Produktinformation
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Eigentlich ist es ungerecht, dass Whoopie Goldberg, eine Bühnenmonologistin, die mit diesem Film ihr Leinwanddebüt gab, schließlich so berühmt wurde. Es war nämlich zum Teil ihre Unerfahrenheit, die ihre zurückhaltende Darstellung der Celie so effektvoll machte. Der Film wurde für elf Oscars nominiert, darunter der für den besten Film und die beste Darstellerin (Nebendarstellerinnen Oprah Winfrey und Margaret Avery wurden ebenfalls nominiert), und es war ein ziemlicher Skandal -- und ein herber Schlag für Spielberg -- dass Die Farbe Lila noch nicht mal einen gewann. --Jim Emerson
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Eine bewegende Lebensgeschichte von 'Celie', einer Frau im ländlichen Süden Amerikas: Ein Film vor allem über unerschütterliche Freundschaft zwischen drei Frauen, der Glaube an Gott, die Gewalt und Erniedrigung durch ihren Ehemann schließlich vergessen lassen. Am Ende sehen wir das Portrait einer starken und selbstbewußten Frau, die den Weg ins Leben zurückgefunden hat. Ein starker Roman, virtuos erzählt, geschaffen für eine epische, abendfüllende Umsetzung durch Steven Spielberg. An der Kinokasse hatte der Vorreiter einer Generation von 'new Hollywood'-Regiesseuren (George Lucas, Robert Zemeckis) schon Erfolge verbuchen können - was noch fehlte war ein Oscar. Immerhin waren - und das erstaunt fast - bereits "Der weiße Hai", "Jäger des verlorenen Schatzes" und "E.T." für den besten Film nominiert gewesen, also rechnete man sich diesmal - angesichts der anspruchsvollen Thematik, der epischen Umsetzung - sehr gute Chancen aus: So war "Die Farbe Lila" schließlich in elf Kategorien - darunter bester Film, beste Regie, beste weibliche- und beste männliche Hauptrolle, beste Kamera - für den Oscar nominiert, erhielt aber letztendlich keinen einzigen der begehrten Goldstatuen (ein trauriges Schicksal, welches der Film mit "Die Verurteilten" (1994) teilt, dieser war in sieben Kategorien, darunter ebenfalls bester Film und beste Regie, nominiert). Die gebührende Auszeichnung für sein Schaffen sollte Steven Spielberg schließlich erst neun Jahre später mit "Schindlers Liste" erhalten.
Steven Spielberg zitiert in "Die Farbe Lila" sein gorßes Vorbild, Monumental-Regiesseur David Lean ("Lawrence von Arabien"), und so wirkt der Film wie ein Produkt des glorreichen Ära Hollywood's als zeitlose Meilensteine wie "Doktor Schiwago" entstanden. Auch "Die Farbe Lila" reiht sich in die Reihe seiner ruhmvoller Vorgänger ein und steht keineswegs in deren Schatten.
Bereits vor fünf Jahren als DVD released, entschloß man sich bei Warner nun zu einer - endlich würdigen - Nauauflage dieses Films: Ein "Making Of..." und Interviews mit Regiesseur und Darstellern fehlen nun ebensowenig wie kurze Berichte zu Dreharbeiten, Ausstattung, zu Konzeption sowie Komposition des Soundtracks zum Film. Man erfährt nun endlich alles über den Film, und auch sein tragisches Schicksal bei der Oscar-Verleihung. Der Film selbst wurde neu abgetastet und erstrahlt nun in voller Brillianz. "Die Farbe Lila" ist somit eine DVD, die in Sammlungen von Liebhaber von ernsten wie epischen, sowie großen, abendfüllenden Kinofilmen in keinem Falle fehlen darf.
Auf der zweiten DVD finden sich mehrere Specials, die sehr interessant sind.
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