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Die Farbe der Reue [Gebundene Ausgabe]

Roy Jacobsen , Gabriele Haefs , Andreas Brunstermann
2.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

27. Februar 2012
Roy Jacobsen, der Chronist der einfachen Leute, in einem neuen, bewegenden Roman: Vater und Tochter, Ablehnung und Annäherung. Mit großem psychologischem Einfühlungsvermögen schildert Roy Jacobsen, wie zwei Menschen sich allen Widerständen zum Trotz von der Last ihrer Vergangenheit zu befreien versuchen. Schlicht und kunstvoll zugleich beschreibt der Autor die "kleinen Leute", Menschen wie du und ich, die hart um ein wenig Glück kämpfen müssen. Großes Erzählen anrührend, einfühlsam, unvergesslich.Hans Larsen wird nach Verbüßung einer langen Haftstrafe vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen. Er hat einen ungeöffneten Brief seiner Tochter Marianne bei sich. Daraus erfährt er, dass seine Frau tot ist und Marianne ihm von dem Vorgefallenen nichts vergibt. Für Hans beginnt ein zweiter Frühling: Er ist nicht nur ein freier Mann, sondern auf ihn wartet auch eine wunderschöne Frau, die ihn begehrt und bei sich aufnimmt. Sein Leben erscheint ihm endlich lebenswert, und er überlegt, wie er zu seiner Tochter und seiner Enkeltochter Kontakt aufnehmen kann. Eines Tages bekommt das Kind eine alte Glaskugel geschenkt, in der Marianne das Spielzeug ihrer Kindheit wiedererkennt. Und allmählich begreift auch Marianne, dass sie aus dem Schatten der Vergangenheit treten muss.

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Die Farbe der Reue + Das Dorf der Wunder: Roman + Der Sommer, in dem Linda schwimmen lernte: Roman (insel taschenbuch)
Preis für alle drei: EUR 38,93

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 286 Seiten
  • Verlag: Osburg; Auflage: 1 (27. Februar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3940731749
  • ISBN-13: 978-3940731746
  • Originaltitel: Anger
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 12,8 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 548.730 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Roy Jacobsen, geboren 1954 in Oslo, ist einer der erfolgreichsten und wichtigsten Autoren Norwegens. Als Aufbau Taschenbuch erschienen von ihm bisher die Romane „Das Dorf der Wunder“ und „Die Farbe der Reue“. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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3.0 von 5 Sternen Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm 9. September 2012
Von Buchdoktor HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Hans Larsen wird nach zehn Jahren Haft vorzeitig entlassen. Er ist 72 Jahre alt und geht dem norwegischen Sozialstaat irgendwie verloren. Larsen lässt sich von seinem ehemaligen Arbeitgeber im Hafen wieder als Tagelöhner anstellen; seinen Lohn bekommt er täglich schwarz auf die Hand. Raub, Körperverletzung, Betrug, Larsen hat kaum eine Straftat ausgelassen. Nun ist sein Arbeitgeber sein einziger Kontakt. Nachdem sein Chef ihm eine Wohnung vermittelt hat, entsteht eine besondere Abhängigkeit zwischen Larsen und ihm. Schon zu Beginn seiner Haft starb Larsens Frau. Er erfährt davon aus einem Brief seiner Tochter Marianne, die offenbar den Kontakt zu ihm abgebrochen hat. Marianne arbeitet in einer Wäscherei und ist Mutter einer kleinen Tochter. Marianne wirkt labil, immer an der Grenze zu einer psychischen Störung. Banale Ereignisse können einen normalen Tag in eine persönliche Katstrophe für Marianne verwandeln. Zwischen Vater und Tochter stimmt es ganz und gar nicht, aber Roy Jacobsen lässt seine Leser über den Grund so lange im Ungewissen, dass ich schon kurz davor war, das Buch abzubrechen. Einer Annäherung an die Protagonisten stand eine dicke Milchglasscheibe aus ungelösten Fragen im Wege. Der abgerissenen Beziehung zwischen Vater und Tochter war einfach nicht auf den Grund zu gehen. Als Larsen nach einem Verkehrsunfall im Krankenhaus liegt, lernt er Agnes und ihren Mann kennen. Trotz seines hohen Alters nimmt Larsen bei Agnes eine Stelle als Hausmeister & Hausfreund an. Das Paar ist wohlhabend, das Grundstück riesig, alles wirkt eine Nummer zu groß für einen Ex-Knacki. Agnes ist deutlich auf der Suche nach einer Familie, interessiert sich für Mariannes Lebensumstände; Larsen sucht womöglich unbewusst ebenfalls Anschluss. Die Handlung nimmt eine überraschende Wendung und der Autor zieht schließlich eine Erklärung für das gestörte Vater-Tochter-Verhältnis aus dem Hut. Nach einer Hängepartie in der ersten Hälfte habe ich den Roman doch noch mit Vergnügen zu Ende gelesen, als er sich zum Schelmenstück mit dem Titel <Ein Mann und eine junge Mutter gegen den Sozialstaat> entwickelt. "Die Farbe der Reue" hat in angenehm zu lesender Sprache Selbstbetrug, Sprachlosigkeit und das vorgefasste Bild zum Thema, das wir uns oft von anderen Menschen machen.

Textauszug
"Marianne mochte diese Wohnung. Sie hatte drei Zimmer und eine Küche, sie war perfekt für sie und Greta, ein Zuhause, mit Topfpflanzen, Spiegeln, Regalen, einem von ihrer Mutter geerbten Eckschrank, dem Wohnzimmertisch von der Großmutter, Strickwolle in verschiedenen Körben, Steingutschalen und gerahmten Fotografien von Greta auf einem Pferd, und ihren aufgeschlagenen Schulbüchern neben dem PC auf dem Esstisch. Es war sauber, es war ordentlich, erst gestern frisch gesaugt, sogar Greta hatte aufgehört mit ihrer Unordnung, und Marianne saß auf dem breiten IKEA-Sofa, während der Regen auf den Balkon herunterprasselte und nichts geschah, bis der Schlüssel ins Schloss gesteckt wurde und Greta hereinkam und sie durch ihr klatschnasses Haar hindurch breit anlächelte und erzählte, dass sie in den Pfützen herumgeplantscht und die Jungen nassgespritzt hätten - da war es halb drei, und Marianne registrierte, dass ihre Tochter für die fünfhundert Meter von der Schule nach Hause eine halbe Stunde gebraucht hatte, ohne dass Mama reagiert hatte." (S. 264)
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Diese Buch wurde nicht für mich geschrieben... 14. März 2012
Von Ailis TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Es gibt Schriftsteller, zu denen findet man einfach keinen Zugang und ich denke, Roy Jacobsen ist solch ein Schriftsteller für mich. In diesem Roman erzählt er die Geschichte von Hans und Marianne, Vater und Tochter, die jedoch keinen Kontakt mehr miteinander haben. Nachdem Hans für mehrere Jahre ins Gefängnis musste, hatte Marianne enttäuscht und verletzt den Kontakt abgebrochen. Nun führen sie parallele Leben und Marianne weiß nicht, dass ihr Vater zwei Jahre früher aus der Haft entlassen wurde als geplant. Doch sie ahnt etwas, sie spürt seine Anwesenheit, ohne genau zu wissen, wo dieses Gefühl herkommt. Währenddessen denkt Hans immer an seine Tochter, findet jedoch nicht den Mut, sich bei ihr zu melden. Immer wieder liest er ihren letzten Brief, der voller Schuldzuweisungen, Enttäuschungen und Schmerz ist. Wie sollen Vater und Tochter jemals wieder zueinanderfinden?
Diese Figurenkonstellation könnte eine emotionale Achterbahn bedeuten, sie könnte anrührend sein, dem Leser ganz tief gehen, oder sie könnte große Themen bewältigen - doch das tut dieser Roman nicht wirklich, denn er steht sich selber im Weg. Die Sprache ist sperrig und entfaltet sich nicht. Die Dialoge wirken absurd, niemand würde je solche Gespräche führen, die so zusammenhanglos und verwirrt sind. Jacobsens Personal baut keine Nähe zum Leser auf, man entdeckt in seinen Figuren nichts Vertrautes, ihre Gedanken wirken fremd und wirr.
Der Klappentext bezeichnet diesen Stil als "schlicht und kunstvoll zugleich" und ich denke, dass manch anderer Leser das auch so empfinden würde, ich jedoch fühle mich von Jacobsens Erzählkunst weder angezogen noch unterhalten. Sie wirkt ebenso grau und trist wie seine Geschichte und seine Figuren, die Trostlosigkeit spricht aus jeder Zeile.
Eine norwegische Zeitung schrieb: "Jacobsen ist ein kunstvoller Autor, der düstere menschliche Leben und scheinbar graue Existenzen erschafft, die es einem schwer machen, von ihnen nicht gerührt zu sein." (Quelle: Dagens Næringsliv) Doch genau dort liegt mein Problem: ich bin nicht gerührt, denn wie sollen mich Figuren rühren, die nichts in mir anstoßen? Auf emotionaler Ebene hat dieser Roman für mich vollkommen versagt...
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