ich mag camilleris stil. ja. er liest sich nett. in seinen krimis.
aber, was hat ihn getrieben, sich an einem maler zu versuchen? "hölzern", wie ein anderer leser schrieb, ist noch das harmloseste adjektiv, das man vergeben kann. blutleer, zusammengestückelt, lieblos, desinteressiert, so wirkt sein tagebuch des caravaggio. ich gebe zu, ich habe nicht mehr darauf gehofft, dass die letzten seiten eine wende bringen werden und habe kurz davor die selbstqual beendet, indem ich das buch weggelegt habe. wie schön, dass es leihbüchereien gibt, damit man es nicht bereut, geld für so ein blutleeres machwerk ausgegeben zu haben.
wer neugierig auf camilleri ist, möge nicht mit diesem titel anfangen, ihn kennenzulernen. wer etwas über caravaggio wissen will, möge sich an einem anderen buch gütlich tun. das hier ist nicht dafür geeignet, zuneigung zu entfachen. zu keinem von beiden.