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Jahre später begibt sich die schwer traumatisierte Schwester, inzwischen selbst 18-jährig, auf die Spuren von Faith, die sie von Amsterdam über Paris und München bis ins italienische Corniglia verfolgt. Die Reise beginnt als Albtraum. Nur knapp entgeht die junge Frau im Drogenrausch einer Vergewaltigung. In München trifft sie auf den ehemaligen Freund ihrer Schwester. Schon bald ahnt Phoebe, dass Wolf alias Sebastian mehr von Faiths Schicksal weiß, als er zunächst preisgeben will. Als er sein Schweigen bricht, rückt zwar die Vergangenheit noch einmal schmerzhaft nah an die beiden heran, verliert aber auch an Rätselhaftigkeit. Phoebe bekommt endlich Antwort auf die Fragen, die sie Jahrzehnte lang gequält hatten. Und Wolf erlebt, dass ein Schuldgeständnis auch Befreiung sein kann. Die gemeinsame Reise nach Corniglia erweist sich für Phoebe und Wolf als der wesentliche Schritt zur Selbstheilung.
Jennifer Egan hat mit Die Farbe der Erinnerung ein beklemmendes Buch geschrieben. Trauer, Tod, Schuld und Schmerz sind die schweren Themen, denen sie sich stellt. Die Farbe der Erinnerung ist streckenweise kaum zu ertragen, so intensiv ist die depressive Stimmung, die Egan entstehen lässt. Die Themenbearbeitung, die sich die Autorin vornahm, ist ihr zweifellos auf eindrucksvolle Weise geglückt. Ob man sich derart schwere Kost als Leserin allerdings antun will, ist eine andere Frage. --Dr. Verena Laschinger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Uneingeschränkt empfehlenswert,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Farbe der Erinnerung (Gebundene Ausgabe)
Ein moderner Entwicklungsroman. Von Station zu Station ihrer Reise durch Europa befreit sich die junge Phoebe von der erdrückenden Last der familiären Rollen, der Vergangenheit und Kindheit und reift zu einer Persönlichkeit heran, die keine Mühe mehr hat, sich und andere so zu akzeptieren, wie sie sind. Durchaus kein beklemmender oder schwer zu ertragender Roman. Dem Leser teilt sich der schwierige Prozess der abnabelung und Selbstfindung auf dem Weg zum Erwachsenwerden höchst lebendig mit. Der Autorin ist ein großartiges Porträt einer Familie und einer ihren Weg suchenden Heranwachsenden gelungen. Ein Roman, dem man viele sensible Leser wünscht. Allein die präzise, klischeefreie Sprache verdient die höchste Punktzahl!
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6 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Fesselnd!,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Farbe der Erinnerung (Gebundene Ausgabe)
Schon nach den ersten Sätzen überkam mich wirklich ein bedrückendes Gefühl, doch ich konnte dieses Buch nicht aus der Hand legen. Elaine Kagan schreibt derartig, dass man kaum aufhören kann, es zu lesen (vielleicht auch, weil man auf ein gutes Ende hofft?). Trotz dieser niederdrückenden Stimmung ist es fesselnd und unglaublich gut. Besonders gut gelingt es Kagan, Stimmungen, Situationen und Empfindungen so zu beschreiben, dass sie sehr gut nachvollziehbar sind. Sprachlich genial! Auch wenn ich es kein zweites Mal lesen werde: fünf Sterne!
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