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Die Flucht der Ameisen: Ein Geo-Thriller
 
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Die Flucht der Ameisen: Ein Geo-Thriller [Taschenbuch]

Ulrich C. Schreiber
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (35 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 368 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: 5 (Mai 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 349225134X
  • ISBN-13: 978-3492251341
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,8 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (35 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 38.213 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ulrich C. Schreiber
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Im Verlauf umfangreicher Geländeuntersuchungen in Eifel und Westerwald findet der Geologe Gerhard Böhm sonderbare Strukturen in der Erdkruste. Dabei macht er eine auffällige Entdeckung: Hügelbauende Waldameisen siedeln bevorzugt auf den neu gefundenen Störungen in der Kruste. Besteht hier ein Zusammenhang zu Gasen aus dem Untergrund, die vielleicht einen Vorteil für die Ameisen bieten? Verstärkt auftretende Beben im Neuwieder Becken und im Aachener Raum und eine zunehmende Entgasung im Laacher-See lassen Böhm aufmerken. Früh denkt er an einen Vulkanausbruch, für ihn als Geologen hoch interessant. Doch an der falschen Stelle wäre er eine Katastrophe nicht abzuschätzenden Ausmaßes.

Nach einem frühen Wintereinbruch erforscht Böhm, welchen Bedingungen Ameisenhügel unter Schnee ausgesetzt sind. Als er die ersten Bauten an der Hohen Buche erreicht – einem relativ jungen Vulkan am Rhein –, macht er eine Entdeckung, die ihn hochgradig verstört: Die Ameisen sind trotz tiefer Temperaturen auf einem frei getauten Hügel aktiv. Böhm stellt neben erhöhten Temperaturen vulkanischen Schwefelgeruch fest. Mit den alarmierten Kollegen vom Geologischen Landesamt führt er in den nächsten Tagen Untersuchungen durch, die eine vulkanische Aktivität vermuten lassen. Sie finden Gase, wie sie für Vulkane typisch sind. Und zum Jahreswechsel bricht in Deutschland das erste Mal nach mehr als 10.000 Jahren wieder ein Vulkan aus, mit einer heftigen Eruption unmittelbar am Rhein. In Koblenz und den Orten am Mittelrhein kommt es zu allgemeiner Panik.

Nach kurzer Ruhephase öffnet sich wenige Monate später eine Spalte unterhalb des Vulkans, direkt am Steilhang des Rheintals. Aus ihr läuft unaufhaltsam Lava und versperrt dem Rhein den Weg. Alle Versuche, dies zu verhindern, scheitern. Schnell wird klar, dass an dieser Stelle der einzige Abfluss für ein Regeneinzugsgebiet besteht, das so groß ist wie Süddeutschland. Die gewaltigen Wassermassen stauen sich mit hoher Geschwindigkeit auf. Es ist die Zeit des üblichen Winterhochwassers. Chaos bricht aus. Der gesamte Mittelrhein, das Lahn- und Moseltal müssen sofort evakuiert werden. In der Folge steigt das Wasser bis in den Oberrheingraben; Mainz und Frankfurt werden überflutet.

Am Vulkan hat sich die Situation mit fortschreitender Entwicklung zugespitzt. Im Kontakt mit dem überstauten Wasser kommt es zu gewaltigen Eruptionen, die Teile des Lavadammes wegsprengen. Nach den katastrophalen Überschwemmungen im Oberlauf sind jetzt Bonn, Köln und der gesamte Niederrhein in Gefahr. Die Lage erscheint aussichtslos ...

Ulrich C. Schreiber wurde 1956 in Osterode am Harz geboren. Ab 1976 begann er das Studium der Geologie an der Technischen Universität Clausthal. 1979 machte er ein Praktikum beim staatlichen Wasserwesen in Windhoek, Namibia. 1981 folgte ein Studium der Geochemie in Göttingen. Im Sommer 1981 machte er seinen Abschluss als Diplom-Geologe und nahm an einer Forschungsfahrt von Samoa nach Hawaii teil, im Herbst 1982 machte er Geländeaufnahmen in Argentinien. Danach war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Assistent in Clausthal und Bonn. 1987 reichte er seine Dissertation über die Geochemie känozoischer Vulkanite aus Argentinien ein. Er habilitierte 1994 an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn mit einer Arbeit über die tertiären Vulkanite des Westerwaldes. Seit 1996 hat er eine C3-Professur für Allgemeine Geologie an der Universität Essen inne. Seine Arbeitsgebiete sind die regionale Geologie von Mitteleuropa, die Magmatektonik und die Geoökologie. Er veröffentlichte zahlreiche geowissenschaftliche Aufsätze und bearbeitete geologische Karten des Westerwaldes. Dr. rer. nat. habil. Ulrich Schreiber ist verheiratet und hat zwei Kinder. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Über den Autor

Ulrich C. Schreiber, geboren 1956, studierte Geologie, Chemie sowie Geochemie. Seine Forschungen führten ihn nach Namibia, Argentinien und in den pazifischen Raum. Er ist seit 1996 Professor für Allgemeine Geologie an der Universität Duisburg-Essen. Seine Arbeitsgebiete sind die regionale Geologie von Mitteleuropa, Vulkanismus und Tektonik sowie die Geoökologie. Dabei entdeckte er die Rolle der Ameisen als vulkanologisches »Frühwarnsystem«. »Die Flucht der Ameisen« ist sein erster Roman.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Apicula HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Haben Sie sich schon einmal vorgestellt, was wäre, wenn in Deutschland auf einmal ein Vulkan ausbräche? Mitten in Deutschland, einfach so - ohne Vorwarnung?!

Ulrich C. Schreiber schildert in "Die Flucht der Ameisen" solch ein Szenario: Vulkanausbruch in der Eifel! Im Roman wird das Geokalypse genannt. Sein Sohn (so erklärt er im Nachwort) hat das Wort GEOKALYPSE erfunden und ich finde, das passt ausgezeichnet.

Auch wenn Wissenschaftler diesen Thriller scheinbar gerne kritisieren, so möchte ich als Otto-Normal-Leser meinen Eindruck hier schildern und der will lauten: Grossartig!

Stellenweise fühlte ich mich etwas überfordert von Fachbegriffen aus der Geologie und die Geschichte in der Geschichte - nämlich jene mit den Nibelungenschatz - wollte mir auch nicht so völlig einleuchten, die hätte man weglassen können, oder zu einem stimmigeren Ende bringen können.

Nichtsdestoweniger halte ich "Die Flucht der Ameisen" für bemerkenswert spannende Unterhaltung!

Insbesondere empfehlenswert für Bewohner der Region Mittelrhein. Es ist faszinierend sich mittendrin zu befinden in diesem Schreckensszenanrio. Das bietet sozusagen noch eine zusätzliche Gänsehaut.

Fazit: Man merkt dem Thriller an, dass er nicht von erfahrener Hand geschrieben wurde, das macht ihn darum aber nicht weniger lesenswert. - Ich jedenfalls habe den Roman schon zwei Mal im Bekanntenkreis weiter verliehen und verschenkt und die Leute waren richtig begeistert davon.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ausbaufähig, aber gut 11. April 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Wissenschaftsromane erfreuen sich großer Beliebtheit. Der Erfolg von Frank Schätzings Science-Fiction Thriller Der Schwarm machte das deutlich. Etwa zeitgleich zu Der Schwarm entstand das Buch Die Flucht der Ameisen von Ulrich C. Schreiber. Schreiber beschreibt in seinem Roman ein Szenario, das so weit nicht hergeholt ist, nämlich ein Vulkanausbruch in der Eifel. Auch aus Sicht des Katastrophenschutzes ist das Buch durchaus interessant.

Auch wenn die Feuerwehr in dem Buch nicht erwähnt wird (dagegen aber das THW mehr als einmal), hätte der Autor aus meiner Sicht mehr auf die KatS-Organisation bei einem solchen Schadensbild eingehen sollen. In dem Buch geht die Evakuierung fast reibungslos und es stehen genügend Helfer bereit. Dass das in der Realität leider nicht so ist, brauche ich nicht auszuführen. Ein kleiner Exkurs in die Katastrophensoziologie hätte dem Buch sicherlich auch gut getan.

Schreiber erwähnt zwar ökologische Probleme von überfluteten Industrieanlagen und Kernkraftwerken, aber er führt diese nicht aus! Bestes Beispiel ist das in dem Buch überflutete AKW Mülheim-Kärlich. Aufgrund des Auftriebes hebt die Kuppel ab und schwimmt auf dem entstandene riesigen See, aber viel mehr schreibt der Autor nicht dazu. Noch dazu wird das ganze voyeuristisch, anstatt das Problem zu beschreiben. Böhm und seine Frau fotografieren das ganze, suchen ein Filmteam und finden es toll, so etwas einmal gesehen zu haben! Statt einen Ausflug in Richtung Bild-Zeitung zu machen, hätte der Autor die von ihm angerissene AKW-Problematik weiter ausführen sollen.

Überhaupt, die Erzählung ist insgesamt sehr kurz. Auch die Dialoge  egal ob nun im Krisenstab oder private Gespräche  wirken etwas hölzern. Auch hier wünscht man sich das ein oder andere ausführlicher und packender erzählt. Man muss zwar nicht gleich so ausführlich werden wie Frank Schätzing, aber aus Sicht des Katastrophenschutzes hätte man sicherlich mehr erwartet.

Als etwas störend empfand ich den Exkurs über den Fund eines alten Goldschatzes  vermeintlich dem Schatz der Nibelungen. Das kann man zwar erwähnen, aber Schreiber beginnt damit eigentlich eine Geschichte in der Geschichte. Plötzlich ist der Vulkan ganz weit weg und es geht nur noch um den Goldschatz.

Aber auch aus der Wissenschaft kommt Kritik. Entomologen unterstellen dem Buch Unwissenschaftlichkeit. Ihr konkreter Vorwurf an Schreiber ist, dass er Vermutungen über das Siedlungsgebiet von Ameisen in seinem Buch zu Fakten erklärt. Allerdings unterschlagen die Kritiker dabei, dass Schreiber selbst dies im Buch als Vermutung bezeichnet. Ein anderer Grund könnte einfacher sein: Neid. Wer in der Wissenschaft ein populäres Werk verfasst (egal ob wissenschaftlich oder Roman) ist einer besonderen Kritik ausgesetzt. Auch könnte es sein, dass die Ameisenforscher durch ihre Kritik einen verbotenen Eingriff in ihre Wissenschaft durch einen Geologen beklagen.

Trotz aller Kritik, der Ansatz des Buches ist gut. Hat man es einmal in der Hand, will man es nicht wieder hergeben. Schade nur, dass der Autor dieses spannende und in der Tat nicht unmögliche Szenario so kurz erzählt. Schreiber erklärt dem Laien wichtige Aspekte der Geologie und des Vulkanismus.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Bitte mehr davon! 13. Dezember 2006
Von hundeherz
Format:Gebundene Ausgabe
Durch unseren gemeinsamen Eifel-Urlaub in diesem Jahr, bei dem, wie immer, die Geologie der Gegend im Mittelpunkt stand, bin ich auf das Buch "Die Flucht der Ameisen" gestoßen.

Ich finde es sehr schade, dass sich diese Art der Wissensvermittlung für Laien, der ich bin, nicht stärker durchsetzt.

In Bezug auf Geschichte gibt es ja mittlerweile eine Flut von Romanen, die Hintergründe beleuchten etc. Allerdings muss ich dazu sagen,dass mich an diesen historischen Romanen abschreckt, dass die geschichtlichen Fakten hinter irgendwelchen (völlig austauschbaren) Herz-Schmerz-Dramen verschwinden und die Entwicklung von möglichst komplexen und verschachtelten Figuren und Lebensläufen (ebenso austauschbar) der Kern des Buchs fast nebensächlich wird.

Und genau DAS ist es, was ich am Stil DIESE

s Buches so mag: Der Autor hat natürlich seinen Protagonisten und Nebenfiguren, verliert sich aber nicht in endlosen Beschreibungen über deren Seelenleben und Familienbande, sondern nutzt sie nur als Rahmen für die Inhalte, die er vermitteln will. Ich mag diese Art von Sachlichkeit sehr, ist sie doch ein guter Mittelweg zwischen reiner Fiction und nüchternem Sachbuch.

Als einziger Verbesserungsvorschlag fiele mir nur ein Stichwortverzeichnis für die verwendeten geologischen Fachbegriffe am Ende des Buches ein, das es geologischen "Frischlingen" erleichtern würde, einmal gelesene Begriffe wie "Mofette" etc. nochmals nachzuschlagen ohne dazu durch das ganze Buch blättern zu müssen.

Somit möchte ich dem Autor mein großes Lob aussprechen für dieses Buch und ich hoffe, dass er noch Lust hat, weitere geologische Themen auf diese Art zu präsentieren. Ich wäre gespannt darauf!
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Vor 2 Monaten von dadaxel veröffentlicht
Da hätte man mehr rausholen können und müssen.
Amazon sollte vielleicht die Bewertungsmöglichkeiten erweitern. In dem Fall würde ich wohl so bewerten:

Idee zum Buch: 5 Sterne... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von K. Kimmel veröffentlicht
Faszinierendes Thema, fachlich gut, GRAUSAM geschrieben.
Fachlich fundiert, ausgesprochen lehrreich und höchst spannend: Das Buch verdient den Namen Geologie-Thriller. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Heero Miketta veröffentlicht
Selten aktuell - das sollten alle Politiker lesen (zur Zeit...
Der Inhalt des Buches wurde ja bereits hinreichend beschrieben.
In Kürze: Ein Geologieprofessor klettert in der Eifel und beobachtet seltsame Veränderungen in der... Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von silbergold veröffentlicht
originell
Ich bin immer auf der Suche nach Romanideen, die etwas abseits der üblichen Beziehungsgeschichten liegen. Dies ist bei diesem Buch der Fall! Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Michael veröffentlicht
Schlicht und Ergreifend Genial
Besonders Gut gefällt die eingebaute Geschichte einer Liebesbeziehung die wieder Auflebt nachdem die Kinder gross sind
Und wäre ich Film Produzent es wäre ein... Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Guido Waldenmeier veröffentlicht
Ein Geo-Thriller
Ich wohne nicht weit entfernt vom AKW Cattenom.
Ein Ansteigen des Wasserniveaus vom Rhein hätte auch für mich verheerende Folgen. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von pier6633 veröffentlicht
mir unverständlich, wie dieses Buch in Druck gehen konnte
Selten habe ich ein Buch gelesen, dass ich dermaßen langweilig fand, dass ich es am liebsten direkt wieder zurückgegeben hätte. Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von Karsten Berlin veröffentlicht
Kein Spannungsbogen vorhanden, stilistisch unangemessen
Ich habe dieses Buch zu Anfang meines Studiums der Geographie und Geologie gekauft, ohne bis dato Herrn Schreiber zu kennen. Lesen Sie weiter...
Vor 24 Monaten von Geo-Lilli veröffentlicht
... schwache Kalauer
Im Prinzip schliesse ich mich meinen "Vor-Kritikern" an, die sagten, dass der Roman eine gute Idee beinhalte aber schwach ausgeführt sei. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Januar 2010 von Ein anspruchsvoller Kunde
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