Tönen loben kann. Haben die ein anderes Buch als ich gelesen? Ich muss zugeben, dass ich kein Hohlbein-Fan bin, aber er hat ein paar gute Bücher geschrieben. Das hier ist allerdings unterste Schublade, gerade gut genug für den Reißwolf (schade um die armen Bäume).