Der Roman spielt im Sommer und Herbst 1952 in Arkansaw, beschrieben werden
die Ereignisse, wie sie der 7-jährige Luke Chandler erlebt. Er lebt mit
seinen Eltern und Großeltern auf einer Baulwollfarm am Rande des
Existenzminimums. Jeden Sommer kommen Leute aus den Bergen und einige
Mexicaner, um bei der Ernte zu helfen.
In diesem Jahr sind die siebzehnjährige Tally, zu der Luke eine besondere
ARr der Beziehung aufbaut - sie läßt ihn zuschauen, wenn sie nackt im Fluß
badet - und der Schlägertyp Hank. Luke wird Zeuge, wie Hank in der Stadt
einen Einheimischen bei einer Schlägerei gegen drei Raufbolde zu Hilfe
kommt und nicht aufhört, bis er einen der Angreifer totgeschlagen hat. Der
Sheriff ist machtlos - angeblich hat niemand den Kampf gesehen, außerdem
ist klar, sollte Hank verhaftet werden, reisen die Leute aus den Bergen ab
und die Chandlers würden ihre Ernte nicht einbringen können.
Luke sammelt weitere Geheimnisse an und bewahrt sie, so wird er Zeuge, wie
die 15-jährige Nachbarstochter Libby ihr Baby bekommt, und er vernimmt auch
das Gerücht, daß sein älterer Bruder der Vater sein soll. Er erwischt Tally
mit einem Mexicaner beim Sex, und ohne zu verstehen, was vor sich geht,
steigt die Eifersucht in Luke auf. Schließlich wird Luke sogar Zeuge des
Mordes an Hank, ein weiteres Geheimnis, das Luke bewahren muß.
Die Hoffnung, daß die Ernte der Chandlers in diesem Jahr ein leichtes Plus
einfahren kann, wird durch Unwetter in Form von Tornados und einer
Überschwemmung jäh zerstört.
Ohne richtig spannend zu sein ist der Romans sehr gut zu lesen, und
obgleich an sich wenig passiert, mag man ihn nicht aus der Hand legen. Das
Leben auf der Farm ist so realitätsnah beschrieben, daß autobiographische
Einflüsse zu vermuten sind. Allerdings kommen die Erlebnisse nicht gut aus
der Sicht eines Siebenjährigen rüber, dafür ist die Darstellung der
Geschehnisse viel zu abgeklärt, logisch und mit dem Verständnis einen
Erwachsenen beschrieben.