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Die Fieberkurve [Broschiert]

Friedrich Glauser
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 211 Seiten
  • Verlag: Arche Verlag; Auflage: 6 (1989)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3716020931
  • ISBN-13: 978-3716020937
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 10,9 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.568.787 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Friedrich Glauser wurde am 4. Februar 1896 in Wien geboren. Die Mutter war Österreicherin, der Vater Schweizer. Sein Leben war von Rastlosigkeit geprägt, unzählige Orte und Stationen säumten seinen Weg: Schulen in der Schweiz und in Österreich, Erziehungsheime, Gefängnisse und Psychiatrische Kliniken. Friedrich Glauser lebte in Frankreich, Belgien und Italien, war lange Zeit morphiumsüchtig, verbrachte einige Jahre in der Fremdenlegion und nahm teil an der Dadaismus-Bewegung in Zürich. Er starb am 8. Dezember 1938 in Nervi bei Genua.

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Kundenrezensionen

3.8 von 5 Sternen
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Cheibe suber isch es gsy! 14. November 2005
Von weiser111
Format:Broschiert
Wenn der Ermittler in einem erstmals 1937/38 erschienenen Schweizer Krimi kiffen darf und diese neue Erfahrung begeistert mit einem "cheibe suber isch es gsy" kommentiert -- dann kann nur Friedrich Glauser der Autor sein...
In der "Fieberkurve" geht es nicht nur die Aufklärung zweier aktueller und eines lange vergangenen ungeklärten Todesfalles -- es geht auch um Studers Jugendträume, die er nun, gerade eben Großvater geworden, von einer anderen Seite sieht: Ein Teil der Handlung spielt im Maghreb, bei der Fremdenlegion. Und es geht um arme Teufel, die das Schicksal über Gebühr gebeutelt hat.
Zunächst aber beginnt alles in Paris, wo Studer ein eigenartiger Geistlicher, ein "père blanc" vorgestellt wird, dem in einem Fremdenlegion-Posten vom "Hellseherkorporal" zwei Morde prophezeit worden waren. Studer lernt bald auch Marie Cleman kennen, ein "suubers Meitschi", das seine väterlichen Gefühle weckt -- aber auch sie ist in den Fall verwickelt. Und er findet heraus, dass es um viel Geld geht -- und darum, dass längst nicht alle Beteiligten das sind, das sie scheinen -- oder doch? Vieles spielt außerdem noch mit hinein, z.B. innerschweizerische Animositäten und der französische Geheimdienst -- eine etwas wirre Geschichte, zugegeben, die aber doch völlig logisch endet. Man merkt allerdings, dass der Roman erstmals in Fortsetzungen erschienen ist.
Aber trotz der spektakulären Handlungselemente hat "Die Fieberkurve" überhaupt nichts Reißerisches an sich. Im Gegenteil: Studer interessiert sich vor allem für die Geschicke der Beteiligten, hat ein Gespür für die Pechvögel, die das Schicksal geschlagen hat, und er legt eine unglaubliche Empathie an den Tag: "Zuerst und vor allem hatte man sich in die g'spässigen Verhältnisse der Familie Cleman einzuleben. Ja! Einzuleben!", heißt es einmal, und eine unglaublich dichte, mit verblüffenden Assoziationsketten gespickte Wachtraum-Sequenz mitten im Buch wird Studers weiteres Vorgehen bestimmen. -- Man merkt immer wieder, welch ein Meister der Erzählprosa Friedrich Glauser ist. In wenigen Sätzen, ohne jeden Bombast, aber mit meisterlich hingetupften, wunderbar stimmigen Bildern charakterisiert er all die verschiedenen Romanfiguren und Milieus. Egal ob es um die Atmosphäre im biederen Basel geht, um das Pariser Großstadtleben oder um die Weiten Nordafrikas und die gottverlassenen Fremdenlegions-Posten -- Glauser kennt die Personen und ihre Welt. Genau beobachtete Details, die man kennen muss, die man unmöglich aus den Fingern saugen kann, bestimmen den Roman, und dazu Bilder, die eben wegen ihrer sparsamen Mittel so stark berühren.
Glauser gilt zu Recht als einer der bedeutendsten Schweizer Autoren des 20. Jahrhunderts, und was seinen Wachtmeister Studer angeht -- der steht als einsamer Monolith in der Weltliteratur, vielleicht in einigen Teilaspekten noch mit Maigret vergleichbar. Glausers Stärke sind nicht einmal die Plots, sondern die Figuren, ihre Lebensumstände, und all die vielen stimmungsvollen Milieus, die er nicht nur aus eigener Erfahrung kennt, sondern auch exakt beobachtet und atmosphärisch dicht (und mit trockenem Humor) zu schildern weiß.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Schweizer Kommissar 26. Oktober 2001
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Wachtmeister Studer gehört für mich zu den Krimi-Gestalten, die gefangen nehmen. Vergleichbar den Figuren Guido Brunetti oder Kurt Wallander „ermittelt" man oder frau mit ihnen mit, lebt mit ihnen, teilt ihre Gedanken und Sorgen oder spricht ihnen beim Lesen Mut, Anerkennung oder Ansporn zu.
Studer ist ein reifer Mann mit leichten Hang zu jungen „Meitschi", die seine väterlichen Gefühle oder was auch immer wecken. Eine verpatzte Geschichte kostete ihn die Karriere und so betätigt er sich wieder als Ermittler, fängt von unten wieder an.
Friedrich Glauser, der im Ruf steht, eines der besten Bücher der Schweiz im letzten Jahrhundert geschrieben zu haben (Gourrama), gelingt es mit knappen Sätzen, soziale Porträts zu zeichnen. Die Atmosphäre der Schweiz dringt durch jeden Satz. In diesem Fall ist ein Ermittlungswettbewerb zwischen Bern und Basel Anlass zu skurrilen Schilderungen Schweizer Animositäten. Am trockenen Humor der Schilderungen hat man seine Freude. Dabei kommt die Spannung nicht zu kurz, obwohl das Hauptaugenmerk des Autors auf den menschlichen Tragödien des Alltags liegt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tragödien des menschlichen Alltags 12. Oktober 2001
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Wachtmeister Studer gehört für mich zu den Krimi-Gestalten, die gefangen nehmen. Vergleichbar den Figuren Guido Brunetti oder Kurt Wallander „ermittelt" man oder frau mit ihnen mit, lebt mit ihnen, teilt ihre Gedanken und Sorgen oder spricht ihnen beim Lesen Mut, Anerkennung oder Ansporn zu.
Studer ist ein reifer Mann mit leichten Hang zu jungen „Meitschi", die seine väterlichen Gefühle oder was auch immer wecken. Eine verpatzte Geschichte kostete ihn die Karriere und so betätigt er sich wieder als Ermittler, fängt von unten wieder an.
Friedrich Glauser, der im Ruf steht, eines der besten Bücher der Schweiz im letzten Jahrhundert geschrieben zu haben (Guarrama), gelingt es mit knappen Sätzen, soziale Porträts zu zeichnen. Die Atmosphäre der Schweiz dringt durch jeden Satz. In diesem Fall ist ein Ermittlungswettbewerb zwischen Bern und Basel Anlas zu skurrilen Schilderungen Schweizer Animositäten. Am trockenen Humor der Schilderungen hat man seine Freude. Dabei kommt die Spannung nicht zu kurz, obwohl das Hauptaugenmerk des Autors auf den menschlichen Tragödien des Alltags liegt.
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