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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Super!,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Farbe von Kristall: Roman (Taschenbuch)
Nachdem ich mir "die Detektivin" von meiner Oma geborgt hatte, und davon restlos begeistert war, hab ich mir auch gleich "die Farbe von Kristall" gekauft. Ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht, obwohl ich nach dem Lesen des Prologes doch leicht skeptisch war....Das Buch spielt 20 Jahre nach der Detektivin, also im Frankfurt des beginnenden 20. Jahrhunderts. Kommissar Biddling hat den Mord an dem Klavierhändler Lichtenstein aufzuklären, der sich auch in Wirklichkeit ereignet hat und im nachfolgenden Mordprozess erstmals Fingerabdrücke als Beweismittel zugelassen wurden. Weiter gibt es noch einen Mord an einem Fabrikarbeiter aufzuklären. Das Buch hält einige überraschende Wendungen bereit. Wenn jetzt die Frage auftauchen sollte, ob nicht noch weitere Figuren aus der Detektivin auftreten, kann ich dazu sagen, dass Victoria und auch Wachtmeister Braun wieder mit von der Partie sind. Ich habe es in wenigen Tagen durchgelesen und mein Mann hatte sich schon beschwert, dass er mich nur noch lesend antrifft.... Es muss noch gesagt werden, dass es aufgrund vieler Anspielungen nützlich ist, zuerst "die Detektivin" zu lesen, auch werden viele Figuren in diesem Buch ausführlich vorgestellt. In "die Farbe von Kristall" werden Kenntnisse über die betreffenden Figuren dann vorausgesetzt. Unbedingt kaufen!!! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Zwischen Armenviertel und Ballsaal,
Rezension bezieht sich auf: Die Farbe von Kristall: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ausgangspunkt von Nikola Hahns historischem Frankfurt-Krimi ist ein realer Kriminalfall: Im Februar 1904 wurde der Klavierhändler Lichtenstein in seinem Geschäft, mitten auf der belebten Zeil gelegen, erschlagen. Die historischen Fakten erzählt die Autorin unter anderem mit Zeitungsausschnitten aus der „Frankfurter Zeitung", die damals mit vielen schaurigen Details über den Fall berichtete. Bei der Ermittlung greift dann die Fiktion ein, allerdings ohne reale Bezüge zu verlieren. So ist der ermittelnde Kommissar, Richard Biddling, samt seiner Familie erfunden. Andere Figuren haben jedoch reale Vorbilder, wie etwa die junge Polizeiassistentin Laura Rothe, die als erste Frau in den Frankfurter Polizeidienst tritt. Angelehnt ist diese Figur an Henriette Arendt, die 1903 als erste Polizeiassistentin in Stuttgart für einiges Aufsehen sorgte.Nicht nur die Figuren, auch die damaligen Ermittlungsmethoden, werden von der Autorin möglichst exakt nachgezeichnet. So stößt Kommissar Biddling am Tatort auf blutige Fingerabdrücke. Die Daktyloskopie, so der Fachausdruck für das Fingerabdruckverfahren, steckte damals noch in den Kinderschuhen und wurde als Beweismittel nicht anerkannt. Folglich muss Kommissar Biddling, ein aufgeschlossener aber eigenwilliger Mann, hart um seine Methoden und Beweismittel kämpfen. Hinzu kommt die junge Laura, die ihre Nase immer wieder in Dinge steckt, die sie nach Ansicht vieler Kollegen und dem damaligen Rollenverständnis nichts angehen. Frauen bei der Polizei hatten vor allem fürsorgliche, „mütterliche" Aufgaben, kümmerten sich um verwahrloste Kinder und überwachten die polizeiärztlichen Untersuchungen von Frauen. Biddling kommt mit seinen Ermittlungen gut voran, und offenbar scheint der Fall Lichtenstein gelöst. Doch manche Ungereimtheiten lassen ihm keine Ruhe und der ehrgeizige Kommissar sucht weitere Spuren, die ihn unter anderem in ein Edelbordell und zu einem zwielichtigen Hundezüchter - gleichfalls eine reale Figur - führen. Schließlich entdeckt er Dinge, die ihn bis zu seiner eigenen Familie und ihn selber in Gefahr bringen. Es sind zahlreiche Handlungsstränge, die Nikola Hahn in ihrem Buch gekonnt zusammenführt: Der Fall Lichtenstein, die familiären Hintergründe von Kommissar Biddling, die junge Laura Rothe und einige mehr. Dazu kommt eine genaue Schilderung der unterschiedlichen sozialen Milieus: Hahn blickt in die stinkenden, engen Gässchen des Frankfurter Proletariats, in die bescheidenen, aber gemütlichen Wohnhäuser des Kleinbürgertums und in die prachtvollen Ballsäle der Oberschicht. Eine abwechslungsreiche und von Gegensätzen geprägte Zeitreise, deren Hauptziel die Aufklärung mehrerer Mordfälle und die Suche nach der Wahrheit ist. Doch was ist die Wahrheit? Bei Hahn scheint sie sich, wie das Licht, das durch einen Kristall fällt, zu brechen. Schillernd wie dieses Licht sind auch ihre fein gezeichneten Charaktere, die durch ihre Unterschiedlichkeit Leben in den Roman bringen. Kurz: Ein vielschichtiger und spannender Schmöker, dessen 800 Seiten man gerne und mit Vergnügen verschlingt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gratulation!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Farbe von Kristall: Roman (Gebundene Ausgabe)
Mit "Die Farbe von Kristall" liefert uns Nicola Hahn die wunderbare Fortsetzung ihres Erstlings "Die Dedektivin". (Man muss aber nicht die Reihenfolge einhalten!Ich habe auch zuerst "Die Farbe von Kristall gelesen.)Ein großes Lob für einen perfekt recherchierten historischen Kriminalroman, dessen authentische Geschichte im Jahr 1904 in Frankfurt beginnt. Es geht um den Mordfall an dem Klavierhändler Lichtenstein, bei dem Kommissar Biddling erst durch die Hilfe der jungen Polizeiassistentin Laura Rothe in seinen Ermittlungen weiterkommt. Mit Laura (in Wirklichkeit hieß sie Henriette Arendt) tritt zum ersten mal in der Geschichte eine Frau in den Polizeidienst ein. Gegen welche Widerstände sie bei ihren männlichen Kollegen ankämpfen muss, kann man sich vorstellen. "Die Farbe von Kristall" liefert dem Leser nicht nur einen wirklich spannenden und flüssig durchzulesenden Roman, sondern auch authentische Informationen zu den Anfängen der Kriminalsitik, mit Originalfotos, Originalkartenmaterial und den Zeitungsausschnitten der damaligen Zeit. Man muss kein Frankfurter sein um dieses Buch an einem Wochenende zu verschlingen, aber es toppt das Lesevergnügen natürlich ungemein. :-) 5 Sterne für Idee, Sprache, Stil und Spannungsaufbau! Klasse! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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