Eigentlich kann ich mich meinem Vor-Rezensenten nur anschließen. Da ich alle historischen Romane von Frau Gable gelesen hatte und restlos begeistert war, wagte ich mich aus Verzweiflung an einen ihrer Krimis heran. Er ist locker flockig geschrieben, Tiefgang hat er jedoch keinen. Auch die Handlung wirkt sehr konstruiert: Ein erfolgreicher Börsenmakler, der seine Jugend in Erziehungsheimen verbracht hat, mittlerweile aber viel Wert auf Gartenkultur legt, schleicht sich bei einem Neo-Nazi als Hilfsgärtner ein, um seine Familienangelegenheiten zu regeln. Das ist etwas viel auf einmal, was man diesem Hauptdarsteller zumutet. Und kaum ist er enttarnt, fährt er auch schon nach Hause, obwohl ihm eine mächtige Organisation im Nacken sitzt, die bestimmt Mittel und Wege kennt, einen Wohnsitz heraus zu bekommen und sei es mittels eines Telefonbuchs... Wie gesagt, lesen läßt sich der Krimi gut, denken darf man nur nicht dabei. Ne, ne, Frau Gable's Stärke liegt meiner Meinung im historischen Roman und nicht im Krimi. Ich warte lieber wieder auf einen "Caedmon of Helmsby"...