Nun ist es also passiert. Der selbsternannte König des Popschlagers, der ja bekanntlich von ganz unten kommt und sich alles selbst aufgebaut hat (was er so toll findet, dass er es ständig erwähnen muss), rechnet mit seinen Kollegen ab. Dass er an diesen größtenteils kein gutes Haar lässt, war eigentlich zu erwarten. Dem Herrn Wendler ist der Erfolg einfach zu Kopf gestiegen. Jetzt reichen die vielen Sportwagen und Villen nicht mehr, jetzt möchte er seine Schlagerkollegen, die teilweise sogar mehr Platten verkaufen als er, um jeden Preis niedermachen. Die sind laut seinen Aussagen eh nur neidisch. Da fragt man sich nur, auf was man bei einem Menschen wie dem Wendler überhaupt neidisch sein kann? Auf seine permanente Überheblichkeit? Oder gar auf seine Musik, die immer gleich klingt? Nein, darauf braucht man gar nicht neidisch zu sein.
Zu einem Zweck taugt das Buch dann doch. Wenn man mal wieder richtig lachen möchte, kommt man hier gut auf seine Kosten. Der Fremdschäm-Faktor ist so hoch, dass es schon wieder lustig ist.
Bleibt nur zu hoffen, dass der Wendler genauso schnell wieder in der Versenkung verschwindet wie er gekommen ist.