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Die Flucht der Ameisen
 
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Die Flucht der Ameisen [Gebundene Ausgabe]

Ulrich C. Schreiber
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 360 Seiten
  • Verlag: Shayol; Auflage: 1 (31. März 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 392612654X
  • ISBN-13: 978-3926126542
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 14,4 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (32 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 484.845 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ulrich C. Schreiber
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Im Verlauf umfangreicher Geländeuntersuchungen in Eifel und Westerwald findet der Geologe Gerhard Böhm sonderbare Strukturen in der Erdkruste. Dabei macht er eine auffällige Entdeckung: Hügelbauende Waldameisen siedeln bevorzugt auf den neu gefundenen Störungen in der Kruste. Besteht hier ein Zusammenhang zu Gasen aus dem Untergrund, die vielleicht einen Vorteil für die Ameisen bieten? Verstärkt auftretende Beben im Neuwieder Becken und im Aachener Raum und eine zunehmende Entgasung im Laacher-See lassen Böhm aufmerken. Früh denkt er an einen Vulkanausbruch, für ihn als Geologen hoch interessant. Doch an der falschen Stelle wäre er eine Katastrophe nicht abzuschätzenden Ausmaßes.

Nach einem frühen Wintereinbruch erforscht Böhm, welchen Bedingungen Ameisenhügel unter Schnee ausgesetzt sind. Als er die ersten Bauten an der Hohen Buche erreicht – einem relativ jungen Vulkan am Rhein –, macht er eine Entdeckung, die ihn hochgradig verstört: Die Ameisen sind trotz tiefer Temperaturen auf einem frei getauten Hügel aktiv. Böhm stellt neben erhöhten Temperaturen vulkanischen Schwefelgeruch fest. Mit den alarmierten Kollegen vom Geologischen Landesamt führt er in den nächsten Tagen Untersuchungen durch, die eine vulkanische Aktivität vermuten lassen. Sie finden Gase, wie sie für Vulkane typisch sind. Und zum Jahreswechsel bricht in Deutschland das erste Mal nach mehr als 10.000 Jahren wieder ein Vulkan aus, mit einer heftigen Eruption unmittelbar am Rhein. In Koblenz und den Orten am Mittelrhein kommt es zu allgemeiner Panik.

Nach kurzer Ruhephase öffnet sich wenige Monate später eine Spalte unterhalb des Vulkans, direkt am Steilhang des Rheintals. Aus ihr läuft unaufhaltsam Lava und versperrt dem Rhein den Weg. Alle Versuche, dies zu verhindern, scheitern. Schnell wird klar, dass an dieser Stelle der einzige Abfluss für ein Regeneinzugsgebiet besteht, das so groß ist wie Süddeutschland. Die gewaltigen Wassermassen stauen sich mit hoher Geschwindigkeit auf. Es ist die Zeit des üblichen Winterhochwassers. Chaos bricht aus. Der gesamte Mittelrhein, das Lahn- und Moseltal müssen sofort evakuiert werden. In der Folge steigt das Wasser bis in den Oberrheingraben; Mainz und Frankfurt werden überflutet.

Am Vulkan hat sich die Situation mit fortschreitender Entwicklung zugespitzt. Im Kontakt mit dem überstauten Wasser kommt es zu gewaltigen Eruptionen, die Teile des Lavadammes wegsprengen. Nach den katastrophalen Überschwemmungen im Oberlauf sind jetzt Bonn, Köln und der gesamte Niederrhein in Gefahr. Die Lage erscheint aussichtslos ...

Ulrich C. Schreiber wurde 1956 in Osterode am Harz geboren. Ab 1976 begann er das Studium der Geologie an der Technischen Universität Clausthal. 1979 machte er ein Praktikum beim staatlichen Wasserwesen in Windhoek, Namibia. 1981 folgte ein Studium der Geochemie in Göttingen. Im Sommer 1981 machte er seinen Abschluss als Diplom-Geologe und nahm an einer Forschungsfahrt von Samoa nach Hawaii teil, im Herbst 1982 machte er Geländeaufnahmen in Argentinien. Danach war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Assistent in Clausthal und Bonn. 1987 reichte er seine Dissertation über die Geochemie känozoischer Vulkanite aus Argentinien ein. Er habilitierte 1994 an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn mit einer Arbeit über die tertiären Vulkanite des Westerwaldes. Seit 1996 hat er eine C3-Professur für Allgemeine Geologie an der Universität Essen inne. Seine Arbeitsgebiete sind die regionale Geologie von Mitteleuropa, die Magmatektonik und die Geoökologie. Er veröffentlichte zahlreiche geowissenschaftliche Aufsätze und bearbeitete geologische Karten des Westerwaldes. Dr. rer. nat. habil. Ulrich Schreiber ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Über den Autor

Ulrich C. Schreiber wurde 1956 in Osterode am Harz geboren. Ab 1976 begann er das Studium der Geologie an der Technischen Universität Clausthal. 1979 machte er ein Praktikum beim staatlichen Wasserwesen in Windhoek, Namibia. 1981 folgte ein Studium der Geochemie in Göttingen. Im Sommer 1981 machte er seinen Abschluss als Diplom-Geologe und nahm an einer Forschungsfahrt von Samoa nach Hawaii teil, im Herbst 1982 machte er Geländeaufnahmen in Argentinien. Danach war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Assistent in Clausthal und Bonn. 1987 reichte er seine Dissertation über die Geochemie känozoischer Vulkanite aus Argentinien ein. Er habilitierte 1994 an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn mit einer Arbeit über die tertiären Vulkanite des Westerwaldes. Seit 1996 hat er eine C3-Professur für Allgemeine Geologie an der Universität Essen inne. Seine Arbeitsgebiete sind die regionale Geologie von Mitteleuropa, die Magmatektonik und die Geoökologie. Er veröffentlichte zahlreiche geowissenschaftliche Aufsätze und bearbeitete geologische Karten des Westerwaldes. Dr. rer. nat. habil. Ulrich Schreiber ist verheiratet und hat zwei Kinder. Die Flucht der Ameisen ist sein erster Roman.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Ein muss, wenn man im Neuwieder Becken wohnt, 26. November 2009
Von 
Guido Koelzer (Andernach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Wer im Neuwieder Becken wohnt und vom Vulkanismus begeistert ist, dem kann ich diesen Roman empfehlen. Es ist zwar ein ziemlich unwahrscheinliches Szenario, aber es könnte unter bestimmten Voraussetzungen halt auch eintreten. Zum Ende hin wird allerdings, wie der Autor selbst auch schreibt, etwas zuviel gekürzt. Die ganzen Zufälle sind auch etwas viel. Doch dies tat der Spannung keinen Abbruch. Man fragt sich immer was für eine Hiobsbotschaft kommt als nächstes.

Als Einwohner der Ortschaft Namedy, die so mit als erste in den Fluten des Rheins versinkt, kann man sich mit dem was passieren könnte logischerweise nicht anfreunden. Das Buch stellt auch den RTL-Zweiteiler Der Vulkan" bei weitem in den Schatten. Man hat sofort den Eindruck hier ist die Realität im Gegensatz zudem was im TV lief.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Die Geokalypse vor der Haustür. Ein beklemmendes Szenario., 16. April 2007
Von 
Apicula (Apiculis) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Flucht der Ameisen (Gebundene Ausgabe)
Haben Sie sich schon einmal vorgestellt, was wäre, wenn in Deutschland auf einmal ein Vulkan ausbräche? Mitten in Deutschland, einfach so - ohne Vorwarnung?!

Ulrich C. Schreiber schildert in "Die Flucht der Ameisen" solch ein Szenario: Vulkanausbruch in der Eifel! Im Roman wird das Geokalypse genannt. Sein Sohn (so erklärt er im Nachwort) hat das Wort GEOKALYPSE erfunden und ich finde, das passt ausgezeichnet.

Auch wenn Wissenschaftler diesen Thriller scheinbar gerne kritisieren, so möchte ich als Otto-Normal-Leser meinen Eindruck hier schildern und der will lauten: Grossartig!

Stellenweise fühlte ich mich etwas überfordert von Fachbegriffen aus der Geologie und die Geschichte in der Geschichte - nämlich jene mit den Nibelungenschatz - wollte mir auch nicht so völlig einleuchten, die hätte man weglassen können, oder zu einem stimmigeren Ende bringen können.

Nichtsdestoweniger halte ich "Die Flucht der Ameisen" für bemerkenswert spannende Unterhaltung!

Insbesondere empfehlenswert für Bewohner der Region Mittelrhein. Es ist faszinierend sich mittendrin zu befinden in diesem Schreckensszenanrio. Das bietet sozusagen noch eine zusätzliche Gänsehaut.

Fazit: Man merkt dem Thriller an, dass er nicht von erfahrener Hand geschrieben wurde, das macht ihn darum aber nicht weniger lesenswert. - Ich jedenfalls habe den Roman schon zwei Mal im Bekanntenkreis weiter verliehen und verschenkt und die Leute waren richtig begeistert davon.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Ausbaufähig, aber gut, 11. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Flucht der Ameisen (Gebundene Ausgabe)
Wissenschaftsromane erfreuen sich großer Beliebtheit. Der Erfolg von Frank Schätzings Science-Fiction Thriller Der Schwarm machte das deutlich. Etwa zeitgleich zu Der Schwarm entstand das Buch Die Flucht der Ameisen von Ulrich C. Schreiber. Schreiber beschreibt in seinem Roman ein Szenario, das so weit nicht hergeholt ist, nämlich ein Vulkanausbruch in der Eifel. Auch aus Sicht des Katastrophenschutzes ist das Buch durchaus interessant.

Auch wenn die Feuerwehr in dem Buch nicht erwähnt wird (dagegen aber das THW mehr als einmal), hätte der Autor aus meiner Sicht mehr auf die KatS-Organisation bei einem solchen Schadensbild eingehen sollen. In dem Buch geht die Evakuierung fast reibungslos und es stehen genügend Helfer bereit. Dass das in der Realität leider nicht so ist, brauche ich nicht auszuführen. Ein kleiner Exkurs in die Katastrophensoziologie hätte dem Buch sicherlich auch gut getan.

Schreiber erwähnt zwar ökologische Probleme von überfluteten Industrieanlagen und Kernkraftwerken, aber er führt diese nicht aus! Bestes Beispiel ist das in dem Buch überflutete AKW Mülheim-Kärlich. Aufgrund des Auftriebes hebt die Kuppel ab und schwimmt auf dem entstandene riesigen See, aber viel mehr schreibt der Autor nicht dazu. Noch dazu wird das ganze voyeuristisch, anstatt das Problem zu beschreiben. Böhm und seine Frau fotografieren das ganze, suchen ein Filmteam und finden es toll, so etwas einmal gesehen zu haben! Statt einen Ausflug in Richtung Bild-Zeitung zu machen, hätte der Autor die von ihm angerissene AKW-Problematik weiter ausführen sollen.

Überhaupt, die Erzählung ist insgesamt sehr kurz. Auch die Dialoge  egal ob nun im Krisenstab oder private Gespräche  wirken etwas hölzern. Auch hier wünscht man sich das ein oder andere ausführlicher und packender erzählt. Man muss zwar nicht gleich so ausführlich werden wie Frank Schätzing, aber aus Sicht des Katastrophenschutzes hätte man sicherlich mehr erwartet.

Als etwas störend empfand ich den Exkurs über den Fund eines alten Goldschatzes  vermeintlich dem Schatz der Nibelungen. Das kann man zwar erwähnen, aber Schreiber beginnt damit eigentlich eine Geschichte in der Geschichte. Plötzlich ist der Vulkan ganz weit weg und es geht nur noch um den Goldschatz.

Aber auch aus der Wissenschaft kommt Kritik. Entomologen unterstellen dem Buch Unwissenschaftlichkeit. Ihr konkreter Vorwurf an Schreiber ist, dass er Vermutungen über das Siedlungsgebiet von Ameisen in seinem Buch zu Fakten erklärt. Allerdings unterschlagen die Kritiker dabei, dass Schreiber selbst dies im Buch als Vermutung bezeichnet. Ein anderer Grund könnte einfacher sein: Neid. Wer in der Wissenschaft ein populäres Werk verfasst (egal ob wissenschaftlich oder Roman) ist einer besonderen Kritik ausgesetzt. Auch könnte es sein, dass die Ameisenforscher durch ihre Kritik einen verbotenen Eingriff in ihre Wissenschaft durch einen Geologen beklagen.

Trotz aller Kritik, der Ansatz des Buches ist gut. Hat man es einmal in der Hand, will man es nicht wieder hergeben. Schade nur, dass der Autor dieses spannende und in der Tat nicht unmögliche Szenario so kurz erzählt. Schreiber erklärt dem Laien wichtige Aspekte der Geologie und des Vulkanismus.
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