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Diesmal dient die Folie des Dreißigjährigen Krieges als Hintergrundpanorama, vor dem sich das Schicksal eines Häufleins Flüchtiger auf dem Weg ins rettende Neuburg an der Donau abspielt. Hauptfigur in dem religiösen Schlachtengemälde, das zu Anfang des 17. Jahrhunderts die Bevölkerung Mitteleuropas erheblich dezimierte, ist die jugendlich blütenzarte Irmela von Hochberg. Ihrem geschärften Gehör war es zu verdanken, dass die meisten Frauen des Flüchtlingstrecks sich rechtzeitig vor der anstürmenden schwedischen Reiterei in die Wälder flüchten konnten, während ihre adligen Gatten nordisch kalt dahingemetzelt wurden. Doch statt Dankbarkeit zu ernten, gerät die arme Irmela - angestachelt durch die rachsüchtige Ehrentraud von Lexenthal -, in eine üble Lage. Ein Kind mit solch übersinnlichen Fähigkeiten, so Ehrentrauds perfide Logik, kann nur der Spross einer Hexe sein!
Solch harsch Urteil freut den Neuburger Prior Xaver von Lexenthal, den fiesen Onkel Ehrentrauds. War der fromme Mann nicht schon früher der ärgste Verfolger von Irmelas Mutter, die er der Ketzerei bezichtigte? Nur durch Protektion durch den pfälzisch-neuburgischen Herzog konnte die Arme damals dem drohenden Scheiterhaufen entkommen. Dann eben Irmela, die Brut der Hexe! Wechselnde geschichtsträchtige Schauplätze (auch Wallenstein hat einen Auftritt); Kriegsgetümmel und ein Figurentableau adliger Schachtelnamen, das einen Loriot zu diversen Sketchen inspiriert hätte. Aus Zutaten wie diesen zimmert das schreibende Erfolgspaar schon seit Jahren sein lebendiges, geschichtssattes und vor allem verkaufsträchtiges uvre. Gratulation zu diesem jüngsten Spross! Ravi Unger
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Langatmig und wenig überzeugend,
Von liveforever "live" (Bremerhaven) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die Feuerbraut: Roman (Taschenbuch)
Es war schon ein Willensakt, das Buch zu Ende zu lesen. Durch die erste Hälfte habe ich mich regelrecht gequält. Die Protagonisten überzeugten überhaupt nicht, so dass es wirklich schwer war, sich in die Geschichte hineinzuversetzen. Erst im letzten Drittel des Buchs bekam die Handlung ein wenig Spannung und ließ sich flüssiger lesen. Doch selbst die Entführung Irmelas und deren Haft haben mich nicht wirklich berührt, so dass ich mich widerum nicht identifizieren konnte. Die (fast) einzige Szene, die mich angesprochen hat, war die, in der Ehrentraud im Bann der schwarzen Hexe ist um ihre Schönheit wiederherzustellen.Außerdem ist mir ein Rätsel, wieso das Thema Hexenverfolgung in diesem Buch das "Oberthema" sein soll. Meines Erachtens dreht sich fast der komplette Plot um den 30jährigen Krieg, das Armeeleben und die wenig interessanten Gedankengänge der Hauptprotagonistin. Für mich stellt sich das Thema "Hexenverfolgung" nur nebensächlich dar (zwar wird von Anfang an immer wieder Irmela als Hexe bezeichnet, doch wirkt das für mich wenig überzeugend). Mehr solcher oben genannten Szenen oder eine detailliertere Beschreibung der Hexenprozesse, des Aberglaubens damals etc., wären dem Buch dienlich gewesen. Alles in allem bin ich diesmal wirklich enttäuscht und werde so schnell kein Iny Lorenz Buch mehr zur Hand nehmen! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Habe selten so wenig Bezug zu einer Hauptfigur ausgebaut,
Von JED "http://schmoekerstube.blogspot.com/" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 1000 REZENSENT)
Rezension bezieht sich auf: Die Feuerbraut: Roman (Gebundene Ausgabe)
Kurzinhalt:Irmela von Hochberg ist mit besonderen Fähigkeiten ausgestattet. Als sie während des 30jährigen Krieges vor den Schweden flieht, warnen ihre feinen Sinne sie vor herannahender Gefahr. Denn tatsächlich sind die Schweden VOR der Gruppe Fliehender, nicht dahinter. Nur wenige Menschen glauben Irmelas Ahnungen und bringen sich rechtzeitig in Sicherheit. Doch auch wenn es Irmela gelingt, vor den äußeren Feinden zu fliehen, bleiben ihr in ihren eigenen Reihen nur wenig Freude. Ihre Fähigkeiten bringen Neid und Missgunt mit sich. Von einigen wird sie auf den Scheiterhaufen gewünscht. Meine Meinung: Wer glaubt, dass das Hexenthema das dominierende in diesem Buch ist, der irrt. Tatsächlich habe ich mich am Ende gefragt: Warum heißt das Buch eigentlich "Die Feuerbraut"? Wer im Verlag hat diesen Titel auf's Cover drucken lassen, ja überhaupt den Klappentext geschrieben? Hier werden wieder mal Erwartungen beim Leser geweckt, die letztlich nicht erfüllt werden. So spannend wie das Buch anfängt, so belanglos wird es, je weiter man liest. Tatsächlich spielen die vermeintlichen Fähigkeiten von Irmela überhaupt keine Rolle mehr und äußern sich höchstens mal in Kopfschmerzen, die aber wohl jeder mal von uns hat. Umso weniger nachvollziehbar wird der Hass, den einige Menschen ihr gegenüber hegen - vor allem wenn man bedenkt, dass diese "Fähigkeiten" ja am Anfang des Buches dafür gesorgt haben, dass einige Frauen sich vor den Schweden retten konnten. Ist es da nicht letztlich völlig belanglos, warum? Tatsächlich sitzt Irmela seitdem mal auf der einen, mal auf der anderen Burg herum (schließlich ist sie eine Comtess und muss während des 30jährigen Krieges offenbar keine größeren Entbehrungen leiden), stickt, näht, unterhält sich - und das war's auch schon. Die wirklichen "Abenteuer" erleben andere. Da überlegt eine, wie sie ihre Narben im Gesicht behandeln lassen kann und eine andere, wie sie ihrem Mann ein uneheliches Kind utnerschieben kann. Offenbar musste Iny Lorentz die Seiten füllen. Wirkliche Spannung kommt nie auf. Ja, es lässt sich nichtmal ein Bezug zu den Hauptpersonen aufbauen. Am symphatischsten war mir noch die Zofe von Irmela. Alle anderen bleiben farblos und blass. Selbst Fabian, in den Irmela verliebt ist, mag man als Leser nicht wirklich in sein Herz schließen, findet er sich doch mal bei der einen, mal bei der anderen im Bett. Das mag zwar der damaligen Zeit ensprechen, lässt aber auch fragen, was Irmela in ihm sieht. So bleibt das ganze Buch eher schwammig und belanglos. Ein "Feuer" brannte weder bei mir noch zwischen den Seiten. Fazit: Habe selten so wenig Bezug zu einer Hauptfigur ausgebaut. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Spiegel-Bestseller?,
Rezension bezieht sich auf: Die Feuerbraut: Roman (Taschenbuch)
Eine furchtbar hölzerne Sprache! Eine trockene Zusammenfassung der Geschehnisse während des 30jährigen Krieges, selbst die Personen, die ein extremes Verhalten zeigen, erscheinen charakterlos. Alles ist steif wie die beschriebenen Kragen dieser Zeit. Emotionslos liest man gelangweilt weiter. Manche Dialoge und Intrigespielchen der Damen sind wirklich allzu dämlich. Selbst die unscheinbare Irmela möchte man am Liebsten die ganze Zeit wachrütteln. Die lächerlichen Liebesbekundungen zwischen den einzelnen Personen sind unfassbar unwichtig. Diese Leute bleiben wirklich nur fiktive Gestalten, die man von außen miesmuffig betrachtet.
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