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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Über neun Juden aus Budapest, die nach der Flucht vor den Nazis Großes vollbrachten,
Von Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen (HALL OF FAME REZENSENT) (TOP 10 REZENSENT)
Rezension bezieht sich auf: Die Flucht der Genies: Neun ungarische Juden verändern die Welt (Gebundene Ausgabe)
Kati Martin, aus Budapest stammende und mit dem amerikanischen Diplomaten Richard Holbrooke verheiratete Autorin erzählt in diesem mit grandioser Erzählkunst geschriebenen Buch von neun ungarischen Juden, die alle in einem kleinen Radius von nur wenigen Kilometern in Budapest aufgewachsen sind und alle vor den Nationalsozialisten ins rettende Ausland, nach England oder Amerika fliehen mussten. Vier dieser ungarischen Juden waren als Wissenschaftler maßgeblich am Bau der Atombombe beteiligt, die sie im Wettlauf mit Nazideutschland für die USA entwickelten. Einer dieser vier, John von Neumann, gilt außerdem als der Vater des Computers.Die beiden Fotografen Robert Capa und Andre Kertesz veränderten mit ihren Bildern unsere Sicht auf die Welt und ihre Kriege. Michael Curtiz und Alexander Corta haben filmische Meisterwerke wie "Der dritte Mann" und "Casablanca" geschaffen und der Schriftsteller Arthur Koestler hat mit seinen autobiographischen Büchern sehr früh schon dem, der es wollte, die Abgründe des Kommunismus vor Augen geführt. Unzählige Quellen hat Kati Marton für diese wunderbare und intelligente Sammelbiographie studiert, in der sie in der Kombination aus einer hervorragenden Ausbildung und der Erfahrung nirgends in Sicherheit zu sein und keine Zeit zu verlieren zu haben, den Schlüssel für den Erfolg dieser neun jüdischen Genies aus Budapest sieht. Voller Details erzählt sie dennoch locker und leicht und macht das Buch nicht nur zu einem wichtigen Teil der Geschichte des ungarischen Judentums , sondern auch zu einer lehrreichen Lektüre über die wissenschaftlichen und kulturellen Leistung der neun beschriebenen Männer. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Eindrucksvolle Biografie großer Persönlichkeiten vor dem Hintergrund der Katastrophe des 20. Jahrhunderts,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Flucht der Genies: Neun ungarische Juden verändern die Welt (Gebundene Ausgabe)
Im Rahmen einer Rezension ist es unmöglich, diese neun Biografien zusammenzufassen. Sie ähneln einander und sind doch grundverschieden wie die einzelnen Charaktere, zu denen sie gehören. Alle neun Portraitierten hatten Familien, die sie förderten, und teilten das Schicksal der Emigration in einer schwierigen Zeit. Allen gelang es, sich in der neuen Heimat einen Ruf aufzubauen und noch zu Lebzeiten internationale Anerkennung zu gewinnen. Aber jeder hatte auch sein eigenes Leid zu tragen, etwa Holocaust-Opfer im Familienkreis.Kati Marton, selbst Nachfahrin ungarischer Emigranten, beschreibt zunächst das Budapest, in das die neun Berühmtheiten hineingeboren wurden, und dies so anschaulich, dass vor dem Leser die Kaffeehauskultur ganz plastisch aufersteht. Auch in die besondere Situation der Juden vermag er sich gut hineinzudenken. Chronologisch, das heißt parallel zu einander in sinnvoll gewählten Abschnitten, werden dann die einzelnen Leben nacherzählt - lebendig, anrührend, gut recherchiert, wobei der naturwissenschaftlich interessierte Leser bei den Viten der vier Atombombenentwickler sicher ein wenig mehr Details zu ihrer Arbeit wünschen würde (und sich wundert, dass Otto Hahn und Fritz Straßmann zu Physikern gemacht werden). Man muss die Gabe der Autorin bewundern, diese neun Leben so darzustellen, dass der Leser den Überblick nicht verliert und die Sprünge zwischen den einzelnen Persönlichkeiten problemlos nachvollziehen kann. Kati Marton flicht auch Details aus ihrer Familien- sowie ihrer eigenen Geschichte ein, doch diese fehlende Distanz zu ihren Protagonisten wirkt an keiner Stelle störend; sie trägt eher noch zum Verständnis für die Situation der großen Gemeinde an, vor allem, jüdischen Exil-Ungarn, insbesondere in den USA bei. Die Lektüre erweist sich als sehr packend und informativ, sie berührt und trägt zur Erweiterung des zeitgeschichtlichen Wissens bei. Wie gewohnt hat Eichborn auch diesen Band der "Anderen Bibliothek" hochwertig und ansprechend gestaltet und mit einem eleganten offenen Schuber versehen. Viele Fotos am Anfang und Ende des Buchs bringen die Portraitierten und ihr Werk näher. Sehr empfehlenswert! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
beeindruckende Geschichtsstunde,
Von Christian Döring "leseratte" - Alle meine Rezensionen ansehen (VINE®-PRODUKTTESTER) (HALL OF FAME REZENSENT) (TOP 50 REZENSENT)
Rezension bezieht sich auf: Die Flucht der Genies: Neun ungarische Juden verändern die Welt (Gebundene Ausgabe)
Wehmütig blicke ich auf die Geschichte zurück. Auf die 50er und 60er Jahre nach Ungarn. Wichtige Personen des intellektuellen jüdisch-ungarischen Bürgertums mussten ins Exil gehen, weil sie von kommunistischen Weltverbesserern ihrer Freiheit beraubt wurden.So wie es der Familie der Autorin erging, so verlief die Geschichte bereits ein zwei Jahrzehnte vorher in Ungarn. Und so beleuchtet Kati Marton als wichtige Zeitzeugin besonders authentisch die Schicksale besonders Prominenter: Leo Szilard Eugene Wigner John von Neumann Edward Teller Andre Kertesz Robert Capa Alexander Korda Arthur Koestler Viele dieser Frauen und Männer sind heute einer breiten Öffentlichkeit nicht mehr bekannt. Kati Marton holt diese Menschen in unseren Blickpunkt zurück. Sie macht Geschichte wieder lebendig. Da wo es einfacher ist wegzuschauen und Gras über die Angelegenheit wachsen zu lassen, da schaut die Autorin genau hin. Ein lesenswertes Buch!!! Christian Döring Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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