Dieser Film ist ein kleines Juwel. Es ist weniger die an sich simple Story, nein, es sind die Dialoge.
Man fühlt sich gleich zu Beginn schon an Q. Tarantino erinnert, als sich die zwei Mafiosi im Auto über die eingewebte Haarpracht des einen in die "Haare" kriegen.
Überhaupt sind es die Dia- bzw. Monologe, die sich über das Leben, den Tod, die Kirche, Himmel und Hölle auslassen (brilliant: Aiellos Worte zum Taxifahrer, sich Gedanken machend darüber, wieso die Menschen für die Toten beten).
Gleichzeitig wird angedeutet, wie dreckig das Mafia-Geschäft ist. Da ist zum Beispiel der cholerische Ausbruch eines Unterkönigs, der Sekunden vorher Vincent als "den Besten" gelobt hat und dann wegen einer Nichtigkeit ausflippt. Da ist die Falschheit des neuen Chefs, der den besten Mann seines Vorgängers eliminieren lassen will.
Angenehm, mit wie wenig Blut der Film auskommt. Dafür sind die Darsteller allererste Sahne, und auch die Filmmusik beeindruckt.
Zugegebenermaßen ist dieser brilliante B-Movie etwas zu kurz geraten.
Zum Ende bleiben viele Fragen offen, was ich persönlich gut finde, so kann man sich seine eigenen Gedanken machen.
Wer natürlich mehr Action und weniger Tiefgang bevorzugt wie mein Vor-Rezensent,der ist bei diesem Film falsch beraten.