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Die Farben des Eros: Schönheitsideale im Wandel der Zeit
 
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Die Farben des Eros: Schönheitsideale im Wandel der Zeit [Gebundene Ausgabe]

Franz Siepe
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 174 Seiten
  • Verlag: Wjs; Auflage: 1., Aufl. (1. September 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3937989358
  • ISBN-13: 978-3937989358
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 12,8 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 144.340 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Franz Siepe
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Produktbeschreibungen

Die Welt, 16. Februar 2008

»Wer heute die Goldbroiler auf zwei Beinen sieht, also Frauen, die den täglichen Gang auf die Sonnenliege so brauchen wie künstliche Fingernägel, der sollte zumindest wissen, dass die Bräune kulturgeschichtlich erst seit kurzer Zeit als ein Beleg der Schönheit gilt. Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein galt die Blässe nicht nur als vornehm, sondern auch als verführerisch. Schon im alten Rom amüsierte man sich über sonnengebräunte Frauen und hielt sie schlichtweg für dumm. Andere Zeitgenossen wie Athenaios glaubten, die »schwarze Aphrodite« sei nur deshalb so dunkel, weil der Geschlechtsverkehr meistens in der Nacht stattfindet, und Aphrodite es eben besonders oft treibe. Diese und andere Episoden der Weltgeschichte hat Frank Siepe in einem wunderbar kurzweiligen Essay über die »Farben des Eros« zusammengetragen und uns damit ein Buch geschenkt, das von der Antike über die Renaissance bis in die Gegenwart launig und geistreich vom Wandel des Schönheitsideals erzählt.«

NZZ am Sonntag, 30. März 2008

»Das Helle verweist als Schönheitsideal auf die himmlische Liebe, das Dunkle dagegen steht für das Triebhafte, für eine sinnliche Schönheit, die auf die irdische Liebe zielt. Die Moderne zeigt Siepe, veränderte die herkömmlichen Schönheitsideale, indem sie die dunkle - gebräunte - Haut für schön erklärte, das Dunkle entmystifizierte und das Blonde abwertete; der Gegensatz zwischen himmlischer und irdischer Liebe, dem Siepe sein unterhaltendes, flüssig geschriebenes Buch gewidmet hat, ging verloren.«

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein ideales Geschenk 12. Januar 2008
Format:Gebundene Ausgabe
In 21 Kapiteln, jedes für sich lesbar und jedes mit einer Illustration zu seinem Beginn, erzählt Franz Siepe die Kulturgeschichte der Haar- und Hautfarbe. Sieben Kapitel sind der Antike gewidmet, sieben der Zeit bis zur Renaissance, sieben der Neuzeit. Der Dualismus des Blonden und Dunklen, den sein Buch entfaltet, steht für den Gegensatz von himmlischer und irdischer Liebe, wobei es nicht allein auf die Haarfarbe, sondern ebenso auf die Tönung der Haut ankommt. Denn die Frau ist in aller Regel hellhäutiger als der Mann. Das alles wird in einer leicht zu lesenden und ebenso anregenden wie unterhaltenden Weise erzählt. Also ein fast ideales Geschenk.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
"Kapitelchen" nennt der Autor seine 21 Beiträge zum Wandel des weiblichen Schönheitsideals. Diese Verniedlichung ist kein Zufall, sondern schlägt sich im Sprachstil des ganzen Buches nieder. Und es ist denn auch dieser Stil, der mich wenig überzeugte. Mag sein, dass dies auf meine unverdauten Schulerlebnisse zurückzuführen ist und außerhalb der Norm liegt. Aber mir stießen die zahlreichen altertümlichen Formulierungen so auf, dass ich geradezu auf einen Freud'schen Versprecher wartete, um endlich mal auf deftige Wörter zu stoßen, die Zensoren aufschrecken lassen. Selbst beim Lebemann Goethe hält sich Franz Siepe vornehm zurück. Immerhin wartet er in diesem Kapitelchen mit der Anekdote auf, dass ein Handwerker mehrmals ins Haus kam, um das Bett zu reparieren, auf dem der Dichterfürst mit Christiane Vulpius herumtollte. Selbst wenn Franz Siepe mit seinen sprachlichen Rationalisierungen in bester Gesellschaft ist, finde ich seine netten Beschreibungen von Sex und Lust bemühend. So wurde Catull bei uns im Lateinunterricht behandelt.

Mein Lustgewinn war nicht sprachlicher, sondern inhaltlicher Art. Franz Siepe nimmt seine Leser auf eine spannende Tour d'Horizont mit, führt ihn an die Marktplätze weiblicher Schönheit, lässt ihn ändernde Geschmacksrichtungen kosten und gibt ihm einleuchtende Erklärungen für kulturelle Ideale. Allerdings muss sich der Leser gedulden, bis er in die Gegenwart kommt. Noch auf Seite 127 zeigt ihm Franz Siepe barocke Eigenheiten, führt ihn dann ins Weimar Goethes, um endlich über zwei weitere Schritte bei Marilyn Monroe anzugelangen. Die starke Gewichtung der Antike ist vertretbar, wenn man deren Einfluss und den humanistischen Ansatz des Autors berücksichtigt. Und auch die stark männliche Sicht des Schönheitsideals lässt sich wegen der Quellenlage kaum bemängeln. Die Abbildungen sind nützliches Beiwerk, werden aber in den Kategorien Einzigartigkeit und Druckqualität keine Auszeichnungen gewinnen.

Mein Fazit: Franz Siepe hat das Pech, dass sein Thema im Trend liegt und auch andere Autoren und Verlage zum Publizieren reizt. Mit sind die Bücher seiner Konkurrenten lieber, die mich weniger an den Ballast des Bildungsbürgertums erinnern. Doch da ich mich im Zweifelsfalle für die höhere Bewertung entscheide, erhält das Buch von Franz Siepe trotzdem vier Sterne.
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