Wieder einmal gelingt es Frank Peretti einen packenden Thriller zu schreiben der die Welt des Sichtbaren mit der Welt des Unsichtbaren verknüpft.
Während die Protagonisten in dem Buch nur das sehen wozu sie im Stande sind, passiert mitten unter ihnen ein Kampf auf Leben und Tod. Ausgetragen von Engeln und Dämonen. Oftmals müssen die Leute in den Büchern von Peretti, leider viel zu spät, erkennen, das sie quasi das Dasein des Zauberlehrlings geführt haben. Die Mächte die sie meinten zu besitzen und zu kontrollieren, entpuppten sich als erheblich stärker als angenommen. Nicht die Menschen waren die Kontrolleure, sondern die Dämonen ließen es lediglich geschehen - solange es in ihrem Interesse lag. Die wahre Herrschaft gehörte ihnen, nicht Oliver Young, Alf Brummel oder Juleen Langstrat. Ein Fehler, den die Protagonisten letztendlich teilweise mit ihrem Leben bezahlen mußten.
Es ist wirklich tragisch zu wissen, das dieses Nichtbegreifen bei vielen Menschen noch vorherrscht. Wer sich mit Wahrsagerei, Kartenlesen oder Hellseherei einläßt wird irgendwann die Quittung dafür bekommen.
Das einzige was man dem Buch vielleicht vorwerfen kann ist das Peretti zu lange braucht um auf Touren zu kommen. Die ersten 200 Seiten sind einfach zu unspektakulär. Zu schleppend ist der Aufbau der Geschichte. Ob Nichtchristen so lange durchhalten, sei dahingestellt. Lesenswert ist das Buch aber allemale, die Geschichte gewinnt nach diesem Einstieg schnell an Fahrt und endet in einem furiosen Finale, wenn der Dämon Strongman und der Prinz Rafar auf den General und den Hauptmann der himmlischen Heerscharen treffen und es zum Kampf kommt.
Auch mir als Leser wird dann wieder bewußt wie wichtig Gebet ist, welche Kraft damit verbunden ist. Ob es nun wirklich als Kraftquelle der Engel dient sei dahingestellt. Es reicht, wenn es die Kraftquelle gläubiger Menschen ist.
Anzumerken ist vielleicht noch, das Peretti ein zweites Buch mit den gleichen Protagonisten geschrieben hat. Wer also mehr von Hauptmann Tal, Guilo oder etwa Bernice Krueger lesen möchte, dem sei das Buch -Das Licht in der Finsternis- empfohlen.
© deval