Die Hamburger Journalistin Anne bekommt zum wiederholten Male Besuch aus der Vergangenheit. Innerhalb von nur einer Woche wird dies ihre dritte Zeitreise ins 16. Jahrhundert. Nach Florenz und Jerusalem lautet ihr Bestimmungsort nun Cordoba. Hier trifft sie ihren Sohn Stefano wieder, der als Assistent des Inquisitors Pater Giacomo dort lebt und arbeitet. Pater Giacomo ist niemand anderes als Giacomo de Pazzi, der bereits etliche "Frevler" im Namen der heiligen Inquisition verurteilt hat. Nur sein Tod kann diesen Wahnsinn beenden, doch er ist durch das "Elixier der Ewigkeit" geschützt ...
Der dritte Band der Reihe um die Hamburger Journalistin kann leider nicht an seine Vorgänger anschließen. Obwohl es eine erfrischende Abwechslung ist, von einer deutschen Heldin zu lesen, sind manche der beschriebenen Situationen doch sehr unwahrscheinlich - zum Beispiel ein Treffen mit Kaiser Karl V. und ein mit ihm geführtes tiefsinniges Gespräch über die Schrecken der Inquisition. In den beiden ersten Romanen diente als roter Faden jeweils eine Liebesgeschichte der Heldin, man hatte mitgelitten, wenn diese wieder tragisch endete. Dieses Mal fehlt diese Nuance völlig. Aufgrund der Thematik Inquisition ist "Die Feuer von Cordoba" eine insgesamt sehr düstere Story, die zwar spannend ist, aber den Leser nicht völlig zu fesseln vermag. (SaS)