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Die Farm spielt im Jahre 1952 im nordöstlichen Arkansas und ist weit gehend aus der Sicht des siebenjährigen Luke Chandler erzählt. Luke gehört zu einer Familie hart arbeitender Baumwollfarmer, deren Welt von den Jahreszeiten, dem Wetter und den zu erwartenden Ernteerträgen bestimmt wird. Mit neugierigen Kinderaugen begutachtet er das Leben der Erwachsenen, an dem er in einem für Stadtbewohner ungewohnten Maß teil hat: Während der Haupterntezeit ackert er -- wie alle Familienmitglieder -- acht Stunden auf dem Feld. Dabei wird er auch mit den Hilfsarbeitern konfrontiert, die den Farmern zur Seite stehen und vorübergehend auf dem Hof und in der Scheune wohnen. Als er schließlich Zeuge eines Gewaltverbrechens wird, muss er eine schwierige Entscheidung treffen.
Auch wenn Die Farm mit einer spannenden, gut strukturierten Handlung aufwartet, dürften sich die meisten Grisham-Fans schon nach den ersten Seiten die Augen reiben: Nirgendwo ein Gerichtssaal oder eine Anwaltskanzlei in Sicht! Der Star-Autor hat sich seiner eigenen Jugend erinnert und einen Roman geschrieben, der zwar einige Klischees über das harte, aber glückliche Leben auf dem Lande kolportiert, dafür aber auf jegliche Übertreibungen verzichtet. Wer hätte ihm einen realistischen Entwicklungsroman zugetraut? Dass Grisham nicht auf dem Niveau eines John Steinbeck erzählt, versteht sich von selbst. Aber er hat weit mehr zu bieten als Krimidramaturgie und Großstadtgeplänkel. Wie gesagt: eine erfreuliche Überraschung. --Felix Darwin -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .
Die Stimme von Charles Brauer trägt das alles zuverlässig und warm durch unser Ohr und -- von Zeit zu Zeit -- auch mitten in unser Herz. Falls die Regie (Margrit Osterwold) eingegriffen hat, hat sie es klug getan: Die Hörbuchpest, sinnwidrige Betonung, bleibt dem Leser erspart und auch von routiniertem Herunterlesen kann nicht die Rede sein. Stattdessen gestaltet Brauer den Text souverän zu einem vielstimmigen Erlebnis.
Voraussetzung für den Genuss: Sie dürfen sich nicht daran stören, dass Grishams Moralvorstellungen denen alter Hollywoodfilme entsprechen und die berühmten Familienwerte so hoch gehalten werden wie sonst nur noch in der Margarinewerbung. Der Hörer folgt dem Autor in ein sagenhaftes, ländliches Südstaaten-Amerika, als sich die Familie abends noch vor dem Radio versammelte und von Rock'n'Roll noch nicht die Rede war. --Michael Winteroll
Lesung, Spieldauer 354 Minuten, 4 Audiokassetten, knappes Booklet mit kurzer Inhaltsangabe. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der 1. Grisham ohne Anwalt...,
Rezension bezieht sich auf: Die Farm. 5 CDs (Audio CD)
...und er ist trotzdem klasse!Eine faszinierende Beschreibung der damaligen Zeit, eine spannende Geschichte, und alles wie immer herausragend gelesen von Charles Brauer. Die Grisham-Lesungen von Charles Brauer gehören zu den ganz wenigen Aufnahmen, die in der deutschen Übersetzung besser sind, als das englischsprachige Original. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein ganz anderer Grisham....,
Rezension bezieht sich auf: Die Farm: Roman (Taschenbuch)
Aber ein ebenfalls ganz toller, auch fernab von jeder Juristerei oder gerade deswegen?Habe „Die Farm" im vor einiger Zeit im amerikanischen Original gelesen und war angenehm überrascht, wie sensibel und eindrucksvoll der Thriller-Autor das Leben im ländlichen Arkansas im Jahre 1951 aus der Sicht des siebenjährigen Luke schildert. Luke ist Sohn eines Baumwollfarmpächters und kämpft mit seiner Familie um das finanzielle Überleben. Der Roman ist angelegt während der sechswöchigen Baumwollerntezeit, als Mexikaner und angeheuerte Hilfskräfte zusammen mit der Familie Chandler die 80 Acres Baumwolle pflücken. Mittelpunkt des Romans bilden nicht nur die ständigen Sorgen der Familie um die Ernte und das Wetter, sondern auch die Ereignisse, sie Luke am meisten beeindrucken (z.B. das erste Mal ein ein Baseballspiel im TV zu sehen oder der samstägliche Besuch in der Stadt) und belasten (z.B. Mord und Totschlag). Grisham beschönigt nichts. Er stellt klar, dass es ein hartes, sehr einfaches Leben ist . Erinnern Sie sich noch an „Die Waltons"? Die Familie Chandler in „Die Farm" ist ein klein wenig wie die Waltons: sie führen ein einfaches, hartes, aber im Grunde genommen doch schönes Leben. Fazit: Keine durchtriebenen Rechtsanwälte, keine Juristerei, einfach nur ein wunderschöner Roman, der noch lange nachklingt. Wenn Sie einen Thriller wollen, lesen Sie „Die Farm" bitte nicht. Wenn Sie Spaß haben an einem vortrefflichen, einfühlsamen und auf andere Art spannenden Roman aus den Südstaaten der USA, dann könnte „Die Farm" genau das Richtige für Sie sein! 5 * ++. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Geheimnisse eines Siebenjährigen,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Farm: Roman (Gebundene Ausgabe)
Der Roman spielt im Sommer und Herbst 1952 in Arkansaw, beschrieben werdendie Ereignisse, wie sie der 7-jährige Luke Chandler erlebt. Er lebt mit seinen Eltern und Großeltern auf einer Baulwollfarm am Rande des Existenzminimums. Jeden Sommer kommen Leute aus den Bergen und einige Mexicaner, um bei der Ernte zu helfen. In diesem Jahr sind die siebzehnjährige Tally, zu der Luke eine besondere ARr der Beziehung aufbaut - sie läßt ihn zuschauen, wenn sie nackt im Fluß badet - und der Schlägertyp Hank. Luke wird Zeuge, wie Hank in der Stadt einen Einheimischen bei einer Schlägerei gegen drei Raufbolde zu Hilfe kommt und nicht aufhört, bis er einen der Angreifer totgeschlagen hat. Der Sheriff ist machtlos - angeblich hat niemand den Kampf gesehen, außerdem ist klar, sollte Hank verhaftet werden, reisen die Leute aus den Bergen ab und die Chandlers würden ihre Ernte nicht einbringen können. Luke sammelt weitere Geheimnisse an und bewahrt sie, so wird er Zeuge, wie die 15-jährige Nachbarstochter Libby ihr Baby bekommt, und er vernimmt auch das Gerücht, daß sein älterer Bruder der Vater sein soll. Er erwischt Tally mit einem Mexicaner beim Sex, und ohne zu verstehen, was vor sich geht, steigt die Eifersucht in Luke auf. Schließlich wird Luke sogar Zeuge des Mordes an Hank, ein weiteres Geheimnis, das Luke bewahren muß. Die Hoffnung, daß die Ernte der Chandlers in diesem Jahr ein leichtes Plus einfahren kann, wird durch Unwetter in Form von Tornados und einer Überschwemmung jäh zerstört. Ohne richtig spannend zu sein ist der Romans sehr gut zu lesen, und obgleich an sich wenig passiert, mag man ihn nicht aus der Hand legen. Das Leben auf der Farm ist so realitätsnah beschrieben, daß autobiographische Einflüsse zu vermuten sind. Allerdings kommen die Erlebnisse nicht gut aus der Sicht eines Siebenjährigen rüber, dafür ist die Darstellung der Geschehnisse viel zu abgeklärt, logisch und mit dem Verständnis einen Erwachsenen beschrieben. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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