Mit der Zustimmung des Bundesstaates New York am 26. Juli 1788 wurde die amerikanische Verfassung politische Realität. Doch die Einführung der bundesstaatlichen Verfassung war nicht unumstritten. Einen wesentlichen Beitrag zu ihrer Durchsetzung lieferten die 85 Artikel, die von Oktober 1787 bis Mai 1788 - zunächst als anonyme Essays unter dem Pseudonym Publius - in New Yorker Zeitungen veröffentlicht wurden, und später zum Verfassungskommentar avancierten.
Die Verfasser, Alexander Hamilton, James Madison und John Jay, schufen mit ihren Beiträgen einen Meilenstein der demokratischen Verfassungsgeschichte und der politischen Theorie. Denn sie kommentieren nicht nur die bis zum heutigen Tage gültige amerikanische Verfassung, sondern dokumentieren gleichzeitig, wie die politische Idee der Demokratie von der Antike bis zu den europäischen Vertragstheoretikern in dieser ersten demokratischen Verfassung in die Praxis umgesetzt wurden. Direkte vs. repräsentative Demokratie, Bundesstaatlichkeit vs. Zentralstaat, präsidentielles Regierungssystem, Gewaltenteilung, Kompetenzzuweisungen und die Ausgestaltung der Institutionen, das sind mit die wichtigsten Fragen denen sich die drei Autoren widmen.
Mit der UTB Edition dieser Texte liegt eine kompakte, deutschsprachige Ausgabe vor, die mit einem übersichtlichen Inhaltsverzeichnis und einer fundierten (historischen) Einleitung durch die Herausgeber Angela Adams und Willi Paul Adams versehen ist. Abgerundet wird die Zusammenstellung durch den beigefügten Text der amerikanischen Verfassung (zweisprachig: engl./dt).
Durch ihren niedrigen Preis eignet sich diese Taschenbuchausgabe gleichermaßen als Einstiegslektüre als auch als Arbeitsbuch und gehört zur Grundausstattung eines jeden Politikwissenschaftlers.