Walker gelang hier ein hervorragender Roman, der sowohl inhaltlich als auch sprachlich fasziniert. Celie schreibt ihre Geschichte in einer Art Tagebuch auf. Sie richtet ihre "Tagesberichte" immer an Gott. Sie berichtet über ihr Leben mit ihrem Vater und ihrer Schwester nach dem Tod der Mutter. Der Vater vergewaltigt Celie und zwingt sie die beiden Kinder die dabei gezeugt werden zur Adoption freizugeben. Der Vater zieht Celie immer ihre Schwester vor, diese darf auch weiterhin zur Schule gehen während Celie sich um den Haushalt kümmern muß. Doch die beiden Schwestern lassen sich dadurch nicht trennen. Statt dessen lernt Celie durch ihre Schwester lesen und schreiben. Als der Schwester ein Heiratsantrag gemacht wird, "verhökert" der Vater statt dessen Celie an diesen Mann. Celie nennt ihren Ehemann in diesem Buch nur Mr.---. Sie muß sich um den Haushalt und die Kinder aus der ersten Ehe kümmern und wird wie ein Stück Vieh behandelt. Celies Schwester muß indes von zu Hause fliehen, denn nun beginnt der Vater auch ihr nachzustellen. Celie erfährt aber von einer unerwarteten Seite Hilfe. Die Geliebte ihres Mannes, Shug Avery, eine selbstbewußte Sängerin zeigt Celie, daß sie mehr wert ist als ihr bisher immer eingeredet wurde. Wirklich faszinierend finde ich wie es die Autorin es schafft, die Entwicklung, die Celie im Leben macht auch in ihrer Sprache widerzuspiegeln. Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen und auch jemand, der den Film gesehen hat, wird an diesem Buch noch viele neue Seiten kennenlernen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)